E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 20°C
1 Kommentar

Umfangreiches Sicherheitskonzept: So soll Randale auf dem Bad Sodener Weinfest verhindert werden

Von So etwas wie vor zwei Jahren, als beim Weinfest im Kurpark randalierende Jugendliche für Krawall sorgten, soll es nicht mehr geben. Veranstalter, Stadt und Polizei haben ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet.
Diese Bilder soll es nicht mehr geben: Am Rande des Sodener Weinfests waren im vergangenen Jahr Polizeieinsätze nötig, weil Jugendliche sich nicht benehmen konnten. Foto: Maik Reuß Diese Bilder soll es nicht mehr geben: Am Rande des Sodener Weinfests waren im vergangenen Jahr Polizeieinsätze nötig, weil Jugendliche sich nicht benehmen konnten.
Bad Soden. 

Wenn heute Abend um halb acht von Bürgermeister Frank Blasch und der Hattenheimer Weinkönigin Katharina Bausch offiziell die Weintage im Alten Kurpark eröffnet werden, haben sich der Veranstalter, die Stadt und die Polizei lange mit einem Sicherheitskonzept darauf vorbereitet. Seit Mitte der 1990er Jahre ist das Weinfest bei Besuchern aus nah und fern beliebt und immer in einem feucht-fröhlichen Rahmen verlaufen.

Feiern bis 24 Uhr

Die Bad Sodener Weintage beginnen heute und enden am 27. Mai. Die offizielle Eröffnung ist am Freitag um 19.30 Uhr. Werktags öffnet das Weindorf seine Tore um 17 Uhr, sonntags und am

clearing

Bis zum bösen Erwachen vor zwei Jahren. Als randalierende Jugendliche die Polizei mit Steinen, rohen Eiern und Molotow-Cocktails bewarfen und damit eine Grenze überschritten wurde. Seitdem stünden Veranstaltungen wie die Weintage und das Sommernachtsfest im Fokus der Öffentlichkeit, hob Bürgermeister Blasch im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) hervor, ebenso wie die Neuenhainer Kerb und das anstehende Jubiläum der Feuerwehr. „Wir müssen sehen, dass wir unsere Feste schützen“, denn ein Weinfest mit der traditionellen Musik sei eigentlich unattraktiv für junge Menschen.

Alkoholkontrollen

Doch es war nicht das Weindorf vor der Konzertmuschel, sondern die „Nebenveranstaltung“ auf der Wiese unterhalb des H+ Hotels, der sogenannten Vogelwiese, auf der sich 1000 Jugendliche versammelt hatten, die für Ärger sorgte. Auch der Alkoholkonsum war ein Riesenthema. „In diesem Jahr wird das Fest für uns ruhig sein“, versprach Andreas Dicke, stellvertretender Dienststellenleiter der Eschborner Polizei, den Stadtverordneten im Ausschuss. Die Polizei sei gewappnet und werde mit Personal von außerhalb des Main-Taunus-Kreises aufgestockt. Nicht nur Uniformierte, sondern auch Beamte in Zivil würden unterwegs sein und Alkoholkontrollen durchführen. Nach den negativen Erfahrungen 2016, als 150 Jugendliche im „Tegut“ Alkohol geklaut hätten, habe man präventiv mit den Läden vereinbart, dass sie am Eingang Sicherheitsdienste aufstellen.

„Unsere „polizeibekannten Freunde“ werden wir am Bahnhof begrüßen und viele wieder nach Hause schicken“, kündigte Dicke an. Dafür werde schon der Schutzmann aus Schwalbach sorgen, der mit im Einsatz sei und „seine Pappenheimer“ kenne. Und nachdem 2017 allein 50 Personen aus Schwalbach in Bad Soden aufgetaucht seien, habe man jetzt im Vorfeld Hausbesuche gemacht. „Die jungen Leute sind schnell mit der S-Bahn hier“, weiß Dicke, „haben Freunde und betrachten den Kurpark als ihr „Wohnzimmer“.

Strahlenlampen im Einsatz

Die Polizei habe sich nach dem Wochenendprogramm der Leute erkundigt und ihnen geraten, „sich schon mal eine Vollzugsanstalt anzusehen“. Gleichzeitig gibt der Polizeichef zu bedenken, dass die Jugendlichen nicht nur aus der unmittelbaren Nachbarschaft, sondern auch von weiter her kommen. Nicht zulassen werde man die Massenansammlungen auf der oberen Wiese, informierte Dicke, und den Bereich mit Strahlenlampen taghell ausleuchten. Die Stadt wolle Veranstaltungen nicht verhindern, erklärte Annett Putbrese. Umfassend berichtete die Chefin des Ordnungsamtes, wie viel Zeit die Erarbeitung des aktuellen Sicherheitskonzeptes in Anspruch nimmt, in das der Stadtbrandinspektor ebenso eingebunden ist wie die vier örtlichen Ordnungspolizisten und die Mobile Beratung aus Schwalbach. Besonders an den beiden Wochenenden sei der Einsatz intensiv, bestätigte sie. Am Freitagmorgen werde mit allen Verantwortlichen noch eine Begehung des Festgeländes stattfinden, kündigte sie an.

Ein Zelt zum Chillen für die jugendlichen Besucher, wie in der Vergangenheit, wird es nicht geben. Die Jugendlichen wollten kein Unterhaltungsprogramm, entgegnete Putbrese auf die Frage von Jan Willemsen (SPD), ob man den jungen Leuten alternative Angebote gemacht habe. Sie wollten „den Park nutzen“ hätten sie klargemacht.

Mit ihren Maßnahmen setze die Polizei auf Verdrängung, stellte Ralph Basedow (CDU) fest und wollte wissen, ob es für Besucher, die beispielsweise zum Bad Sodener Bahnhof gingen, außerhalb des Kurparks noch zusätzliche Polizeipräsenz gebe. Dafür sei gesorgt, versicherte Dicke. Weitere Details wollte er allerdings nicht bekanntgeben.

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen