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350 Millionen Euro: Spektakuläre Neuansiedlung im Gewerbegebiet in Hattersheim

Der kommende Wandel in eine digital bestimmte Epoche wird gebetsmühlenartig von Politikern verkündet. Doch was hat dies für Auswirkungen auf die Kommunen? In Hattersheim gibt es mit der Ansiedlung eines IT-Unternehmens ein konkretes Beispiel.
Euro-Banknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv Euro-Banknoten liegen auf einem Tisch.

Die städtische Wirtschaftsförderung, mit Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) sowie Amtsleiter Alexander Schwarz an der Spitze, konnte zum Jahresbeginn einen Coup vermelden. Ín der Sache waren sich das Unternehmen und die Stadt schnell einig geworden. Doch die Verhandlungen für den Ankauf von notwendigen Grundflächen erstreckten sich einige Monate länger als ursprünglich geplant. Schließlich war alles unter Dach und Fach. Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) verkündete Anfang des Jahres, dass die Stadt einen „dicken Fisch“ geangelt habe, der sich in Hattersheim ansiedelt. Der „dicke Fisch“, das ist der Rechenzentrumsbetreiber E-Shelter. Die Firma zählt in Europa zu den führenden Rechenzentrumsbetreibern. Es ist ein Unternehmen der NTT Communication. Für nächste Woche laden Stadt und NTT zur Vertragsunterzeichnung ein. Auf einer Fläche von rund 60 000 Quadratmetern wird im Gewerbegebiet „Südlich der Voltastraße“ ein neuer E-Shelter-Campus samt einem Rechenzentrum entstehen.

Für Hattersheim bedeutet die Ansiedlung von E-Shelter mehr als nur ein neuer Gewerbesteuerzahler. Vielmehr wird damit gerechnet, dass das Unternehmen noch weitere Firmen in die einstige Rosenstadt anlocken wird. Im Rhein-Main-Gebiet werden seit einigen Jahren ständig neue Rechenzentren errichtet. In Frankfurt ist laut Angaben der Industrie- und Handelskammer in der Zwischenzeit der zweitgrößte Markt für Rechenzentren in Europa entstanden. Die Investitionen von internationalen Internetprovidern sind weiterhin in Gange, ein Ende ist derzeit noch nicht abzusehen. Die geografisch günstige Lage von Hattersheim war ein gewichtiges Argument für die Ansiedlung von E-Shelter an der Voltastraße. Was wird nun E-Shelter an der Voltastraße bauen? Dort werden eine Trafo-Station, ein Umspannwerk sowie ein Gebäudekomplex mit Büro und Sozialräumen entstehen. Die Investition ist gewaltig: 350 Millionen Euro wird das NTT-Unternehmen in Hattersheim investieren. Wichtig für die Kommune ist die Nachricht, dass der Firmensitz von Frankfurt nach Hattersheim verlegt wird.

(meh)

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