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Bauarbeiten: Stadthalle: Sanierung beginnt noch dieses Jahr

Von Noch in diesem Jahr beginnt die Sanierung der Hattersheimer Stadthalle. Es bleibt dabei, dass sie 2020 wieder geöffnet werden soll.
Vandalen haben sich kürzlich mit Farbe auch an der Stadthalle ausgelassen. Foto: Hans Nietner Vandalen haben sich kürzlich mit Farbe auch an der Stadthalle ausgelassen.
Hattersheim. 

Die Schließung der Stadthalle war wohl einer der Faktoren, die bei den verschiedenen Wahlen zur neuen Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung und zum Wechsel im Amt des Bürgermeisters geführt haben. Sowohl die CDU/-FWG-FDP-Koalition als auch Bürgermeister Klaus Schindling werden sicher auch daran gemessen, ob es etwas wird mit der Wiedereröffnung der Halle, die inzwischen den Namen Gerd-Herbert-Halle trägt. Lange war nichts zu hören von dem Thema, aber offensichtlich wurde daran gearbeitet.

Bürgermeister Klaus Schindling nämlich kündigt auf Anfrage dieser Zeitung an, dass noch in diesem Jahr mit der Sanierung begonnen werden soll. Das muss auch sein, wenn es 2020 eine Neueröffnung geben soll. Und das hatte er zugesagt. Die Baugenehmigung liege vor, alle Herausforderungen seien gemeistert – von den Absprachen mit dem Denkmalschutz bis hin zur statischen Planung. „Demnächst werden wir das Bauschild aufstellen“, so Schindling. Damit über die Stadthalle nicht mehr nur gesprochen wird, wenn es dort brennt oder wenn Schmierfinken mit Spraydosen an der Arbeit gewesen sind.

Modernisierung

Wie Schindling durchblicken lässt, war auch die Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz reibungslos. Das ist nicht immer so, denn die Nutzungsvorstellungen der Bauherren kollidieren gelegentlich mit dem Bestreben des Denkmalschutzes, Gebäude möglichst in ihrer Originalgestalt zu zeigen. Der Denkmalschutz habe die Notwendigkeiten akzeptiert, so Schindling. „Wenn zusätzliche Stützen notwendig sind, müssen die eben gebaut werden.“ Der Denkmalschutz hat der Stadt das ganze Thema zum Teil erst eingebrockt – wäre das Gebäude nicht unter Schutz gestellt worden, wäre es eventuell längst zu einem Abriss gekommen.

An dem von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Sanierungskonzept gebe es keine wesentlichen Änderungen. Vor allem werden die Fenster und das Dach gedämmt. Das ist auch eine Voraussetzung dafür, die Betriebskosten einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Als die Halle gebaut wurde, dachte an den Energieverbrauch kaum jemand. Über die energetische Sanierung hinaus ist eine allgemeine Modernisierung des Hauses vorgesehen.

Auf 5,3 Millionen Euro haben die Planer die Kosten kalkuliert. Nach Schindlings Worten sieht es auch ganz so aus, als könnte dieser Betrag eingehalten werden. Ganz definitiv lässt sich dies noch nicht sagen. Denn erstens weiß man bei der Sanierung von Altbauten nie, welche unvermuteten Probleme noch auftreten. Und zweitens sind noch nicht alle Arbeiten vergeben – die derzeitige Hochkonjunktur am Bau treibt die Preise. Schindling hofft, dass sich überhaupt Firmen finden, die die Arbeiten im Zeitrahmen umsetzen.

Zum Glück für das finanziell immer noch knapp ausgestattete Hattersheim muss die Stadt das Projekt nicht alleine bezahlen. Bis zu 2,1 Millionen Zuschuss könnte es an Landesförderung geben, 500 000 Euro hat Namensgeber Gerd Herbert gespendet. Der Rest müsste größtenteils durch einen Kredit finanziert werden.

Kongresszentrum

Das Projekt belastet den Hattersheimer Haushalt also auf Jahre, und das nicht nur durch Zins und Tilgung des Darlehens. Da die Einnahmen durch Vermietung und Gastronomie die laufenden Kosten nicht decken, ist mit einem Zuschussbedarf von bis zu 390 000 Euro jährlich zu rechnen. Damit es dabei nicht bleibt, soll die Halle zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Kongresszentrum ausgebaut werden. Dies würde den Zuschussbedarf reduzieren, ist aber noch längst nicht im Detail geplant, und es hat dazu auch noch keine bindenden Beschlüsse gegeben. Das Frankfurter Architekturbüro, das die Sanierung der Halle geplant hat, kann sich gut vorstellen, dass sie später ein guter Standort für Konzerte oder kleine Messen ist.

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