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Kelkheim: Thomas Zellhofer sucht die besonderen Radwege

Der passionierte Radfahrer Thomas Zellhofer hat seine Idee von besonderen Radwegen in der Stadt jetzt vorgestellt. Die Resonanz war positiv.
Thomas Zellhofer ist in seinem Element: Mit dem Mountainbike ist er hier vorm Gagernhaus Hornau unterwegs. Foto: Knapp Thomas Zellhofer ist in seinem Element: Mit dem Mountainbike ist er hier vorm Gagernhaus Hornau unterwegs.
Kelkheim. 

Gestern waren die Wetterprognosen gut, und so schwang sich der Ruppertshainer Thomas Zellhofer mit Wonne auf sein Mountainbike. Allerdings nicht, ohne für ein Kreisblatt-Foto am Gagernhaus zu halten. Denn Zellhofer hat eine besondere Idee, die mit der berühmtesten Kelkheimer Familie in Verbindung steht: Er hat jetzt im Verkehrsausschuss die „Kelkheimer Gagern-Radrouten“ und den „Gagern-Radweg“ vorgestellt.

Den Tourismus fördern

Zellhofer sieht den Stadtteil Hornau „als eine der Wiegen deutscher Demokratie“. Hier im Hofgut hat die Familie von Gagern gewirkt und entscheidend zur ersten deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche beigetragen. Es gibt bereits den Gagernweg, den Besucher zu Fuß erkunden können. Doch Zellhofer möchte die Gagern-Stationen weiter spannen. Über den Siesmayer-Park in Liederbach und den Liederbach-Radweg möchte er die Gagern-Anlagen in Hornau anbinden. Er schlägt zwei Strecken vor: eine Gagern-Genussroute von Liederbach zum Rettershof über 25 Kilometer. Und die herausfordernde Gagernroute hoch zum Mannstein, wo die Brüder ihren berühmten Staufenschwur gesprochen haben und heute eine Tafel steht. Die Tour vom Gimbacher Hof rund um den Staufen ist zwar nur rund 15,5 Kilometer lang, hat es aber vom Höhenprofil her in sich. Als dritte Idee nennt Zellhofer die ambitionierte Atzelbergroute, die er aber nach dem Brand am Turm vorerst zurückgestellt hat.

Ein Ziel Zellhofers ist jedoch bereits „gestorben“: diese Strecken als Teil der Regionalparkroute zu realisieren. Dem Ansinnen musste Kjell Schmidt, Geschäftsführer der Regionalpark GmbH, bereits eine Absage erteilen. Gefördert werden nämlich nur Routen, die Landschaften miteinander vernetzen, sie „für Menschen erlebbar machen“. Das Kelkheimer Projekt führe aber nur durch Stadtgebiet, sei sehr lokal. Trotzdem will Schmidt die Tür für Kelkheim nicht schließen. Der Regionalpark hat aktuell ein Netz von rund 550 Kilometern, laut dem Geschäftsführer sind bis zu 1500 möglich. Rund um Kelkheim seien zwei Routen angedacht, aber noch nicht umgesetzt. Schmidt regt nun an, mit den Nachbarkommunen Königstein, Hofheim und Bad Soden ein Team zu bilden. Zwei Drittel der Kosten für Projekte entlang der Route übernimmt die Regionalpark GmbH, die Beschilderung wird komplett bezahlt. Und selbst für den Wegebau seien Zuschüsse vom Land Hessen sehr wahrscheinlich. Ein erster Schritt in diese Richtung sei eine Absichtserklärung der Kommunen, wobei Königstein bereits Interesse zeige, so Schmidt.

Bis nach Monsheim

Zellhofer hat kein Problem mit der Absage, er sieht die Projekte separat. Und erklärt, ihm sie bei einen Radtouren vor eineinhalb Jahren aufgefallen, dass die Regionalparkroute Kelkheim links liegen lässt. So kam er auf die Idee, die Familie von Gagern zu „vermarkten“.

Für seine Kelkheimer Routen rechnet er mit Kosten deutlich unter 75 000 Euro. Und er hat eine Vision: ein Gagern-Radweg über 100 Kilometer von Kelkheim über Frankfurt und die dortige Paulskirche bis Monsheim, wo die Gagern 72 Jahre im Schloss residierten. Strecken wie der Benedikt-Radweg sind ihm Vorbild.

(wein)

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