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Abschied von hpo: Trauer um Kreisblatt-Redakteur Hanspeter Otto

Der langjährige Kreisblatt-Redakteur starb vergangene Woche nach kurzer schwerer Krankheit.
Auf Friedhöfen können Angehörige trauern. Symbolfoto: dpa Auf Friedhöfen können Angehörige trauern. Symbolfoto: dpa

Er hätte mit seiner Frau Heidi gerne seinen Traum weitergelebt: jeden Sommer von April bis Oktober auf dem eigenen Boot in Holland unterwegs. Er hätte gerne erlebt, wie seine Tochter den Doktor der Chemie verliehen bekommt. Er wäre gerne häufiger mit seinem Volvo-Oldtimer am Rhein entlang gefahren und mit Heidi durch die Welt gereist. Und er hätte gerne noch ganz viel Zeit in seiner Patchwork-Familie und vor allem mit seiner „Enkelin“ Lorena (7) verbracht.

Hanspeter Otto † Bild-Zoom Foto: (FNP)
Hanspeter Otto †

All dies ist Hanspeter Otto, der erst vor wenigen Jahren in den Ruhestand gegangen ist, nicht mehr vergönnt. Der langjährige Redakteur beim Höchster Kreisblatt starb vergangenen Mittwoch im Höchster Uniklinikum im Alter von 67 Jahren.

Sein Beruf war Hanspeter Otto wichtig, er hat ihm stets Spaß gemacht. Dabei sah es erst mal gar nicht danach aus, dass er dem Rat seines Deutschlehrers, Journalist zu werden, folgen würde. Vielmehr zog er nach dem Abitur im sauerländischen Attendorn nach Düsseldorf, um dort Germanistik, Philosophie und einige Semester Psychologie zu studieren.

Das Berufsziel Lehrer gab er allerdings auf, als er beim Zentralrat der Juden in Deutschland, der seinen Sitz damals noch in Düsseldorf hatte, einen Semesterjob bekam. Dabei bekam er über den Jüdischen Pressedienst und die Allgemeine jüdische Wochenzeitung seinen ersten Kontakt zum Journalismus. Aus dem Job wurde eine Festanstellung.

1982 zog Hanspeter Otto nach Frankfurt, arbeitete für mehrere Zeitungen. 1987 wurde er schließlich Redakteur beim Höchster Kreisblatt. Sein Kürzel: hpo. Er war in seiner HK-Karriere für viele Bereiche zuständig und erarbeitete sich im MTK viel Anerkennung und Ansehen. Seine Berichte und Reportagen waren fundiert und trugen dazu bei, dass die Leser Kommunalpolitik nicht als langweilig einstuften.

Bei seinen Terminen war Hanspeter Otto am Hut, aber auch an seiner vollen grauen Lockenpracht zu erkennen. Schüler in Hofheim skandierten mal, als „hpo“ zur WM-Zeit vorüberlief: „Es gibt doch zwei Rudi Völler.“

Ottos Fußballer-Herz galt allerdings mehr dem FSV Mainz 05. Jahrelang besuchte er mit seiner Frau jedes Heim- und jedes Auswärtsspiel des „Karnevalvereins“. Das endete erst 2015 mit der Erfüllung seines Boot-Traums. Leider währte diese Erfüllung viel zu kurz.

(dmk)

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