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Bänke an Gräbern sorgen für Ärger: Trauernde sollen mitgebrachte Sitzgelegenheiten abräumen

Von Das Grünflächenamt geht dagegen vor, dass immer mehr Bürger auf dem Friedhof private Bänke an den Gräbern ihrer Angehörigen aufstellen. Es schlägt allerdings auch eine Alternative vor.
Eine weiße und eine braune Bank sind links und rechts dieses Grabes auf dem Höchster Friedhof aufgestellt worden. Das Grünflächenamt geht jetzt gegen diese Praxis vor. Foto: Maik Reuß Eine weiße und eine braune Bank sind links und rechts dieses Grabes auf dem Höchster Friedhof aufgestellt worden. Das Grünflächenamt geht jetzt gegen diese Praxis vor.
Höchst. 

Auf den Bänken an Gräbern auf dem Höchster Friedhof am Sossenheimer Weg hat die Friedhofsverwaltung des Grünflächenamts Aufkleber anbringen lassen – mit der Bitte an die Nutzer des Grabes, sich mit den Verantwortlichen in Verbindung zu setzen. Von „Wildwuchs“ spricht Thomas Bäder, beim Grünflächenamt zuständig für Friedhofsangelegenheiten – denn zum Teil stehen an den Gräbern Gartenstühle, weiße Plastikbänke aus dem Baumarkt und andere Sitzgelegenheiten, die nicht der Würde des Ortes entsprechen.

Betroffen sei vor allem das Gewann 1 des Höchster Friedhofs, sagt Bäder. „Zum Teil stehen bis zu drei Bänke an einem Grab.“ An rund 20 Bänken habe man nun Aufkleber angebracht. Zwei oder drei Hinterbliebene hätten bereits reagiert, worauf Friedhofsmitarbeiter beim Abtransport der beanstandeten Bänke geholfen hätten, sagt er: „Wir selbst haben eigenmächtig keine weggeräumt.“ So weit wolle die Friedhofsverwaltung zu dieser Zeit noch nicht gehen. Aber dass die weißen Plastikbänke und andere nicht adäquaten Sitzgelegenheiten weg müssen, ist für Bäder unstrittig: „Das entspricht nicht der Würde des Friedhofs.“

Dass an Gräbern Trauerarbeit geleistet werden muss, ist für Bäder selbstverständlich, und er weiß auch, dass viele ältere Menschen eine Sitzgelegenheit am Grab ihres geliebten Partners, Elternteils oder auch Kindes brauchen. „Da gibt es Lösungen“, sagt Bäder. Die Betroffenen sollten einfach die Friedhofsverwaltung ansprechen. Denkbar sei etwa, eine Patenschaft für eine der Bänke des Grünflächenamts zu übernehmen, die dann möglichst dicht am betreffenden Grab aufgestellt werde. Wer direkt am Grab sitzen möchte, könnte eventuell eine benachbarte Grabstätte dazupachten, um einen Standplatz zu haben. Eigenmächtig eine Bank am Grab aufzustellen, das werde nicht geduldet, betont Bäder: „Es ist in letzter Zeit so massiv aufgetreten, dass sich viele Leute wegen des Anblicks beschwert haben.“

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