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Anwohner kritisieren Abholzung: Umbau am Heimchenweg hat begonnen

Von Nach monatelangem Warten geht es auf der Baustelle des ehemaligen Mädchenwohnheims der Hoechst AG endlich voran. Anwohner ärgern sich zwar über zehn gefällte Bäume, sind aber froh, dass sich endlich etwas tut.
Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, dann können die ersten Mieter hier einziehen. Foto: Maik Reuß Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, dann können die ersten Mieter hier einziehen.
Unterliederbach. 

Aus dem früheren Mädchenwohnheim der Hoechst AG im Heimchenweg 78 wird ein Appartementhaus. Diese Nachricht ist zwar nicht neu, aber mittlerweile läuft tatsächlich auch der Umbau des Gebäudes. Wenn es nach dem Eigentümer, der börsennotierten Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen geht, wird zum Jahreswechsel 2018/19 alles fertig sein.

Das war lange unklar: Schließlich herrschte beim letzten Besuch dieser Zeitung Anfang Oktober vergangenen Jahres Baustopp auf dem Gelände – und das auch schon seit einem halben Jahr. Hintergrund war, dass in dem Gebäude Asbest gefunden wurde. Da die Deutsche Wohnen dann auch noch fälschlicherweise davon ausging, keine Baugenehmigung beantragen zu müssen, zog sich der Baustopp bis in den Herbst hinein. „Nun erwarten wir aber keine Verzögerungen mehr“, erklärt Deutsche-Wohnen-Sprecher Marko Rosteck.

Zehn Bäume gefällt

Anwohner der Nachbarhäuser wie Dieter Schnee freuen sich, dass „es vorwärts geht“. Er ist zudem froh, dass die derzeitigen besonders lauten Arbeiten im Winter erledigt werden, wenn er seine Fenster geschlossen hat. Und doch hat er sich jetzt „heftig aufgeregt“. Dabei ging es um zehn Bäume auf dem Grundstück am Heimchenweg, die gefällt wurden. „Darunter war Frankfurts schönster Blauglockenbaum“, sagt Schnee.

Rosteck bestätigt diese Fällungen. „Wir mussten die Bäume entfernen, um Platz für Feuerwehr-Aufstellflächen sowie Parkplätze und Fahrradstellflächen zu schaffen“, sagt er. Dies sei keine unternehmerische Entscheidung gewesen, sondern dazu sei man aufgrund baulicher Vorschriften verpflichtet. Der Deutsche-Wohnen-Sprecher verspricht, dass auf dem Grundstück zehn neue Bäume gepflanzt würden – als Ersatz.

87 Wohnungen

Dass wird Schnee aber nur bedingt beruhigen. „Das war vorher eine grüne Oase mit einer tollen Vogelwelt“, sagt er. Außerdem werden die neuen Bäume Jahre brauchen, um die Größe ihrer Vorgänger zu erreichen. Und die hatten aus Schnees Sicht noch eine weitere wichtige Funktion: „Jeder Baum hält Lärm von der Bahn ab.“

Zumindest der Baulärm soll nun aber im nächsten Jahr verschwunden sein. Dabei sieht die aktuelle Planung der Deutschen Wohnen mittlerweile mit 87 Ein- bis Zwei-Raum-Wohnungen zu jeweils 40 bis 50 Quadratmetern sogar zehn mehr vor als noch im Oktober. Sie entstünden aber nicht auf Kosten der ursprünglich vorgesehenen 77 Wohnungen, betont Rosteck. „Vielmehr haben wir in den weiteren Planungen zusätzliche Flächen als potenzielle Wohnungen erkannt, etwa ehemalige Küchen oder andere Funktionsflächen.“

Die Deutsche Wohnen investiert dafür 5,5 Millionen Euro am Heimchenweg. Zur künftigen Miethöhe kann Rosteck noch nichts sagen. Dies wird noch bis Ende des Jahres dauern. Allerdings sagte er schon im Oktober: „Wir bauen weder Sozial- noch Luxuswohnungen. Wir werden an die Mittelschicht vermieten.“

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