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ZING: Und wofür geben Sie Ihr Geld aus?

Das liebe Geld hat die Mädchen und Jungen der Klasse 4 b der Robert-Blum-Schule in Höchst und ihre Lehrerin Gülnar Salur beschäftigt. Beim Projekt „Zeitung in der Grundschule“ (ZING) lesen die Viertklässler drei Monate das Höchster Kreisblatt und sie berichten auch selbst in der Zeitung. Hier ist nun zu lesen, was sie bei ihren aufwendigen Recherchen herausgefunden haben.
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Höchst. 

Wofür geben Schüler der Robert-Blum-Schule ihr Geld aus? Diese Frage interessierte die ZING-Reporter. Deshalb sind Anela, Damla, Sahra, Ali, Arnel, Amir, und Youli aus der Klasse 4 b dieser Frage nachgegangen. Dafür haben sie 107 Mädchen und Jungen an ihrer Schule befragt.

Als Erstes hat die Gruppe einen Fragebogen mit acht Fragen entworfen, am Computer abgetippt und in den Klassen verteilt. Zuerst wollten die Reporter herausfinden, wie viel Taschengeld ihre Mitschüler bekommen. Damla berichtet: „77 der befragten Kinder bekommen Taschengeld und 30 von ihnen bekommen kein Taschengeld.“

Youli und Anela wundern sich über das Ergebnis. Sie haben geschätzt, dass weniger Kinder Taschengeld bekommen. Anela ist überrascht und sagt: „So viele bekommen Taschengeld, das hätte ich nicht gedacht. Ich bekomme nur ganz selten von meinen Eltern Taschengeld. Aber wenn ich etwas brauche, dann kaufen sie es mir.“ Die meisten Schüler bekommen pro Woche unter 5 Euro Taschengeld, nämlich 42 Schüler (siehe Säulendiagramm rechts).

Außerdem wollte die Gruppe herausfinden, wofür die Schüler ihr Taschengeld ausgeben. Die Umfrage hat ergeben: Viele Kinder sparen auf ein neues Handy, auf Klamotten, ein Haustier, Autos und Spielsachen hin. Fast alle Schüler haben angegeben, dass sie sich mit ihrem Geld ein elektronisches Spielgerät, wie zum Beispiel ein Handy, Computerspiele, eine X-Box One, eine Playstation 4, eine Wii oder etwas ähnliches kaufen würden. Nur wenige Schüler würden Schulsachen kaufen.

Die Kinder in früheren Zeiten haben für ganz andere Dinge ihr Geld ausgegeben. Was das damals war, auch dieser Frage wurde nachgegangen. Alishba, Kathrin, Diluxija, Imad und Bilal haben eine Umfrage bei Lehrkräften der Robert-Blum-Schule gestartet.

Die befragten Lehrer haben ihr Geld als Kind für verschiedene Dinge ausgegeben, zum Beispiel für Naschsachen. Lehrerin Lenze, Klassenlehrerin der Klasse 4 d, berichtet im Interview, dass sie von ihren Eltern eine Deutsche Mark pro Woche Taschengeld bekommen hat, weil man damals noch nicht mit Euro bezahlt hat. Das entspricht heute ungefähr 50 Cent. Jörg Sengeisen, Klassenlehrer der Klasse 4 a, erzählt, dass er als Kind von seinen Eltern Taschengeld bekommen hat: und zwar 50 Pfennig pro Woche (das entspricht heute 25 Cent). Sein Lieblingsspiel als Kind war „Die Siedler von Catan“.

 

50 Cent Taschengeld

 

Sehr viele Lehrer und Lehrerinnen haben noch Spielzeuge aus ihrer Kindheit aufbewahrt, zum Beispiel ein Puzzle oder einen Teddybären. Patricia Swierczynski berichtet, dass ihr Lieblingsspielzeug eine Puppe namens „Emilia“ war, die sie immer noch besitzt. Viele Lehrer haben in ihrer Kindheit aber auch gar kein Taschengeld bekommen, obwohl sie sich viele Spielzeuge gewünscht haben. Die haben sie aber dann oft von ihren Eltern geschenkt bekommen.

Die Lehrerinnen Golonka, Kohnert, Möller, Ackerstaff, Block und Doymus und die Lehrer Häberle, Gleim und Yalcin kauften als Kinder unter anderem Süßigkeiten, Eis, Sticker und Zeitungen. Heute geben sie ihr Geld vor allem für Miete, für Lebensmittel und für Urlaube aus.

Bilal träumt davon, von seinem selbst verdientem Geld später in Amerika ein eigenes Haus zu bauen. ,,Ich will bei einer Bank arbeiten“, sagt Imad. Kathrin erzählt: „Ich will eine Ärztin oder eine Tanzlehrerin werden.“ Wenn Alishba und Diluxija älter sind und ihr eigenes Geld verdienen, wollen sie gemeinsam einen Urlaub in Paris verbringen. Sie sagen: ,,Wir wollen Paris genauer kennenlernen und den Eiffelturm sehen und dabei viel Spaß haben.“

Und wofür geben Sie Ihr Geld aus?

Anela Avdagic, Damla Caliskan, Sahra Ismail, Ali Aliev, Amir Karim, Arnel Vrcic, Youli Chen, Alishba Cheema, Kathrin Müller, Diluxija Ravi, Imad Rkiouak und
Bilal Atschekzei

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