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350.000 Euro Sachschaden: Ursache für Altstadtbrand in Hochheim noch unklar

Von Der Brand in einem Altstadthaus an der Rathausstraße stellt die Feuerwehr vor extreme Herausforderungen: Sogar die Höhenrettungsabteilung des Kreises musste angefordert werden.
Die Einsatzkräfte musste Leitern an das Gebäude anlegen und mit Schläuchen auf die Dächer steigen. Um die Helfer bei diesem Unterfangen zu unterstützen, forderte die Feuerwehr die Höhenrettungsabteilung des Main-Taunus-Kreises an. Foto: Hans Nietner Die Einsatzkräfte musste Leitern an das Gebäude anlegen und mit Schläuchen auf die Dächer steigen. Um die Helfer bei diesem Unterfangen zu unterstützen, forderte die Feuerwehr die Höhenrettungsabteilung des Main-Taunus-Kreises an.
Hochheim. 

Hochheim verfügt über eine hervorragend erhaltene Altstadt. Die engen Gassen mit ihren dicht aneinander gereihten Häusern bilden eine beschauliche Kulisse für das Weinfest und den Hochheimer Weihnachtsmarkt. Am Mittwoch entwickelte sich die besondere Struktur des historischen Stadtkerns allerdings zu einer Herausforderung für die Rettungskräfte. Ein Brand in der Rathausstraße 7 verlangte der Feuerwehr Löscharbeiten unter erschwerten Bedingungen ab. Sogar die Höhenretter des Main-Taunus-Kreises mussten eingeschaltet werden.

Ehemalige Scheune

Kurz nach der Alarmierung um 17.03 Uhr war für die Brandschützer klar, dass die Bekämpfung der Flammen nicht leicht fallen würde. Bei dem brennenden Gebäude handelte es sich um eine ehemalige Scheune, die zum Wohnhaus umfunktioniert wurde. Schwierig gestalteten sich die Löscharbeiten vor allem dadurch, dass der betroffene Bau nicht an die Straße grenzt. Die frühere Scheuer steht mitten auf dem Grundstück, die Toreinfahrten sind mit anderen Gebäudeteilen überbaut. Die dichte Bebauung der Altstadt und parkende Autos in den Gassen seien ein Problem gewesen, erklärt Stadtbrandinspektor Frank Schuhmacher. Es habe nur wenige Abstellmöglichkeiten für die Einsatzfahrzeuge gegeben.

Übergriff verhindern

Priorität der Einsatzkräfte sei es gewesen, den Übergriff des Brandes auf benachbarte Gebäude zu verhindern, erläutert Schuhmacher. Polizeisprecher Markus Hoffmann berichtet, dass die Nachbargrundstücke geräumt wurden. Damit sich das Feuer nicht in der Altstadt ausbreitet, löschten die Feuerwehrleute zuerst im Randbereich des brennende Wohnhauses. Anfangs habe sein Team außerdem Wasser auf die Nachbarhäuser gespritzt, um die Gefahr eines Übergreifens zu verringern, sagt Frank Schuhmacher.

Die Rettungsarbeiten in den engen Gassen der Altstadt stellen die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Die Ursache des Wohnhausbrands an der Rathausstraße ist noch unklar. Bild-Zoom Foto: Hans Nietner
Die Rettungsarbeiten in den engen Gassen der Altstadt stellen die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Die Ursache des Wohnhausbrands an der Rathausstraße ist noch unklar.

Aufgrund der beengten Situation konnten die Einsatzkräfte nicht wie gewohnt mit ihrer Drehleiter löschen. Die Helfer musste Leitern an das Gebäude anlegen und mit Schläuchen auf die Dächer steigen. Um die Aktiven bei diesem Unterfangen zu unterstützen, forderte die Feuerwehr die Höhenrettungsabteilung des Main-Taunus-Kreises an. Die Experten sicherten die Hochheimer Brandschützer mit Seilen.

Gegen 22.30 Uhr hatte die Einsatztruppe das Feuer gelöscht und ein Ausbreiten erfolgreich verhindert. Stadtbrandinspektor Schuhmacher schätzt den Schaden auf rund 350 000 Euro. Neben dem Haus, in dem der Brand ausbrach, seien zwei Wohnungen in einem Nachbargebäude von Rauch und Ruß betroffen. Insgesamt waren Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mit rund 80 Einsatzkräften vor Ort. Es kamen keine Personen zu Schaden. Die Bewohner des Hauses befanden sich im Urlaub und wurden telefonisch über informiert. Da das Haus derzeit unbewohnbar ist, kamen sie bei Verwandten unter.

Frank Schuhmacher zieht einen technischen Effekt als Auslöser des Feuers in Betracht. Die Polizei ermittelt derzeit noch, was die Brandursache gewesen ist. „Der ursprünglich für Donnerstag anberaumte Untersuchungstermin mit einem Sachverständigen musste um einen Tag verschoben werden“, sagt Polizeisprecher Markus Hoffmann.

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