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Großes Interesse: Viele Ideen zum Baugebiet Quartier Marxheim II

Von Viele Ideen haben die Hofheimer Bürger für das geplante Baugebiet Marxheim II. Aber die Gegner organisieren sich auch schon.
Diese Luftaufnahme zeigt, wo das Baugebiet in Hofheim-Marxheim liegt. Dort sollen Wohnungen entstehen. Grafik: Stadt Hofheim/FNP DuP Diese Luftaufnahme zeigt, wo das Baugebiet in Hofheim-Marxheim liegt. Dort sollen Wohnungen entstehen. Grafik: Stadt Hofheim/FNP DuP
Marxheim. 

Bürgermeisterin Gisela Stang war nach Ende der Informationsveranstaltung in der Stadthalle sichtbar erleichtert. „Ich weiß, dass viele gekommen sind, weil sie grundsätzlich dagegen sind“, hatte die Rathauschefin anfänglich erklärt. Geht man aber nach den vielen Karten mit Vorschlägen und Bedenken, die am Ende an den Stellwänden angeheftet waren, so gibt es auch viele Befürworter des Baugebietes, in dem auf 28 Hektar Fläche bis zu 1400 Wohnungen für maximal 3100 Einwohner gebaut werden sollen. Auch Stadtplaner Torsten Becker, der den Rahmenplan für das Quartier ausarbeiten soll, zeigte sich angenehm überrascht von der Zahl der positiven Reaktionen.

Das Interesse an dem Thema ist jedenfalls groß, deutlich mehr als 300 Hofheimer waren in die Stadthalle gekommen. Und die Organisatoren der Veranstaltung hatten diese geschickt geplant – dass es vor allem um die Meinung der Bürger gehen sollte, wurde nicht nur wiederholt gesagt, sondern dies wurde auch dadurch demonstriert, dass man fast von Anfang an Karten mit Vorschlägen und Stellungnahmen abgeben konnte. Die Besucher machten davon reichlich Gebrauch.

Freie Aussicht

Dabei ist klar, dass nicht ale Vorschläge am Ende realisiert werden, schon weil sie sich gegenseitig ausschließen. Die einen wollen gar nicht bauen, aus den unterschiedlichsten Gründen, oft geht es um Naturschutz, die freie Aussicht, um den Erhalt landwirtschaftlicher Flächen. Andere möchten, dass gebaut wird. Wie man den Widerstand „sogenannter Naturschutzverbände“ überwinden könne, sorgt sich ein Hofheimer, es könne größere Hindernisse geben.

Geht man nach den Karten an den Stellwänden, sind die Kritiker aber in der Minderheit. Nach deren Einschätzung ist dieser Eindruck allerdings nicht ganz richtig. Gesteuert worden sei dies, kritisiert Beate Brüggemeier, die zu einer Bürgerinitiative gehört, die sich wegen des Baugebietes in Marxheim gebildet hat. So habe man bei der Verlesung der bei der Moderation abgegebenen Karten ablehnende Stimmen sehr zu deren Verärgerung nicht berücksichtigt.

Nicht unter Wert

Es lässt sich erahnen, dass Hofheim eine heftige Debatte über dieses Baugebiet bevorsteht. In der Stadtverordnetenversammlung gibt es eine breite Mehrheit für das Baugebiet. Man kann gespannt sein, wie die Parteien mit dem Widerstand umgehen und ob das Thema im beginnenden Bürgermeisterwahlkampf eine Rolle spielt.

Beim Blick auf die Kartensammlung fällt auf, dass es eine Abneigung gegen Bauträger und Investoren gibt. Die Hofheimer sollten ein Vorkaufsrecht haben, wurde gefordert, und die Eigentümer sollten ihre Grundstücke nicht unter Wert herausrücken müssen. Es wurde die Kritik laut, dass diese überhaupt noch nicht einbezogen wurden. Erster Stadtrat Wolfgang Exner verteidigte dies mit den Worten, dass es noch viel zu wenige Fakten gebe, die für die Eigentümer wichtig seien. Die Gespräche sollen jetzt aber geführt werden.

Es fällt auch auf, dass die Hofheimer sehr viele Ideen zu dem Baugebiet haben. Kein autogerechtes Quartier, aber moderne Mobilitätskonzepte und eine Radfahrerbrücke über die Bahn, so ist mehrfach zu lesen. Ein Treffpunkt soll her und Einkaufsmöglichkeiten – Dinge, die auch nach Einschätzung der Planer in Marxheim fehlen. „Vielleicht eröffnet Marxheim II neue Chancen“, warb Bürgermeisterin Stang. Viel Grün und viel Aufenthaltsqualität, das stellt sich auch Planer Torsten Becker vor. Streuobstwiesen, Pferdewiesen, Parks, Minigolfanlage, Kleingärten, Freibad – dazu gibt es zahlreiche Ideen. Schnelle Internetanbindung, ausreichend Kindergartenplätze – viele Wünsche beziehen sich auf die Infrastruktur. Vollständig ist diese Aufzählung nicht.

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