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Wallau bläst zur zweiten Demo

Während die Interessengemeinschaft "Wallauer für Wallau" ihre nächste Protestaktion vorbereitet, weist die Bürgermeisterin die Zahlenspiele der Organisatoren zurück.
Wallau. 

Die Bürgerinitiative operiert seit ihrer Gründung mit dem immer gleichen Argument, der Stadtteil werde dauerhaft benachteiligt. Dafür werden Zahlen ins Feld geführt: Aus Wallau seien in den vergangenen zehn Jahren 50 Prozent der Hofheimer Gewerbesteuereinnahmen gekommen. Von den Investitionen seien im gleichen Zeitraum nur 0,7 von 27 Millionen Euro nach Wallau geflossen, das sind 2,6 Prozent.

Bürgermeisterin Gisela Stang wehrt sich allerdings gegen die Kritik, dies sei ungerecht. Die Stadtverordnetenversammlung investiere, wo es notwendig sei. Betrachte man die Investitionen über einen größeren Zeitraum, kämen in Wallau noch ein Kindergarten und die Dorferneuerung dazu. Eine weitere Kindertagesstätte sei gemietet und nicht selbst gebaut worden- andernfalls ließe sich das noch zu den Investitionen rechnen. Demnächst stünden noch Arbeiten am Feuerwehrhaus und am Rezepturhof an. Dass man auf größere Investitionen an der Ländcheshalle in den vergangenen Jahren verzichtet habe, versteht sich für Stang angesichts der langen Debatte über die Halle von selbst.

Trotzdem wird Stang am Samstag, 2. März, an der Ländcheshalle die mehr als 3000Unterschriften entgegennehmen, die die Interessengemeinschaft gesammelt hat. Die Demonstration soll um 14.30Uhr am Festplatz beginnen, die Bürgermeisterin hat ihr Kommen für 15.30 Uhr angekündigt. Die IG fordert bekanntlich, dass die Stadt die derzeitigen Hallenkapazitäten unabhängig davon erhält, in welchem Umfang sich der Turnverein an der Investition beteiligt.

Nach Berechnungen der IG nämlich würde die Realisierung der so genannten Basislösung - eine Dreifeldhalle - bedeuten, dass die Stadt die Investition komplett durch Zuschüsse, Grunderwerbsteuer und den Verkauf des derzeitigen Hallengrundstückes finanzieren kann. Von dieser Kalkulation hält Gisela Stang gar nichts. Erstens nämlich stünden die Kosten noch gar nicht fest - der Magistrat hat gerade ein Architekturbüro mit Vorplanungen beauftragt, erst dann könne man eine Schätzung abgeben. Zweitens aber seien auch die Einnahmen nur schwer zu kalkulieren. Möglicherweise könne man gar nicht das ganze Hallengrundstück verkaufen, sondern brauche einen Teil davon für Parkplätze, so die Rathauschefin zum Kreisblatt. Und die Grunderwerbssteuer fließe an das Land. Stang: "Von einem Überschuss zu sprechen, wo man weder die Einnahmen noch die Ausgaben fest hat, ist eine sehr gewagte These."bt

(Manfred Becht)
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