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Wallau ruft zur Demonstration

Am Samstag will die Interessengemeinschaft "Wallauer für Wallau" in Hofheim protestieren.
Wallau. 

Wallauer haben eine Rechnung aufgemacht. In den letzten zehn Jahren habe die Stadt Hofheim in Wallau pro Einwohner 166 Euro investiert, im Rest der Stadt seien es 750 Euro pro Kopf gewesen. Im gleichen Zeitraum hätten Wallauer Betriebe 77 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer zum Hofheimer Haushalt beigetragen, aus dem gesamten Rest der Kreisstadt seinen 83 Millionen Euro gekommen. Das könne so nicht weiter gehen, findet die Interessengemeinschaft "Wallauer für Wallau".

Die IG veranstaltet daher am kommenden Samstag, 19. Januar, eine Demonstration vor dem Hofheimer Rathaus. Beginnen soll diese symbolhaltig um 11.55 Uhr – es ist, wie die Wallauer damit sagen wollen, fünf vor zwölf. Konkret geht es ihnen um den geplanten Neubau der Ländcheshalle. Soll es mehr als eine einfache Dreifeldhalle werden, so hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, muss sich der TV Wallau beteiligen. Das aber passt der IG nicht – sie fordert, dass die derzeitigen Kapazitäten erhalten und möglichst sogar noch ausgebaut werden.

Seit Beginn des Jahres läuft im Ort bereits eine Aktion "Wallau zeigt Flagge", die das gleiche Ziel verfolgt. Die IG zieht eine positive Bilanz: "In ganz Wallau sieht man Fahnen mit Wallauer Wappen aus den Fenstern, von Balkonen oder an Masten hängen, die Fahnen sollen Gemeinsamkeit symbolisieren und am Tag der Demo mit nach Hofheim gebracht werden." Außerdem habe man 1800 Unterschriften gesammelt, heißt es in einer Pressemitteilung der Interessengemeinschaft.

Allerdings sind deren Aktivitäten nicht ganz unumstritten. Manche Wallauer wundern sich, dass diese Initiative ausgerechnet jetzt kommt, wo die Stadt und der Turnverein Wallau, der Hauptnutzer, endlich in Verhandlungen über eine Beteiligung des Vereins eingestiegen sind. Diese Irritationen gehören auch zu den Gründen des Rücktritts von drei Vorstandsmitgliedern des Vereinsrings.bt

(Manfred Becht)
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