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Wallauer proben den Aufstand

Auch wenn jetzt erste Schritte unternommen werden – der Neubau der Ländcheshalle sorgt noch immer für Unruhe im Stadtteil.
Zu später Stunde hielten die Demonstranten ihre Protestplakate hoch, rollten sie aber nach einer Ermahnung von Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater sofort wieder ein.	Foto: Knapp Zu später Stunde hielten die Demonstranten ihre Protestplakate hoch, rollten sie aber nach einer Ermahnung von Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater sofort wieder ein. Foto: Knapp
Hofheim. 

Die Demonstranten mussten gut zweieinhalb Stunden warten, bis sie gegen Ende der Stadtverordnetensitzung doch noch ihre Transparente ausrollen konnten. Eine Gruppe "Wallauer für Wallauer" hatte die Worte "Volksaufstand" und "Hofheim kein Geld? Nur nicht für Wallau" auf die Transparente gemalt. Auf den Hinweis von Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater, Demonstrationen seien in der Sitzung nicht erlaubt, rollten sie die Transparente brav wieder ein und entschuldigten sich. Hinter der Aktion steckt die "Interessengemeinschaft Wallauer für Wallauer", die sich am 12. November gegründet hat und sich nicht nur, aber vor allem um die Sportstätten in Wallau kümmern will. Das war wenige Tage nach der außerordentlichen Hauptversammlung des TV Wallau, in der die Mitglieder mit sehr großer Mehrheit beschlossen haben: "Der TV Wallau ist grundsätzlich bereit, sich an den Bau- und/oder Betriebskosten beim Erhalt bzw. der Ersatzerrichtung der vorhandenen Sportstätten (Ländcheshalle, Schulturnhalle, Sportplatz) in einer wirtschaftlich zumutbaren Weise im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten zu beteiligen." Darüber, so der Beschluss weiter, solle der Vorstand nun mit der Stadt konkret verhandeln.

Die Stadtverordnetenversammlung hat am Mittwochabend in ihrer letzten Sitzung im Jahr zum einen den Beschluss des TV Wallau offiziell zur Kenntnis genommen, zudem, gegen die Stimmen der Grünen, beschlossen, dass die neue Ländcheshalle auf dem Gelände der Taunusblickschule gebaut wird. Dazu hat das Parlament einstimmig einen Antrag der FWG angenommen, dass der Magistrat nach der Sommerpause dem Parlament von den Gesprächen berichten soll, damit die Stadtverordneten dann abschließend abstimmen können.

Einstimmig ist das Parlament auch der Ansicht, dass es nur ein kleines "Basisprogramm" in Form einer Dreifeldhalle geben wird, wenn es zu keiner gemeinsamen Lösung zwischen Stadt und TV kommt. Cornelia Koall (SPD) formulierte, was durchweg wohl die meisten dachten: "Endlich bewegt sich was, endlich gibt es die ersten Schritte." Marianne Knöss (Grüne) meinte allerdings: "Da gibt es immer neue, immer mehr Fragen, das wird immer verwirrender."

So wirklich verwirrend dürfte es aber werden, wenn die IG "Wallauer für Wallauer" richtig loslegt. Sie will alle Vereine hinter sich bringen und dafür kämpfen, mindestens die derzeitigen Hallenkapazitäten in Wallau zu erhalten, möglichst aber noch mehr zu schaffen, damit es ausreichend viele Sport- und Trainingsmöglichkeiten im Ort gibt. Wo die entstehen sollen, ist noch offen, und über eine finanzielle Beteiligung wollen die IGler offensichtlich erst gar nicht reden. Wallau zahle 47 Prozent der Hofheimer Gewerbesteuer und aus Hofheim sei noch nichts zurückgekommen, heißt es aus Kreisen der IG. Damit wäre die Diskussion um die Halle um Jahre zurückgeworfen. Die "vereins- und politikungebundene" Gruppe werde sich künftig verstärkt um Wallauer Interessen kümmern, kündigte sie an und sagte dabei auch gleich, dass sie am 19. Januar vor dem Hofheimer Rathaus für ihre Interessen demonstrieren wird.hpo

(Hanspeter Otto)
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