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Was wird aus der alten Eppenhainer Grundschule?

Diese Frage hat der Kreis noch nicht beantwortet – und schon schießen Gerüchte ins Kraut.
Was wird aus der alten Eppenhainer Schule? Die Antwort ist noch offen. Foto: Hans Nietner Was wird aus der alten Eppenhainer Schule? Die Antwort ist noch offen.
Eppenhain. 

Schon während des Umzugs der Rossert-Schüler ins neue Haus nach Ruppertshain grübelten einige Kiebitze: Was wird dann künftig aus dem alten Schulgelände? Und kaum sind die Räume leer gefegt, schießen die ersten Gerüchte ins Kraut: Da ist dann die Rede von rund 80 männlichen Flüchtlingen, die in den Containern der alten Schule Platz finden sollen. Oder von jungen, unbegleiteten Asylbewerbern, für die es am Schulweg nun ein zweites Domizil in Eppenhain geben könnte.

Der Main-Taunus-Kreis kann als Eigentümer weder das eine noch das andere bestätigen oder dementieren. „Wir sind wegen des alten Rossert-Standorts in der Prüfung“, teilt Kreishaus-Sprecher Johannes Latsch auf Anfrage mit. „Unter anderem prüfen wir, ob sich die bauliche Substanz für Umbauten eignet.“ Und dann gibt es doch einen kleinen Fingerzeig: „Zu den geprüften Optionen gehört in der Tat die Unterbringung unbegleiteter, minderjähriger Flüchtlinge, es gibt aber noch andere Varianten“, sagt Latsch und stellt klar: „Der Kreis will das Gebäude jedenfalls weiter nutzen, und zwar für soziale Zwecke.“

Die Eppenhainer werden diese Aussage mit gemischten Gefühlen empfangen. Einerseits können sie verstehen, dass erst geprüft werden muss, in welchem Zustand vor allem das alte Schulhaus ist und wie es dann optimal genutzt werden kann. Andererseits gibt es nicht wenige Bürger, sie sich über die brodelnden Gerüchte ärgern. Eine Stimmungsmache mit Blick auf die Flüchtlinge sei nicht in Ordnung, ist da zu hören. Daher ist es den Eppenhainern wichtig, „dass der Kreis Klartext redet“, wie eine engagierte Bürgerin erklärt, die ihren Namen aber lieber nicht in der Zeitung lesen möchte. Die Betreuung von jungen Flüchtlingen hätte sicher Vorteile: Damit hat der Kreis im Ort bereits Erfahrungen gesammelt. Die Lage weit weg vom nächsten Supermarkt oder vom Hofheimer Kreishaus fällt hier nicht so ins Gewicht wie vielleicht bei Familien oder Erwachsenen. Diese müssten dann regelmäßig mit dem Bus zum Einkaufen oder zu Behördengängen fahren.

Verworfene Ideen

Andere Ideen für das Schulgelände in Eppenhain wären damit aber vorerst einmal vom Tisch. Zunächst hatte die Stadt Kelkheim überlegt, ob sie das Haus übernehmen soll. Als Nutzung war mal ein Künstlertreff in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule im Gespräch, auch ein Lokal war Thema. Ende 2014 stand das Projekt auf der Tagesordnung der Kelkheimer Stadtverordneten. Die Kommune befasste sich damit, Planungsrecht für drei neue Wohngebäude rund ums alte, um 1930 errichtete und erst jetzt unter Denkmalschutz gestellte Schulhaus zu schaffen. Doch der Denkmalschutz hatte mit der Gruppierung der Häuser Bauchschmerzen. Er schlug stattdessen eine andere Anordnung und die Reaktivierung des früheren Turnplatzes vor. Es sollten Gespräche folgen – doch die aktuelle Entwicklung rund ums Thema Flüchtlinge hat die Verantwortlichen nun überholt. So sind die Wohnhäuser aktuell gar kein Thema mehr.

(wein)
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