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Wenn Eppo das wüsste...

Hier schreibt die Klasse 4 a der Robert-Blum-Schule Höchst (Klassenlehrer Jörg Sengeisen).
Dass die Eppsteiner Burg heute aussieht wie eine Ruine, haben die Eppsteiner selbst zu verantworten. Sie haben sich irgendwann die Steine der Burg geholt, um sie in ihren Häusern zu verbauen. Dass die Eppsteiner Burg heute aussieht wie eine Ruine, haben die Eppsteiner selbst zu verantworten. Sie haben sich irgendwann die Steine der Burg geholt, um sie in ihren Häusern zu verbauen.
Eppstein. 

Die Burg Eppstein sieht von unten aus wie eine kleine Ruine hoch oben über der kleinen, alten Stadt. Von weitem sichtbar ist der 25 Meter hohe Turm, der „Bergfried“. Die ältesten Teile der Burg sind über 1000 Jahre alt. Zerstört wurden große Teile der Eppsteiner Burg nicht etwa von Eroberern, sondern von den Eppsteinern selbst. Das war vor ungefähr 200 Jahren: Als dort niemand mehr wohnte, nahm man die Steine zum Ausbauen der Häuser im Dorf.

Mit den Steinen der Burg konnten die Eppsteiner zum Beispiel Keller für ihre Häuser bauen, die es bei den Holzhäusern, genannt Fachwerkhäuser, zuerst nicht gab. Damit waren die Häuser besser vor Überschwemmungen geschützt.

Genauer betrachtet ist das Dorf Eppstein schon seit rund 700 Jahren eine Stadt. König Ludwig der Bayer erteilte ihr das Stadtrecht. Das war deshalb so wichtig, weil man nur als Stadt einen eigenen Markt veranstalten durfte.

Ein Gebäude auf der Burg wurde nicht als Steinbruch benutzt. Es steht noch heute und war viele Jahre eine katholische Kirche, bis 1903 die neue, große Kirche unten am Rand der Stadt gebaut wurde. In dem Haus auf der Burg befindet sich heute ein Museum.

 

Blick bis Königstein

 

Steigt man die 144 Stufen auf den Bergfried hinauf, kann man Richtung Norden, weit hinten über dem Wald, eine weitere Burgruine entdecken: die Burg Königstein. Vom Turm aus hat man auch einen tollen Überblick über die Stadt.

Der Brunnen vor dem Eingang zum Burgmuseum ist 25 Meter tief. Wenn es darin mal kein Wasser gab, mussten die Leute unten im Dorf am nahe gelegenen Bach Wasser holen. Der Bach heißt „Schwarzbach“. Das kommt daher, dass die Menschen dort in der Nähe Leder hergestellt haben und schmutziges Wasser in den Bach geleitet haben. Ihren Namen haben die Stadt Eppstein und die Burg vermutlich einem Grafen namens Eberhard zu verdanken. Der wurde damals mit Spitznamen Eppo genannt. Die Burg steht also auf „Eppos Stein“. Dass die Burg auf einem Fels steht, sieht man auch an dem holprigen Weg, wenn man durch das große Tor hineingeht. Vielleicht ist der Fels der Grund, dass es keine Geheimgänge in der Burg gibt.

In dem Burgmuseum kann man unter anderem sehen, wie früher das Brot gebacken wurde. Der große Ofen dort erinnert ein bisschen an einen Pizzaofen. Es gibt auch ein Modell, bei dem man sehen kann, wie die Burg früher einmal ausgesehen hat, als sie noch keine Ruine war. Weil es auf der Burg so schön ist, finden heutzutage oft auch Hochzeiten dort statt. Wer die Burg besuchen möchte, kann das jeden Tag (außer Montag) von 10 bis 17 Uhr tun, mittwochs sogar bis 18 Uhr. Das Burgmuseum hat mittwochs von 16 bis 18 Uhr, samstags von 14 bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Kinder 1 Euro, für Erwachsene 3 Euro.

Angelika Schaubert, Asmithaa Mahinthan, Prothom Khan, Christian Emmerich, Spogmay Nur, Ramune Tenisone, Hannah Siegel, Princess Asemota

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