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Feuer in Kelkheim: Wieder Brandstiftung? Zwei Feuer binnen zehn Minuten

Die ermittelnden Beamten sind nach Auskunft eines Polizeisprechers derzeit aber der Ansicht, dass die Fälle nicht auf das Konto des Kelkheimer Feuerteufels gehen. Der Schaden liegt bei mehreren tausend Euro, verletzt wurde zum Glück niemand.
Feuerstelle: Der große schwarze Fleck deutet an, in welchem Ausmaß es am Waldrand vom Hornauer Reis ebenfalls am Sonntag gebrannt hat. Foto: Stephan Armagni Feuerstelle: Der große schwarze Fleck deutet an, in welchem Ausmaß es am Waldrand vom Hornauer Reis ebenfalls am Sonntag gebrannt hat.
Kelkheim. 

Die „Frage aller Fragen“ hätten sich die Feuerwehrleute nach den zwei Bränden am Sonntagabend auch sofort wieder gestellt, sagt Stephan Armagni. Der Sprecher der Kelkheimer Feuerwehr hat selbst noch keine Antwort darauf, ob der Feuerteufel nach einigen Wochen Pause mal wieder unterwegs gewesen sein könnte. In einem Fall laufe es auf Brandstiftung hinaus, ergänzt er noch. Die Polizei ermittle nach beiden Bränden auch in diese Richtung, teilt deren Sprecher Daniel Kalus-Nitzbon mit. Allerdings sähen die ermittelnden Kollegen der AG Brand „grundsätzlich keinen Zusammenhang mit dem Serientäter“, macht er deutlich. Allein schon die Tatorte passten nicht ins bisherige Schema. Der Feuerteufel wütete meist in Kelkheim-Mitte.

 

Grillrost entdeckt

 

Kurz vor 18 Uhr brannte es aber fast zeitgleich in Fischbach zwischen der Straße „Am Reis“ und dem Rettershof sowie auf einem Feldstück am Klosterberg. An der Königsteiner Straße stand ein Gebüsch gegenüber der Einfahrt zum Kloster in Flammen. „In Bereich der heruntergebrannten Stelle konnten Glasscherben und ein Grillrost festgestellt werden. Noch ist nicht bekannt, inwieweit diese Gegenstände im Zusammenhang mit der Entstehung des Feuers stehen“, teilt die Polizei mit.

Noch während der laufenden Löscharbeiten wurde den Rettungskräften ein zweiter, größerer Brand gemeldet. Hinter dem „Reis“ brannte ein freies Waldstück mit frischen Tannen-Setzlingen (wir berichteten). „Auf Grund der Trockenheit breiteten sich die Flammen sehr schnell aus, am Ende wurden rund 400 Quadratmeter Wald und Wiese durch das Feuer beschädigt. Der Brand ging vermutlich von mehreren Zeitungen aus, welche auf bislang unbekannte Art und Weise in Brand geraten waren“, heißt es im Polizeibericht.

 

Regen hilft erst spät

 

In beiden Fällen konnte die Feuerwehr die Flammen schnell löschen. Allerdings musste Verstärkung aus Hofheim und Bad Soden geordert werden. „Es hätte früher regnen können“, sagt Armagni. Es entstanden mehrere tausend Euro Sachschaden, verletzt wurde niemand. Da in den beiden Fällen Brandstiftung derzeit nicht als Ursache ausgeschlossen werden kann, hat die Kriminalpolizei Hofheim die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0 61 92) 20 79-0 bei den Beamten zu melden.

(wein)
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