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Pläne zur Gestaltung: Wird das Rathaus neu gebaut oder saniert?

Von Im nächsten Jahr sollen grundsätzliche Entscheidungen zur Ortsmitte Vockenhausen fallen. Helfen soll ein Gutachten über ein Zustand des Rathauses.
Der Rathausplatz in Vockenhausen war im vergangenen Jahr das beherrschende Thema vor der Kommunalwahl. Seither ist es ruhig geworden um die Pläne zur Neugestaltung der Ortsmitte. Foto: Hans Nietner Der Rathausplatz in Vockenhausen war im vergangenen Jahr das beherrschende Thema vor der Kommunalwahl. Seither ist es ruhig geworden um die Pläne zur Neugestaltung der Ortsmitte.
Vockenhausen. 

Die Ortsmitte Vockenhausen werde das beherrschende Thema der neuen Wahlperiode sein – darüber waren sich die Eppsteiner Parteien vor der letzten Kommunalwahl einig. Gewählt wurde im März des vergangenen Jahres, viel passiert ist seither nicht. Das passt zu dem, was Bürgermeister Alexander Simon immer wieder gesagt hat: Zuerst wird der Umzug der Feuerwehr an die Embsmühle unter Dach und Fach gebracht, dann folgen die nächsten Schritte.

Nun ist das Feuerwehrhaus im Bau, politisch und planerisch ist das Projekt also abgeschlossen. Höchste Zeit also, dachte sich die FDP, einmal danach zu fragen, was in den vergangenen zwölf Monaten in Sachen Ortsmitte unternommen wurde. Die Liberalen fragen nach Verhandlungen mit Investoren, nach Gesprächen mit den Vereinen, nach einem Zeitplan und nach den nächsten Schritten.

Die Antwort des Magistrats fällt ausgesprochen knapp auf, zu allen möglichen Details wird auf ein Gutachten verwiesen, das im September in Auftrag gegeben wurde. Worum es in dem Gutachten geht, das geht aus der Vorlage nicht hervor. Beachtlich, dass die Stadtverordneten dies ohne weitere Nachfrage akzeptierten.

Gravierende Schäden

Das Thema des Gutachtens erklärt manches. Es gehe noch einmal darum, zu klären, ob ein Neubau des Rathauses zwingend sei oder ob der Zustand des Gebäudes so ist, dass eine Sanierung eine sinnvolle Option sein könnte – so Bürgermeister Simon auf Anfrage dieser Zeitung. Er räumt ein, dass es ein Gutachten zu diesem Thema bereits gegeben habe. Damals aber sei die Feuerwehr noch im Haus gewesen, jetzt stelle sich die Situation möglicherweise anders dar.

Im Jahre 2013 hatten Planer vorgeschlagen, das Rathaus zu sanieren und dort weiterhin Feuerwehr und Verwaltung unterzubringen. Die Schäden am Gebäude waren zwar gravierend, aber offenbar nicht irreparabel. Bürgermeister Alexander Simon weist jetzt auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom vergangenen Jahr hin, nach dem die Verwaltung einen neuen Standort für das Rathaus suchen solle. Ein einziger wurde gefunden, am Herrngarten in der Nähe des Bahnhofs. Es hat sich aber gezeigt, dass die Stadt das Grundstück nicht in ihren Besitz bringen kann.

Seither hat es keine großen Bemühungen in dieser Richtung mehr gegeben. „Es gibt kein anderes Grundstück“, sagt Simon. Wer sich in der Stadt umschaut, wird das bestätigen müssen. Das Thema reduziert sich damit auf die Frage, ob es in der Vockenhausener Ortsmitte einen Neubau oder eine Sanierung gibt. Dabei kann das neue Gutachten Argumentationshilfen bieten.

Mehr aber auch nicht, es gilt auch, politisch zu entscheiden. Will man zusätzliche Nutzungen in die Stadtmitte bringen, Einzelhandel zum Beispiel, dann steht das Rathaus eventuell im Weg – und eine Stadtverwaltung muss nicht zwingend im Erdgeschoss untergebracht werden. Einen groß angelegten Neubau aber kann sich die Stadt eventuell gar nicht leisten, also müsste ein Investor einspringen.

Kein Platz für Tiefgarage

Der aber hat ein Interesse an Flächen, die er lukrativ vermieten kann – die Vereine, für die aber mehr Platz geschaffen werden soll, sind dabei sicher nicht die geeignetsten Kunden. Publikumsintensive Nutzungen wiederum verlangen viele Parkplätze – viel Platz für eine Tiefgarage ist wegen eines Regenrückhaltebeckens unter dem Rathausplatz aber nicht.

Verwaltung und Politik haben eine anspruchsvolle Aufgabe zu leisten. Im Dezember soll es zusätzliche Informationen geben – ob diese dann helfen können, wird sich zeigen. Spannend wird es in jedem Fall sein, zu beobachten, wie weit die Debatte im nächsten Jahr voran kommt.

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