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Ausbildung in Senioreneinrichtung: Yusufs erste Schritte in ein erfolgreiches Berufsleben

Bildung ist das A und O für eine gelungene Integration. Im Kursana Domizil in Kriftel ergreift ein junger Flüchtling aus Eritrea seine Chance.
Yusuf Seid Nuru (von links) mit Pflegedienstleiterin Stephanie Hoyer und Bewohnerin Emma Rohr will eine Ausbildung beginnen. Yusuf Seid Nuru (von links) mit Pflegedienstleiterin Stephanie Hoyer und Bewohnerin Emma Rohr will eine Ausbildung beginnen.
Kriftel. 

Für eine gute Integration von Flüchtlingen braucht es flexible Lösungen. Gefragt sind kreative Ideen. Bei der beruflichen Fortbildung in der Altenpflege schlägt das Kursana Domizil Kriftel jetzt einen neuen Weg ein.

Die Pflegeeinrichtung am Freizeitpark bietet einem jungen Mann, der aus Eritrea geflüchtet ist, nach dem erfolgreichen Abschluss seines Praktikums einen Ausbildungsplatz an. Die Offerte der Lehrstelle geht auf die neuste Initiative des Hessischen Sozialministeriums, der Bundesagentur für Arbeit, des Deutschen Roten Kreuzes und weiterer Partner zurück. Gemeinsam haben sie das Programm „Pflege in Hessen integriert“ installiert, um vor allem jungen Flüchtlingen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben und gleichzeitig dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Während einer zweijährigen Vollzeitausbildung können Geflüchtete den Hauptschulabschluss erwerben und im Rahmen der Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung auch die staatlich anerkannte Altenpflegehelferausbildung absolvieren.

Yusuf Seid Nuru arbeitet seit 18 Monaten im Kursana Domizil und hat bereits viel Erfahrung im Alltag der Pflegeeinrichtung gesammelt. Er sei zuverlässig, pünktlich, freundlich und begegne den Senioren mit viel Empathie, sagt Stephanie Hoyer. Die Pflegedienstleiterin lobt den 29-Jährigen: „Von den Bewohnern kommt ein positives Feedback. Yusuf strahlt eine Ruhe aus, die allen gut tut.“

Der junge Mann sagt mit einfachen Worten, er sei gern mit alten Menschen zusammen, ihm mache die Arbeit Freude und er habe Respekt vor der Lebensleistung der Senioren. Yusuf Seid Nuru weiß, wovon er spricht, denn im Kursana Domizil hatte er die Möglichkeit, den Beruf Altenpfleger im Alltag intensiv kennenzulernen.

Eigenes Programm

Unterstützung bekam der junge Mann auch vom Verein „Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft“, dessen Fachleute sich in dem Projekt „First Step“ engagieren. Sie helfen Migranten mit hoher Bleibeperspektive beim Einstieg in eine Qualifizierungslaufbahn im Pflegebereich. Yusuf Seid Nuru machte bei „First Step“ seine ersten beruflichen Schritte.

„Wenn alle an einem Strang ziehen, die Motivation stimmt und der Bewerber mit Einfühlungsvermögen auf die Senioren zugeht, dann kann Integration gelingen“, sagt die Direktorin des Kursana Domizils, Jutta Vortkamp. Wegen des Fachkräftemangels in der Pflege und vieler arbeitsuchender Geflüchteter sei das sicherlich ein Gewinn für beide Seiten.

(red)

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