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ZING: Geheimnisvoller Palast

Die Klasse 4 c der Fridtjof-Nansen-Schule Nied mit ihrer Lehrerin Nicole Hoppmann hat sich im Rahmen des Projektes "Zeitung in der Grundschule" (ZING) von Henning Brandt durch den Bolongaropalast führen lassen.
Im Bolongaropalast in Höchst wohnte früher die Familie Bolongaro, die Schnupftabak herstellte. Auf dem Dach des prachtvollen Gebäudes thront eine Pelikan-Figur. Im Bolongaropalast in Höchst wohnte früher die Familie Bolongaro, die Schnupftabak herstellte. Auf dem Dach des prachtvollen Gebäudes thront eine Pelikan-Figur.
Höchst. 

Es ist ein Gang durch ein geheimnisumwittertes Gebäude. Dem Mainzer Kurfürsten Emmerich Josef ist es zu verdanken, dass sich vor fast 240 Jahren (1775) die Bolongarobrüder aus Stresa am Lago Maggiore einen Palast an einem der schönsten Orte in Höchst bauten. In nur drei Jahren war der Bau fertig, und Josef Bolongaro zog mit seiner Familie ein. Familie Bolongaro verdiente ihr Geld mit der Herstellung und dem Verkauf von Schnupftabak. In dem Teil des Erdgeschosses, in dem heute das Bürgeramt untergebracht ist, waren früher die Verkaufsräume.

Eine breite Treppe führt in die erste Etage. Dort wohnte die Familie Bolongaro. Im eleganten Festsaal wurden die Gäste empfangen. Kerzen und Öllampen erhellten den Raum, und für die Wärme waren die Diener zuständig.

Draußen im Gang befindet sich eine kleine Tür in der Wand. Dahinter verbarg sich eine Feuerstelle. Von dort kam die Wärme in den Ofen und hat sich im Raum verteilt. Es hatte den Vorteil, dass kein Schmutz in die Räume gelangte. Weiter geht es in einen Raum mit vielen Bildern. Da die Familie Bolongaro sehr religiös war, hatte sie eine Kapelle in den Palast gebaut. Sie erstreckte sich vom Erdgeschoss bis in das erste Obergeschoss und hatte eine Höhe von sechs Metern. Während damals die Besucher des Gottesdienstes über eine Tür im Erdgeschoss in die Kapelle kamen, betrat die Familie Bolongaro sie direkt von ihren Wohnräumen aus. Die Empore und das Bild an der Decke (Maria Himmelfahrt) erinnern noch an die Kapelle von damals.

Vor 100 Jahren wurde ein Fußboden eingezogen, und aus der Kapelle wurde der Kapellensaal. Ein riesiges Bild an der Wand erzählt die Geschichte des Knappen Hostato, der von Karl dem Großen zum Ritter geschlagen wurde und Land geschenkt bekommen hat. Leider ist es nur ein Märchen, und Höchst hat seinen Namen gar nicht von dem besagten Knappen Hostato bekommen.

Heute wird der Kapellensaal vom Ortsbeirat für regelmäßige Sitzungen benutzt. Als nächstes geht es in das ehemalige Schlafzimmer der Familie. Zwei Bilder an der Wand erinnern an Josef Bolongaro und den Kurfürsten Emmerich Josef. Sie trugen beide Perücken, und wir erfahren, wie es in der Barockzeit üblich war. Oben an der Decke gibt es zwei Tauben zu entdecken, die schnäbeln. Sie waren damals das Symbol der Liebe. Jetzt hat der Frankfurter Oberbürgermeister dort ein Zimmer.

Was macht der große, vergoldete Pelikan dort oben auf dem Dach des Palastes? Henning Brandt erklärt, dass die Hausbesitzer früher ihr Haus mit Symbolen versehen haben. Der Pelikan steht für Warmherzigkeit, und die Familie Bolongaro war sehr gläubig und wollte auch den Menschen helfen. Daher wählten sie den Pelikan für ihr Haus aus.

Jumana Kushkush, Lena Müller, Ceren Sahin, Mekedelawit Getachew, Sirin Calik, Rishiharan Yasodharan, Dagcan Kaynacki

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