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Zeitung öffnet ein Fenster zur Welt

Nach drei Monaten ist das Projekt „Zeitung in der Grundschule“ (ZING) abgeschlossen. Gestern präsentierten die Mädchen und Jungen in der Europäischen Schule in der Nordweststadt ihrer Langzeitarbeiten und sorgten mit Tänzen und Theaterstücken für eine tolle Abschlussveranstaltung.
Pedro Dasilva (links) steckt die Nase in die Frankfurter Neue Presse. Damit er gut lesen kann, hat er sogar eine „Zeitungsbrille“ auf. Bilder > Pedro Dasilva (links) steckt die Nase in die Frankfurter Neue Presse. Damit er gut lesen kann, hat er sogar eine „Zeitungsbrille“ auf.
Nordweststadt. 

Ein bisschen traurig sind die rund 1500 Schüler aus 75 Schulklassen in Frankfurt, dem Main-Taunus-Kreis, Bad Vilbel und Neu-Isenburg schon, dass sie nun künftig auf ihre Morgenlektüre verzichten müssen. Sie hatten sich seit Mitte März an die regelmäßige Lieferung der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Schwesterausgaben direkt in den Klassenraum gewöhnt und sie zum festen Bestandteil des Unterrichts gemacht. In Langzeitarbeiten haben sie sich über Wochen Aufgaben gestellt. Sara Lindlacker und Eva Marie Höll haben die Todesanzeigen studiert und darin sogar einen Grafen entdeckt. Eneko Immerschmitt sammelte sämtliche Berichte über die Frankfurter Eintracht und wählte schließlich die drei wichtigsten aus. Die Kinder haben aus Zeitungspapier Collagen gebastelt und kleine Vögelchen, ein Wetter-Memory und Zeitungs-Comics erdacht - all das gab es gestern in der ZING-Ausstellung in der Europaschule zu sehen.

 

„Einfach näher dran“

 

Wie viel die Kinder während des ZING-Projektes gelernt haben, wurde auch in den Darbietungen deutlich. Zum Beispiel im Kurz-Theaterstück: Zwei Kinder lesen in der Frankfurter Neuen Presse von einem Millionen-Raub. Dank der Berichterstattung erkennen sie die Räuber, die daraufhin von der Polizei festgenommen werden können. Dann kommen Reporter zu den Kindern, um zu erfahren, wie es ihnen gelungen ist, der Polizei bei der Aufklärung zu helfen. „Ganz einfach, wir haben die Frankfurter Neue Presse gelesen - einfach näher dran“, zitierten die Mädchen den Slogan der Zeitung. Und schließlich stehen sie am nächsten Tag selbst in der Zeitung.

Ein anderen Sketch zeigte, dass es passieren kann, dass Reporter bei ihren Recherchen keine Antwort bekommen, weil ihre Gesprächspartner vom Zeitungs-Inhalt so sehr gefesselt sind, dass sie nicht aufhören wollen, zu lesen.

Als Reporter haben die Kinder selbst Erfahrungen gemacht. Bestandteil des Projektes ist, dass sie selbst recherchieren. So haben die beiden Klassen der Europaschule zum einen über die Frankfurt Grüne Soße und zum anderen über die Polizeihubschrauberstaffel berichtet. Die Berichte aller 75 Klassen waren in den vergangenen Wochen in der FNP und ihren Schwesterausgaben im Main-Taunus-Kreis, in Neu-Isenburg und Bad Vilbel zu lesen.

„Es ist ein schönes Projekt“, lobte Schulleiter Heinz Fischböck. Und er freute sich besonders, dass das Abschlussfest in der Europaschule stattfinden konnte: „Gerade weil über uns ja oft behauptet, wir würden in einem goldenen Käfig leben und selten die Fenster aufmachen und nach draußen schauen. Aber in den vergangenen Wochen haben wir die Fenster aufgemacht und nach draußen geschaut.“

Für die Frankfurter Neue Presse geht damit eine weiteres Projekt erfolgreich zu Ende. Sie engagiert sich schon seit mehr als 30 Jahren in der Leseförderung von Kindern, führt seit 1981 Schulprojekte durch. Seitdem haben rund 57 000 Kinder im Verbreitungsgebiet an „Zeitung in der Schule“ teilgenommen.

Und noch eine beeindruckende Zahl: Alleine im diesjährigen Projektzeitraum Frühjahr 2013 haben die rund 1500 Kinder mehr als 100 000 Zeitungen gelesen.

Das Projekt wäre nicht möglich, hätte die Frankfurter Neue Presse dafür nicht einen starken Partner an ihrer Seite. Die Fraport AG unterstützt das ZING-Projekt seit Jahren. Sie tritt nicht nur als Sponsor auf, sondern ermöglicht den ZING-Reportern auch immer spannende Recherchen am Flughafen. In diesem Frühjahr haben die Kinder beispielsweise darüber geschrieben, was am Flughafen alles verloren wird und schließlich auch den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden kann und was alles bei einem 45-minütigen Stopp eines Flugzeugen an Bord und am Flugzeug erledigt werden muss, damit das Flugzeug wieder starten kann. So galt der besondere Dank der Fraport AG und dem dortigen Projektleiter Rainer Gomolluch. Dr. Markus Moog vom Projekt betreuenden IZOP-Institut in Aachen stellte zudem nach einmal das großartige Engagement der Lehrkräfte heraus, und betonte, dass es natürlich auch Zeitungen geben muss, die ein solches Projekt stemmen.

 

ZING-Sonderblatt

 

Ganz rum ist ZING für die Kinder noch nicht. Sie erhalten am 1. Juli noch ein exklusives ZING-Sonderblatt, in dem noch einmal alle Schülerberichte zusammengefasst sind, in dem alle beteiligten Klassen abgebildet sind und es Hintergrundberichte über das ZING-Projekt mit vielem schönem Bildmaterial gibt - wiederum dank der Unterstützung der Fraport AG. Das ZING-Sonderblatt ist auch deshalb etwas Besonderes, weil es in einer limitierten Auflage gedruckt wird und weil man es an keinem Kiosk kaufen kann. Also: Gut aufheben, liebe Kinder.!

(Michelle Spillner)
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