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"Zentrale Vorwürfe sind falsch"

Die Hattersheimer FDP hatte die in der Mainstadt angeblich verbreitete Vetternwirtschaft kritisiert und von Vorfällen wie in einer "Bananenrepublik" gesprochen.
Philipp Neuhaus Philipp Neuhaus
Hattersheim. 

Die Hattersheimer SPD weist die vom FDP-Pressesprecher Peter Pilz geäußerte Kritik an einer angeblichen Vettern- und Misswirtschaft in Hattersheim zurück. "Dass die FDP unsere Stadt als ,Bananenrepublik’ bezeichnet, ist vollkommen überzogen und müsste jedem aufstoßen, der sich hier in und für unsere Stadt engagiert", meinen unisono SPD-Vorsitzender Ralf Meik sowie SPD-Fraktionschef Philipp Neuhaus. Die Sozialdemokraten würden in der aktuell schwierigen finanziellen Situation, in der sich die Stadt befindet, lieber Konzepte zur Verbesserung der Lage vorgelegt bekommen. Philipp Neuhaus meint dazu: "Diese Polemik führt zu nichts. Anstatt unsinnige Pressemitteilungen zu verschicken, sollte Herr Pilz besser konkrete Vorschläge zur Verbesserung unserer Haushaltssituation machen."

Kein SPD-Mitglied

Die Hattersheimer SPD hält auch die Vorwürfe, in der Stadt werde "Vettern- und Günstlingswirtschaft" betrieben, für falsch. Es sei nicht richtig, dass der neue städtische Wirtschaftsförderer seinen Posten aus parteipolitischen Gründen erhalten habe. "Dieser Mann ist kein Mitglied der SPD", erklären Ralf Meik und Philipp Neuhaus mit Blick auf die eigene Mitgliedsliste. "Dieser Vorwurf ist schlicht und ergreifend falsch", betont Ralf Meik. Der neue Wirtschaftsförderer habe in seiner bisherigen Funktion im Rathaus eine gute Arbeit geleistet und sei auch auf seinem neuen Posten eine gute Wahl, attestieren ihm die beiden SPD-Funktionäre.

Nur Halbwahrheiten

Die SPD weist zudem die Aussage zurück, der SPD-Stadtverordnete Stefan Schmidl werde über seine Tätigkeit für das Siedlungsfernsehen K 4 von der Stadt "versorgt". "Es ist nicht richtig, dass die Stadt die Hawobau wegen des Siedlungsfernsehens mit 84 000 Euro jährlich bezuschusst", stellen die beiden Sozialdemokraten fest. Im gegenteil. Die Hattersheimer Wohnungsbau Gesellschaft mbH (Hawobau) habe sich in den vergangenen Jahren zu einem prosperierenden Unternehmen entwickelt, das mittlerweile sogar auch die Sanierung des Nassauer Hofes alleine trage. "Die Stadt zahlt über das Bund-Länder-Programm ,Soziale Stadt’ gerade einmal 2500 Euro pro Jahr für das Siedlungsfernsehen. Die Zahl von 84 000 Euro entbehrt jeder Grundlage", teilen die beiden Sozialdemokraten weiter mit.

Da die beiden "zentralen Vorwürfe der FDP" nachweislich falsch seien, empfiehlt die SPD den Liberalen, "künftig ihre Pressemitteilungen besser zu recherchieren". Zudem wünschen sich die Hattersheimer Genossen, dass künftig nicht Halbwahrheiten verbreitet, sondern gemeinsam an der "von außen verursachten" Haushaltsmisere gearbeitet werde. "Das ist es, was die Bürger jetzt von uns erwarten", sind sich die beiden Spitzenfunktionäre der Hattersheimer Sozialdemokraten einig. hk

(hk)
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