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Zufrieden ist was anderes

Von Stang oder Exner – die Erklärungen dieser beiden Kandidaten zur Bürgermeisterwahl hat der IG Wallauer für Wallau keine neuen Erkenntnisse gebracht. Die Wallauer haben auch über einen eigenen Kandidaten diskutiert.
Wallau. 

Natürlich habe man nicht geglaubt, mit einem eigenen Kandidaten die Bürgermeisterwahl gewinnen zu können, sagt Mario Kleber von der Interessengemeinschaft Wallauer für Wallau. Aber generell sei schon denkbar gewesen, mit einem eigenen Kandidaten das eigene Anliegen fördern zu können – und sei es nur, indem dieser dem unliebsameren Bewerber Stimmen weggenommen hätte.

"Wir haben es kontrovers diskutiert", sagt Kleber. Und ernst gemeint war die Debatte auch, sonst hätte man in den Briefen an die drei bisherigen Kandidaten nicht um Antwort eine Woche vor Ende der Bewerbungsfrist gebeten. Kleber selbst war auch im Rathaus, um sich über die Modalitäten der Wahl zu informieren. Am Ende aber sei man zu der Einschätzung gekommen, mit einer Kandidatur nichts ausrichten zu können – und habe deshalb verzichtet.

Kein Geld?

Die IG hatte alle drei Kandidaten angeschrieben und nach ihrer persönlichen Position zur Ländcheshalle gefragt. Bekanntlich wehrt sich die IG gegen die Linie der Stadt, nur eine Dreifeldhalle zu finanzieren und weitere Investitionen von einer Beteiligung des TV Wallau abhängig zu machen. Ausdrücklich weist die IG jetzt die Erklärung vor allem von Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) und Erstem Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) zurück, für mehr habe die Stadt kein Geld. Aus Sicht der Initiative hat die Stadt durchaus Geld, setzt aber die Prioritäten falsch, etwa zugunsten der vielen Investitionen rund um den Kellereiplatz. Und sie weist darauf hin, dass aus Wallau viele Steuereinnahmen kommen, dort aber nur wenig investiert wird.

Die Initiative schreibt aber nicht nur Briefe, sondern hat inzwischen auch selbst mit Stang und Exner als Vertreter des Magistrates und auch mit dem Ortsbeirat gesprochen. Die Gespräche mit den Magistratsvertretern bewertet man nicht, sondern wartet auf weitere Gespräche zwischen Stadt und TV Wallau. Nach Informationen der IG wird es bei den Verhandlungen im März vor allem um das Raumprogramm gehen. Der Ortsbeirat teile die Position der IG im Wesentlichen, heißt es.

Eltern mischen mit

Inzwischen haben sich auch die Eltern der Schüler der Taunusblickschule in die Debatte eingeschaltet. Bekanntlich soll die neue Ländcheshalle auf dem Schulgelände gebaut werden und dabei auch die marode Schulturnhalle ersetzen. In einem Schreiben an die Eltern appellieren Elternbeirätin Ulrike Burkart und Jennifer Janz, die Vorsitzende des Fördervereins, die IG Wallauer für Wallau zu unterstützen. Sie fürchten Konflikte zwischen dem TV Wallau und der Schule, sollte tatsächlich nur eine Dreifeldhalle gebaut werden. Einschränkungen werde es nicht nur für den Schulsport geben, sondern viele Kinder würden in andere Vereine wechseln, wenn sie in Wallau ihre Sportarten erst nach 18 Uhr betreiben könnten.

Nicht so kritisch wie zu den Äußerungen von Stang und Exner, sondern gar nicht äußert sich die IG zur Antwort des Bürgermeisterkandidaten der Grünen, Horst Schneider. Immerhin, dessen Fraktion hat in der Stadtverordnetenversammlung eine Anfrage eingebracht, die am heutigen Mittwoch auf der Tagesordnung des Parlaments steht. Auch die IG erhofft sich davon wichtige Informationen.

Im einzelnen wollen die Grünen wissen, ob das vor längerer Zeit vorgelegte Gutachten über die Kosten einer möglichen Sanierung noch dem Stand der Dinge entspricht, welche Fördergelder die Stadt oder der TV Wallau beim Neubau bekommen können und ob der Kreis in die Planungen einbezogen ist und schon Geld in den Haushalt eingestellt hat. Außerdem möchten die Grünen eine Gegenüberstellung aller Kosten für Neubau und Sanierung der Halle und zwar einschließlich des Verkaufserlöses für das derzeitige Hallengrundstück. Außerdem werden Fragen zum Engagement der Sportvereine in anderen Stadtteilen für ihre Anlagen gestellt – bekanntlich argumentiert die Stadt gegenüber dem TV Wallau, andere Vereine hätten sich an Baumaßnahmen in erheblichem Umfang beteiligt und würden es nun als Ungleichbehandlung sehen, würde dies nicht auch von den Wallauern verlangt.

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