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Ausstellung: Anja Gensert und ihre Schülerinnen stellen ihre Bilder in Spachteltechnik aus

Für eine Ausstellung im Rathaus wurden jetzt Passepartouts hergestellt. Die Beteiligten erledigen die Fleißaufgabe routiniert und machen nebenbei auf ihre ungewöhnlichen Maltechniken neugierig.
Vor dem Ausstellungsvergnügen die Arbeit: Sylvia Brucker, Bettina Stegemann und Gabriele Braband rahmen Bilder. Bilder > Foto: RBEUTEL PRM Vor dem Ausstellungsvergnügen die Arbeit: Sylvia Brucker, Bettina Stegemann und Gabriele Braband rahmen Bilder.
NAUHEIM. 

Nächste Woche wird es im Rathaus bunt. Die Nauheimer Malerin Anja Gensert stellt dort ab Donnerstag, 18. Oktober, eigene Gemälde und Arbeiten ihrer Kunstschülerinnen aus. Die Präsentation musste eiligst vorbereitet werden, denn der bevorstehende Abschied von Ingrid Rotter aus dem Kulturamt rückt näher. Also hieß es für die kreativen: gemeinsam anpacken.

Anja Gensert hat flugs einige ihrer Schülerinnen über Whats
App zusammengetrommelt. „Trotz der Ferien“, wie sie sagt. Einige seien verreist, aber sie freut sich, dass ihr doch manche helfen, die Gemälde zu rahmen, die im Frühjahr vergangenen Jahres bei einem ihrer Kurse entstanden sind.

Passepartouts anfertigen

Die Arbeit sieht für Laien mühsam und zeitaufwendig aus. Nicht alle Bilder sind in einem gängigen Format gemalt und passen sofort in einen Rahmen. Also werden Passepartouts angefertigt und eingepasst. Für Gabriele Braband, Sylvia Brucker und Bettina Stegemann ist es selbstverständlich, zu helfen. Wie viele Bilder es letztlich werden und wie lange sie dabei beschäftigt sein werden – „sicherlich einige Stunden“, wie es übereinstimmend heißt – entscheide sich erst, wenn feststehe, wie viele Kunstschülerinnen sich an der Ausstellung beteiligen.

Seit zwölf Jahren dabei

Gabriele Braband ist auf jeden Fall dabei. Sie nimmt schon seit zwölf Jahren Malunterricht bei Gensert und mag es, ihre Arbeiten etwas skurril, quasi surrealistisch zu gestalten. „Ich bossele gerne und verliere mich im Detail, aber ich habe auch Freude an schnellen Bildern, mit Spachteln zum Beispiel“, sagt sie.

Spachtelbilder mit Kleister werden die Ausstellung prägen. „Auf die Leinwand kommt erst Kleister drauf, dann Farbe. Der Kleister muss etwa anziehen, dann wird mit dem Pinselrücken das Motiv ausgebildet“, erklärt Gensert die Vorgehensweise. Dadurch erhielten die Bilder „etwas Morbides“, ergänzt die Künstlerin und verweist auf ihr eigenes Gemälde von der Alten Mühle im historischen Ortskern, die in unterschiedlichen Grautönen vor einem blau gefärbten Schwarzbach erscheint.

Der Vorteil an der Spachteltechnik sei, dass Fehler einfach korrigiert werden könnten, erklärt Gensert. Das komme Kursteilnehmern zugute, die noch nicht so lange dabei sind wie Braband. Sylvia Brucker etwa, die seit drei Jahren bei Gensert den Pinselstrich lernt.

Viele Übungen helfen Brucker, wenn sie ihre Lieblingsmotive realisiert: Porträts und Fantasiegebilde, wie sie auf den beinahe organischen Motiven zu erkennen sind, die in Genserts Kurs in einem zweiten Lehrabschnitt auf eingefärbtem Untergrund entstanden sind. Blätter, Wasserlandschaften und Engelsflügel gehören zu den Motiven.

Besondere Effekte

„Damit kann man tolle, außergewöhnliche Effekte erzielen“, freut sich Brucker über die Ergebnisse. Bettina Stegemann kann da nur zustimmen. Seit 2010 nimmt sie Unterricht bei Gensert. Auch sie wird einige ihrer Arbeiten und Motive („besonders gerne Menschen in Aquarell und Acryl“) im Rathaus präsentieren.

Doch vor dem Vergnügen kommt die Arbeit – das Herstellen der Passepartouts. Die Zeit dabei vergeht im Nu, wenn die Malerinnen bereits von der übernächsten Ausstellung im kommenden Frühjahr schwärmen. „Mix Media“ nennen sie die Arbeitsweise für eine Ausstellung im Frühjahr 2019. Die feinen Strukturen von Stoffen, Servietten und Schablonen nutzen sie, um mit Malerei in Acryl abstrakte Collagen zu gestalten. „Das wird richtig gut“, freuen sie sich auf das Ereignis.

 

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