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Georgische Autorin: Autorin Anna Kordzaia-Samadashwili: Die Buchmesse ist ihre große Liebe

Anna Kordzaia-Samadashwili ist wohl die bekannteste Autorin Georgiens. Zurzeit ist sie auf der Buchmesse als Botschafterin des Ehrengastlands Georgien unterwegs. Am kommenden Montag macht sie einen Abstecher nach Gustavsburg und liest dort in der Villa Herrmann aus ihrem Buch „Wer hat die Tschaika getötet?“.
Anna Kordzaia-Samadashwili ist eine der bekanntesten Autorinnen Georgiens und hat einen ganz speziellen Humor. Foto: (Nata Sopromadze) Anna Kordzaia-Samadashwili ist eine der bekanntesten Autorinnen Georgiens und hat einen ganz speziellen Humor.
GUSTAVSBURG/FRANKFURT. 

„Entschuldigen Sie die Verbindung und den Lärm im Hintergrund. Ich warte gerade vor meinem Hotel auf den Transport zur Buchmesse.“

Obwohl sie in Georgien lebt und an der Universität von Tiflis Literatur und kreatives Schreiben unterrichtet, spricht Anna Kordzaia-Samadashwili perfekt Deutsch.

Dafür sei ihr Englisch „miserabel“, meint die Autorin, Journalistin, Übersetzerin und Professorin lachend. Dabei ist das tiefe Timbre ihrer Stimme, das durch den besonderen georgischen Akzent noch verstärkt wird, auch durch das Telefon hörbar.

Bücherstadt in der Stadt

Noch bis zum Sonntag ist Anna Kordzaia-Samadashwili als Repräsentantin des diesjährigen Ehrengastlands Georgien auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs. Für sie sei die Buchmesse in der Mainmetropole „eine große Liebe“, sagt sie schwärmerisch.

„Ich war 1996 zum ersten Mal hier. Seitdem habe ich die Buchmesse nur zweimal verpasst. Es ist wie eine Bücherstadt in einer großen Stadt. Das gibt es sonst nirgendwo“, beschreibt die Autorin, die erst mit 34 Jahren durch den Journalismus zum Schreiben gekommen ist, wie sie erzählt.

Dadurch, dass sie „schon viel älter“ sei, als die anderen Autoren aus Georgien, die die Buchmesse besuchten, könnte man sie wohl als bekannteste Autorin ihres Heimatlands bezeichnen, meint Anna Kordzaia-Samadashwili humorvoll.

Humor ist es auch, der bei dem gesamten Telefonat mit der 50-Jährigen immer wieder mitschwingt. Bloß bei einem Themenkomplex wird sie ein wenig ernster: Frauenrechte und Frauenproblematiken – Schwerpunkte ihrer Arbeit.

Wichtige Frauenthemen

Letzteres gebe es auch in der Welt der Literatur. „Viele Frauen versuchen, so zu schreiben, dass man nicht bemerkt, dass sie weiblich sind“, stellt die Georgierin fest. „Ich habe jedoch gelernt, dass man als Frau sehr wohl so schreiben kann, dass die Leser erkennen, dass das Buch von einer Frau verfasst wurde.“

Die Literatur ihres Heimatlandes unterscheide sich nicht von der Literatur Deutschlands oder den USA, sagt Anna Kordzaia-Samadashwili. „Der einzige Unterschied ist, Georgien ist sehr klein und Deutschland ist viel größer. Aber was die Strömungen, Genre und Art der Geschichten und Romane angeht, ist es in Deutschland und Georgien gleich“, sagt die Autorin.

Dann wird der spezielle Humor von Anna Kordzaia-Samadashwili wieder hörbar, der verspricht, dass die Lesung der Autorin am 15. Oktober, die ab 20 Uhr in der Villa Herrmann stattfindet, ein ganz besonderes Ereignis wird. Die Autorin wird aus ihrem Roman „Wer hat Tschaika getötet“ lesen.

Sie habe noch nie in der Villa Herrmann gelesen, gibt Kordzaia-Samadashwili zu und fügt hinzu: „Leider noch nicht. Ich weiß auch gar nicht was mich erwartet.“

Doch das mache gar nichts, denn: „Ich werde mein Bestes geben. Ich bin zu allem bereit. Wenn die Besucher meiner Lesung es wollen, dann tanze oder singe ich. Ich mache alles, was sie wünschen.“

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