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Gebührenerhöhungen für die Musikschule: Bürgermeister warnt vor „Sterben auf Raten“

Die Anhebung der Gebühren für die kommunale Musikschule Trebur spaltet die Fraktionen der Ausschüsse. Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU) warnt derweil vor einem Sterben der Musikschule auf Raten.
Bürgermeister Carsten Sittmann macht darauf aufmerksam, dass die vergangenen Erhöhungen Austritte zur Folge hatten. Foto: Ralph Keim Bürgermeister Carsten Sittmann macht darauf aufmerksam, dass die vergangenen Erhöhungen Austritte zur Folge hatten.
TREBUR. 

Bei rund 90 Prozent liegt derzeit der finanzielle Deckungsgrad, den die Gebühren für die kommunale Musikschule ergeben. Aus Gründen der von der Gemeindevertretung beschlossenen Haushaltskonsolidierung müsste der Deckungsgrad allerdings bei 100 Prozent liegen. Daher hat die Verwaltung jetzt eine Vorlage mit Gebührenerhöhungen eingebracht, zu der der Gemeindevorstand allerdings keine Empfehlung abgegeben hat.

Einzelne Anhebungen

Sollte die Gemeindevertretung in der Sitzung zustimmen, die am 25. Mai ansteht, würden beispielsweise die Gebühren für das Schuljahr mit 45-minütigem Einzelunterricht von 966 auf 1017,50 Euro steigen, mit 30-minütigem Einzelunterricht von 671,40 auf 711,40 Euro. Der nach Teilnehmern gestaffelte Gruppenunterricht würde um Beträge zwischen 26 und 30 Euro steigen. Die musikalische Früherziehung würde von der Anhebung ausgenommen und bei 120 Euro bleiben.

Während der gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Finanzausschuss sowie Sozialausschuss machte Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU) darauf aufmerksam, dass die Gebührenerhöhungen der Vergangenheit stets signifikante Zahlen von Austritten zur Folge hatten. „Mit weiteren Gebührenerhöhungen, die für eine 100-prozentige Deckung unvermeidbar wären, wäre das Ende der Musikschule programmiert“, warnte der Bürgermeister vor einem „Sterben auf Raten“.

Es wird spannend

Während der Haupt- und Finanzausschuss knapp für die Vorlage stimmte, lehnten indessen die Mitglieder des Sozialausschusses die Gebührenerhöhung ab.

Damit wird die Abstimmung in der Gemeindevertretung spannend, es sei denn, das Gremium greift den Vorschlag von Bürgermeister Sittmann auf und setzt die Gebührenerhöhung erst einmal für ein Jahr aus.

Einstimmig grünes Licht gaben die beiden Ausschüsse Fortbildungsgelder im Zusammenhang mit der Betreuung von Schulkindern frei. Die 560 Euro stehen im Haushalt 2018 zur Verfügung, sind jedoch mit einem Sperrvermerk versehen.

Nach dem entsprechenden Beschluss der Gemeindevertretung muss die Verwaltung ein Qualifizierungskonzept erstellen, in dem die jeweiligen Maßnahmen aufgeführt sind und die Qualifizierungsziele genannt werden.

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