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Feier in Rüsselsheim: Das war das Sommerfest des Schrebergartenverein

Das ganze Wochenende über feierte der Schrebergartenverein sein Sommerfest mit Musik, Cocktails und gutem Essen. Dank intensiver Pflege haben die Schrebergärten die heiße und regenlose Zeit bestens überstanden.
Harald Lerch hat den grünen Daumen. Die Zucchini beeindrucken mit einem Meter Länge. Foto: (Susanne Rapp) Harald Lerch hat den grünen Daumen. Die Zucchini beeindrucken mit einem Meter Länge.
Rüsselsheim. 

Seit drei Jahren hat Harald Lerch eine Parzelle bei den Rüsselsheimer Schrebergärtnern gepachtet und nutzt die rund 300 Quadratmeter überwiegend als Nutzgarten. Tief schwarz gedeiht eine Aubergine neben Paprika, Stangenbohnen und Kürbissen. Die Samen für die mehr als einen Meter langen Zucchini hat ihm sein italienischer Nachbar Salvatore überlassen. „Wir tauschen uns immer ein bisschen aus“, sagt Lerch, der auch zweiter Vorsitzender des Schrebergartenvereins ist.

Um sie zu essen, seien die Zucchini schon zu groß. Doch sie sehen lustig aus, weshalb Lerch einige wachsen lässt. Stolz zeigt der Hobbygärtner sein persönliches Idyll, in dem es gesund und kräftig grünt. Die Himbeeren sind reif und werden bald zu Marmeladen verarbeitet. Einige landen natürlich auch gleich im Mund.

Tomaten leiden gewöhnlich schnell unter der Hitze. Diese hier können jedoch bald geerntet werden. Bild-Zoom Foto: (Susanne Rapp)
Tomaten leiden gewöhnlich schnell unter der Hitze. Diese hier können jedoch bald geerntet werden.

Bereits auf dem Weg in Richtung Vereinsheim, wo es sich hunderte von Menschen gemütlich gemacht haben, ist deutlich zu erkennen, dass die gepflegten Gärten nicht unter Wassermangel leiden. Das Wasser stammt aus einem Tiefbrunnen, einer Zisterne, die viele Meter tief zwischen Schrebergartenanlage und benachbartem GPR-Klinikum liegt. Das sich dort sammelnde Wasser wird verwendet, um die Grünanlage des Krankenhauses zu bewässern, und steht auch den Gartenfreunden zur Verfügung, die für einen kleinen Betrag das Wasser nutzen können.

Mehrmals am Tag gießen

Was sein Gießverhalten besonders in den vergangenen Wochen anbetrifft, erklärt Lerch, dass er nicht nur täglich gieße, sondern auch öfters am Tag. „Morgens früh um 7 Uhr, wenn ich Spätschicht habe, oder abends um 20 Uhr. Sonst ist es zu heiß.“ Dann verdunste das Wasser bei der Hitze, bevor es überhaupt an die Wurzeln gelangt. „Die Pflanzen haben teilweise ganz schön schlapp gemacht“, sagt Lerch.

Auch die Rüsselsheimer Gärtner leiden unter Wassermangel. Die Regentonnen sind leer, weil es so lange nicht geregnet hat. Dafür würden die Honig- und Wassermelonen dieses Jahr richtig gut werden, meint der Hobbygärtner. Sie werden besonders süß, weil es so heiß ist. „Jetzt wachsen die Südfrüchte besonders gut, weil das perfekte Klima herrscht.“

Ein Wehrmutstropfen: Die Tomaten sind teilweise verbrannt und verschrumpelt. Damit es erst gar nicht so weit kommt, deckten viele Menschen mit Gemüsegarten die Früchte, die noch nicht reif sind, mit einer Plane ab. „Zum Glück darf man momentan auch noch den Rasen wässern. Sonst wäre der nicht so grün“, sagt Lerch und deutet auf seinen Rasen, der sich in saftigem Grün zeigt.

Sehr zeitintensiv

Natürlich gibt es bei den vielen Parzellen auch vereinzelt Schmuddelkinder, die in den vergangenen Wochen nicht gegossen und gepflegt wurden. Nicht jeder hat Zeit, sich täglich um seine Parzelle zu kümmern. Denn bei all den schönen, farbenfrohen und Früchte hervorbringenden Gärten darf man nicht übersehen, wie viel Arbeit darin steckt. Mit dem Wässern allein ist es nicht getan. Da gibt es auch jede Menge Unkräuter, die gezupft, Ranken, die hochgebunden, Verblühtes, das abgeschnitten werden muss.

Am Ende der Saison müssen die Früchte geerntet, vieles Verderbliche noch am selben Tag eingekocht oder eingefroren werden. „Und das dann alles auf einmal“, weiß Lerch. Dennoch ist er überzeugt: Es lohnt sich. Das eigene Obst und Gemüse sei etwas ganz anderes als das, was man im Supermarkt kaufen könne. Sie schmeckten ohnehin besser. Diese Vorzüge der Gartenarbeit hätten mittlerweile auch viele junge Paare für sich entdeckt. Sie pachteten eine Parzelle und schüfen ihr eigenes kleines Paradies, freut sich der zweite Vorsitzende.

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