E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 27°C

Advent: Dem Weihnachtsmarkt i Verna-Park könnte 2019 das Aus drohen

Der Weihnachtsmarkt im Verna-Park ist im vergangenen Jahr auf viel positive Resonanz gestoßen. Doch verursachte die Veranstaltung dort deutlichen Schaden. Trotzdem gab es jetzt grünes Licht für eine Neuauflage. Die Veranstalter zögern dennoch.
Erst im vergangenen Jahr feierte der Weihnachtsmarkt im Verna-Park Premiere. Foto: Maik Reuß Erst im vergangenen Jahr feierte der Weihnachtsmarkt im Verna-Park Premiere.
Rüsselsheim. 

Der Verna-Park wird auch in diesem Jahr Kulisse für den Weihnachtsmarkt sein. Das haben zumindest die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag mit großer Mehrheit beschlossen. Nach der Premiere im vergangenen Jahr könnte der Markt im Park danach allerdings schon wieder Geschichte sein.

Denn wie die Parlamentarier ebenfalls entschieden, sollen nun Gespräche über alternative Standorte mit den bisherigen Veranstaltern von „Unternehmen Rüsselsheim“ zur Zukunft des Weihnachtsmarkts 2019 beginnen. Deren Ergebnis soll den Stadtverordneten im März 2019 vorgelegt werden. Damit folgten die Versammlung einem Antrag des Dreierbündnisses aus SPD, Grünen und Linken.

Drucksache vorlegen

Einem Antrag der CDU zufolge, der ebenfalls verabschiedet wurden, wird den Stadtverordneten darüber hinaus im ersten Quartal 2019 eine Drucksache vorgelegt wird, um über einen möglichen Standort für den Weihnachtsmarkt 2019 zu entscheiden.

Laut Stadtverwaltung entstand im Verna-Park beim Weihnachtsmarkt 2017 ein Schaden von rund 30 000 Euro. Deshalb hatte sich die CDU dafür eingesetzt, dass die Verwaltung nun während der Auf- und Abbau-Arbeiten kontrolliert, ob die Veranstalter dabei „umsichtig und schonend“ handeln. Schäden seien nach der Veranstaltung sofort zu dokumentieren. Mit diesem Anliegen scheiterten die Christdemokraten jedoch.

Das Gleiche gilt für das Bestreben der Union, dass die Veranstalter eine schriftliche Zusage erhalten, von etwaigen Kosten, die der Markt verursacht, freigestellt zu werden. Schriftlich sei dies bisher noch nicht festgehalten worden. Grundsätzlich hafte eben der Veranstalter für Schäden nach einer Veranstaltung, gibt CDU-Chef Thorsten Weber zu bedenken. Über dem Weihnachtsmarkt hänge deshalb ein Damoklesschwert.

Die SPD wirft Weber in diesem Zusammenhang Populismus vor. „Es geht Herrn Weber um Wahlkampf, nicht um den Weihnachtsmarkt als verbindendes Element für die Stadtgesellschaft. Dies bedauern wir außerordentlich“, heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten.

Kein Verständnis

Derweil blicken Peter Kolb und Armin Thienger vom Veranstaltungsteam mit Blick auf den Beschluss der Stadtverordneten sorgenvoll in die Zukunft. „Wir sehen das sehr nüchtern“, sagen sie unisono.

In der Vergangenheit habe es tatsächlich mündliche Zusagen der Stadt gegeben, dass diese für mögliche Schäden aufkommt. Allerdings können die beiden nicht verstehen, warum der CDU-Antrag abgelehnt wurde, dies schriftlich zu fixieren. Zudem habe es bisher von der Stadt keine Zusage gegeben, auch in diesem Jahr etwaige Schäden zu übernehmen. „Es ist noch niemand auf uns zugekommen.“ So sind die beiden noch unsicher, ob sie den Weihnachtsmarkt im Verna-Park wirklich noch einmal stemmen wollen. sw / ok

Zur Startseite Mehr aus Rüsselsheim

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen