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Ausbau der Firma Altmann: Demo vor dem Rathaus

Die Fronten scheinen verhärtet: Die Anwohner wollen keine Erweiterung der Autofirma Altmann. Der Prüfantrag darüber liegt noch beim Landratsamt.
Lautstarker Protest: Anwohner des Lausböhl demonstrieren gegen den Ausbau der Firma Altmann. Foto: Peter Mikolajczyk Lautstarker Protest: Anwohner des Lausböhl demonstrieren gegen den Ausbau der Firma Altmann.
Groß-Gerau. 

 Die Anwohner des Ortsteils Dornberg lieferten die „Begleitmusik“ zur letzten Sitzung des Stadtparlamentes in dieser Wahlperiode: Mit Plakaten waren sie nahezu „vollzählig“ am Dienstagabend vor dem historischen Rathaus aufgezogen, um ihrem Ärger über den beantragten Ausbau der Autologistikfirma Altmann im Lausböhl ebenso lautstark Luft zu machen. Eine Stunde lang demonstrierten sie bis zum Beginn der Sitzung und bildeten ein Spalier beim Eintreffen der Kommunalpolitiker.

Doch im Saal blieb Bürgermeister Stefan Sauer (CDU), der persönlich zum Angriffsziel einiger Botschaften geworden war, gelassen. Ausführlich legte er nochmal die Situation dar, befasste sich mit der Entwicklung und dem augenblicklichen Sachstand. Der gebe zu keinerlei Aufregung Anlass – denn das Verfahren laufe, es sei nichts entschieden. Erst nach dessen Abschluss liege das Altmann-Vorhaben dem Stadtparlament zur Entscheidung vor.

Er, Sauer, wolle sich augenblicklich noch zurückhalten, denn das ganze Verfahren sei „sehr emotionsgeladen, und die Verwaltung hat bisher nichts falsch gemacht“. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass der Lausböhl bereits vor 30 Jahren zum Bestandteil des Gewerbegebiets Odenwaldstraße geworden sei. Die Firma Altmann ist dort seit vielen Jahren ansässig. 2010 habe sie einen ersten Antrag auf Erweiterung ihrer Betriebsflächen gestellt. „Jede Firma hat das Recht, zur Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit Maßnahmen zu ergreifen. Nur eben müssen diese geprüft werden, ob sie mit geltendem Recht und den notwendigen Auflagen im Einklang stehen.“

Fünf Jahre habe die Firma ihren Antrag ruhen lassen, um ihn 2015 weiter zu verfolgen, fuhr Stefan Sauer fort. Seitdem sei das Verfahren im Gange, die Offenlegung sei erfolgt, und nun liege das gesamte Vorhaben zur Abwägung und weiteren Fortsetzung beim Landrat. Erstaunlich sei aber, wie hartnäckig sich Behauptungen verfestigen würden. Dort habe es niemals Ackerflächen gegeben, die man nun opfern wolle. „Ich kann nicht erkennen, dass wir bisher Fehler gemacht haben, die Abwägung aus der Kreisbehörde bleibt abzuwarten, und dann können wir weiter diskutieren“, so der Bürgermeister. Im übrigen trügen Plakate mit persönlichen Verunglimpfungen nicht zur Entspannung bei.

Doch zu diesem Zeitpunkt hallten noch die Parolen der Dornberger durch das Haus: „Lärm und Dreck, der Altmann, der muss weg; Fluglärm und Verkehr, wir brauchen nicht noch mehr; Lärm macht ’sauer’.“ Die Fronten sind unversöhnlich. miko

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