E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Einkaufen: Der Wochenmarkt in Trebur kommt bei Händlern und Kunden gut an

Von Nicht nur ein vielfältiges Angebot an regionalen Produkten wird auf dem Treburer Wochenmarkt angeboten. Der Markt ist außerdem zum beliebten Bürger-Treffpunkt geworden. Ein Erfolg für Kommune und Marktgilde, die den Markt weiterhin erhalten und erweitern wollen.
Ulrike Ragusa hat sich heute Verstärkung mitgebracht. Ihre Enkelin hilft gerne mit. Ulrike Ragusa hat sich heute Verstärkung mitgebracht. Ihre Enkelin hilft gerne mit.
TREBUR. 

„Den Senf können sie auch für die Salatsoße nehmen und nicht in den Kühlschrank, das ist ein Gewürz“, gibt Werner Mayr seiner Kundin einen Tipp. Er verkauft, seitdem der Treburer Wochenmarkt im September 2015 eröffnet wurde, jeden Freitag dort seinen Senf aus eigener Herstellung – 36 Sorten bietet er an, dazu Rezeptvorschläge, nützliche Tipps und ein nettes Gespräch. „Ich hab’ hier schon meine Stammkundschaft aufgebaut“, sagt er.

Bis 17 Uhr geöffnet

Mit 14 regionalen Standbetreibern begann der Wochenmarkt vor fast drei Jahren, nun sind es zwischen zehn und zwölf und viel Platz für weitere ist vorhanden. Doch neue Händler zu finden, sei nicht einfach. Laut Patrick Viel, Niederlassungsleiter der Deutschen Marktgilde, der seit Mai den Markt betreut, fehlten überall Fachkräfte. Außerdem wolle man nicht „irgendwelche“ Händler auf den Markt holen, die Qualität müsse schon stimmen.

Die damaligen Öffnungszeiten von 8 bis 12.30 Uhr wurden zwischenzeitlich wegen der vielen berufstätigen Kunden auf 9 bis 18 Uhr erweitert, dann wieder auf 17 Uhr verkürzt. Denn der Markt sei nach 17 Uhr zu schwach frequentiert gewesen. Außerdem spiele bei den Öffnungszeiten auch der Auf- und Abbau der Stände eine Rolle, der einige Zeit koste. Standbetreiber Mayr findet jedoch auch die Schließzeit bis 17 Uhr noch zu lang, denn er stehe hier bei Hitze und Kälte den ganzen Tag.

Am Weinstand von Winzer Arnold Nuß sitzt wie jeden Freitag gerade eine Gruppe Treburer. Nuß hat sich hier gut eingelebt und ein „super Verhältnis“ zu den Kunden aufgebaut. Mit der Gruppe ist er per Du. Einer von ihnen ist Fritz Feth, der gerade an seiner Saftschorle nippt. Er kommt gerne auf den Markt. „Hier gibt es alles, was man braucht: Obst, Gemüse, Käse“, schwärmt er. Außerdem sei der Markt ein „richtiger Rentner-Treff“, sagt er und lacht. Das bestätigt auch Karl-Heinz Messer, der das „Schnacken mit den Einheimischen“ hier schätzt.

Für Verkäuferin Ulrike Ragusa ist der Wochenmarkt in Trebur einer der Schönsten. Sie liebt den Markt und die Kundschaft „Es ist hier so familiär“, sagt sie.

Persönlicher Austausch

Siglinde Krunenwald aus Ast-heim bestellt sich gerade eine Gulaschsuppe bei Ulrike Ragusa vom Metzger-Stand. Sie mag den persönlichen Kontakt zu den Händlern, befürchtet jedoch, dass sich Wochenmarkt und die örtlichen kleinen Lebensmittelgeschäfte Konkurrenz machen könnten, auch eine Toilette fehle. Doch Toiletten stünden kostenlos im Rathaus oder in der nahe liegenden Pizzeria zur Verfügung, antwortet Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU). „Jeden Freitag Dixi-Klos aufzustellen ist logistisch schwierig“, sagt er.

Sittmanns Anliegen sei es, den Markt weiter zu vergrößern und noch attraktiver zu machen. Die logistischen Dinge seien mit einem Stromanschluss hinter der Volksbank geschaffen. Vor kurzem habe man über eine mögliche Vergrößerung des Marktes gesprochen. Auch örtliche Händler sollen einbezogen werden, die freitags auf dem Markt einen Stand aufbauen könnten. Durch den Markt werde laut Sittmann der Ortskern belebt. Auch für die ortsansässigen Gewerbetreibenden sei das von Vorteil. „Es ist im Werden, es geht aber noch mehr.“

Zur Startseite Mehr aus Rüsselsheim

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen