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Einzelhandel: Die Rüsselsheimer Einkaufswelt geht ins Netz

Von 2018 soll die Digitalisierung der Rüsselsheimer Einkaufslandschaft weiter vorangetrieben werden. Erste Netzwerk-Pflänzchen sollen wachsen, doch gar zu schnell darf es auch nicht gehen. Für Achim Weidner, der den Prozess vorantreiben will, ein schwieriger Spagat.
Die Rüsselsheim-App ist ein erster Anfang in Sachen Digitalisierung, genutzt wird sie von den Händlern aber noch zu selten. Foto: Göckes Die Rüsselsheim-App ist ein erster Anfang in Sachen Digitalisierung, genutzt wird sie von den Händlern aber noch zu selten.
Rüsselsheim. 

Das Weihnachtsgeschäft ist vorbei, die ersten Geschenke umgetauscht, und die Rüsselsheimer Händler hatten ein paar Tage zum Durchschnaufen. Am Wochenende startet der Rüsselsheimer Gewerbeverein mit seinem Neujahrsempfang ins Jahr und auch an anderer Stelle beginnen die Planungen für die nächsten Monate langsam anzulaufen. „Wir hatten jetzt aufgrund der Feiertage, des Jahreswechsels und auch wegen der Vorbereitungen auf die Fastnacht ein bisschen Luft.

KOMMENTAR

Nicht zu langsam, nicht zu schnell – es ist ein schwieriger Spagat, der beim Aufbau eines digitalen Marktplatzes in Rüsselsheim vonnöten sein wird.

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Aber jetzt geht es weiter“, berichtet Achim Weidner zum Stand der Bemühungen um eine Digitalisierung des Rüsselsheimer Handels und Gewerbes. Der Treffpunkt Innenstadt habe bereits ein Gespräch mit Udo Bausch (parteilos), dem neuen Rüsselsheimer Oberbürgermeister, vereinbart.

Erstes Treffen

Die Rüsselsheimer Einkaufswelt ins Netz zu bringen, zu digitalisieren, ist Weidners Steckenpferd. Der Betreiber einer Internetagentur ist sowohl im Gewerbeverein als auch im Treffpunkt Innenstadt, also der Interessenvertretung der Händler im Stadtkern, aktiv und hat bereits 2017 ein erstes Netzwerktreffen zu dem Thema organisiert. An Bord waren da neben den beiden lokalen Rüsselsheimer Dachvereinen auch die Wirtschaftsförderung der Stadt sowie die Industrie- und Handelskammer.

Das Fernziel ist klar definiert: Rüsselsheim könnte einen Marktplatz im digitalen Netz bekommen, der für die ansässigen Händler als Erweiterung ihres angestammten Geschäfts dienen könnte. Beispiele für solche lokal verankerten digitalen Internetkaufhäuser gibt es inzwischen quer durch die Republik, teilweise sogar mit über Taxis organisierten Lieferdiensten.

Davon ist Rüsselsheim aber noch ein ganzes Stück entfernt. „Wir sammeln jetzt Material für die ersten Schritte. Ehe wir große Lösungen angehen, müssen wir erst einmal die Grundlagen für jeden einzelnen schaffen“, sagt Weidner. Zunächst gehe es darum, bei vielen Basiswissen und Bewusstsein zu schaffen, über Risiken und Chancen aufzuklären. „Einige beginnen gerade erst, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, andere sind schon weiter, wie etwa die Buchhandlung Kapitel 43“, sagt Weidner.

Es ist kein einfacher Spagat. Einerseits müsse er alle mitnehmen, niemand dürfe sich auf dem weiteren Weg überfahren fühlen. Andererseits drängt die Zeit. Denn jeder Monat, den die Rüsselsheimer Einzelhändler ohne gemeinsame Strategie für einen neuen Absatzmarkt im Internet verstreichen lassen, kann bares Geld und Kunden kosten. „Die Digitalisierung öffnet Türen“, warb Marina Hofmann von der IHK schon beim ersten Netzwerktreffen im vergangenen Jahr dafür, dass die Rüsselsheimer Händler einen gemeinsamen Weg in die Zukunft erarbeiten.

Verbindende Arbeit

Daran will auch Achim Weidner in den kommenden Monaten weiter arbeiten. Auch, indem Treffpunkt Innenstadt und Gewerbeverein über die verbindende Arbeit an der Digitalisierung ein Stück enger zusammenrücken. „Ich bin in diesem Sinn ja im Grunde für beide Vereine aktiv. Das ist auch sinnvoll, dass da keine doppelte Arbeit geleistet werden muss.“ Möglichst bald sollen weitere Netzwerktreffen organisiert werden. Weidner hofft auch weiterhin auf die Unterstützung der Wirtschaftsförderung der Stadt und die der IHK.

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