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Asylbewerber: Eine Broschüre als Anleitung

Der Runde Tisch Asyl stellte bei seiner jüngsten Sitzung die neuesten Entwicklungen bei den Flüchtlingen vor.
Das Team der Ehrenamtlichen: Sie stehen den Flüchtlingen zur Seite, indem sie Deutsch- und Schwimmkurse sowie Veranstaltungen wie das Begegnungscafé organisieren. Foto: Rüdiger Koslowski Das Team der Ehrenamtlichen: Sie stehen den Flüchtlingen zur Seite, indem sie Deutsch- und Schwimmkurse sowie Veranstaltungen wie das Begegnungscafé organisieren.
Raunheim. 

Der Runde Tisch Asyl traf sich zum zweiten Mal in diesem Jahr. Renate Völlinger, im Rathaus Teilfachbereichsleiterin für Soziales und Kultur, präsentierte aktuelle Zahlen zur Aufnahme von Flüchtlingen. In der Unterkunft in Außerhalb leben derzeit 32 Menschen, in der Karl-Liebknecht-Straße 47 Personen und in der ehemaligen Pension Bemmert in der Kelsterbacher Straße 56 Leute. Hinzu kommen einige kleinere Wohneinheiten, auf die 70 bis 80 Personen verteilt sind.

Es seien demnach bisher mehr als 200 Flüchtlinge aufgenommen worden. Die ursprüngliche Quote habe bei 189 Menschen gelegen. Renate Völlinger rechnet deshalb nicht damit, dass die Stadt in diesem Jahr noch weitere Asylbewerber aufnehmen muss. Da aber einige Wohnungen in der Unterkunft in Außerhalb frei seien, könnte der Kreis diese aber auch belegen wollen. Vor rund 20 Anwesenden stellte sich der neue Flüchtlingsbetreuer Jens Grode vor. Renate Völlinger würde gerne noch einen Betreuer beschäftigen. Sie beruft sich dabei auf eine Aussage des Kreises, der einen Flüchtlingsbetreuer pro 100 Menschen zugesagt habe.

Ann Kathrin Michel von der DLRG lieferte einen Bericht über den Schwimmkurs mit Flüchtlingen. Während der Schwimmkurs mit den Männern läuft, soll mit den Frauen noch einmal gesprochen werden. Sie wollten bisher nicht unter Beobachtung von männlichen Rettungsschwimmern ins Wasser. Außerdem gibt es einige Deutschkurse, die ehrenamtliche Helfer geben.

 

Infos über Land und Leute

 

Bei der Sitzung hatten die Teilnehmer zudem Gelegenheit, einen Blick auf die fertige Informationsbroschüre für die Flüchtlinge zu werfen. In der Broschüre mit dem Titel „Willkommen in Raunheim“ finden die Asylbewerber Informationen über Deutschland, Raunheim, die Gleichberechtigung der Frauen, Hygienestandards, Sportvereine und künstlerische Vereine, Schulen, Gemeinden und verschiedene Anlaufstellen. Von einer Übersetzung hat Renate Völlinger aus Kostengründen Abstand genommen. Das Übersetzer- und Begleiterteam soll mit den Asylanten die Broschüre durcharbeiten.

Am morgigen Sonntag startet das Begegnungscafé in der Karl-Liebknecht-Straße in einen zweiwöchigen Rhythmus. Für die Unterstützung der Flüchtlinge sind Informationsveranstaltungen des Jobcenters Rüsselsheim zum beruflichen Weiterkommen geplant. Dabei sollen in Gruppen- und Einzelgesprächen ab Mitte April Profilanalysen angefertigt werden. Außerdem soll ein Workshop zur Reparatur von Fahrrädern angeboten werden. Zudem soll ein Verkehrssicherheitstraining organisiert werden. Filme mit möglichst wenigen Dialogen will der Kino- und Kulturverein zeigen. rko

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