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Sie fahren nach Berlin: Eintrachtfans und Bayernanhänger erzählen von ihren Plänen fürs DFB-Pokalfinale

Von Wer nimmt die Trophäe mit nach Hause? Die Frankfurter Eintracht oder der FC Bayern München? Der Entscheidung im Finale des DFB-Pokals, das morgen in Berlin ausgetragen wird, fiebern Fußballfans im ganzen Land entgegen. Wir haben uns vor dem Spiel mit Fanclub-Mitgliedern beider Mannschaften getroffen.
Leidenschaftliche Fußballfans: Christian Haas, Frank Klepper und Georgios Kipros vom EFC Raunnheim sowie Knut Schnurrbusch, Sven Hügel und Christopher Horn von den Geinsheimer „Rhoibazis“. Leidenschaftliche Fußballfans: Christian Haas, Frank Klepper und Georgios Kipros vom EFC Raunnheim sowie Knut Schnurrbusch, Sven Hügel und Christopher Horn von den Geinsheimer „Rhoibazis“.
KREIS GROSS-GERAU. 

Donnerstagabend im Rüsselsheimer „Rind“. In der Kneipe und davor herrscht reges Treiben. Frank Kleppe, Christian Haas und Georgios Kipros vom Eintracht Fan-Club Raunheim (EFC) sind schon da. Draußen haben sie auf einer der Bänke Platz genommen. Vor ihnen stehen drei Schoppen Stöffche, sauer gespritzt versteht sich. Ein paar Minuten später treffen Sven Hügel, Knut Schnurrbusch und Christopher Horn ein. Begrüßung per Handschlag, dann bestellen sie drei Weißbier. Die Getränkewahl kommt nicht von ungefähr: Die drei sind Mitglieder des Bayern-Fanclubs „Rhoibazis Geinsheim“.

Vier Titel, sieben Endspiele

Der DFB-Pokal ist so etwas wie der Lieblingswettbewerb von Eintracht Frankfurt: Viermal haben es die Adlerträger in ihrer Vereinsgeschichte bereits geschafft, die Trophäe an den Main zu holen.

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Auf Einladung dieser Zeitung sind die Fußballfans ins „Rind“ gekommen, um über das große Spiel zwischen ihren Lieblingsteams zu sprechen, das am Samstag (20 Uhr) über die Bühne geht: das Finale des DFB-Pokals. Allesamt werden sie das Match vor Ort im Olympiastadion verfolgen. Mit einem eigenen Bus fährt der EFC bereits um 7.30 Uhr morgens los. Nachmittags wird im Hotel eingecheckt, bevor es vom Breitscheidplatz aus Richtung Stadion geht. Die Raunheimer verbringen auch die Nacht in Berlin.

Party vor der Abfahrt

Die „Rhoibazis“ haben sich eine etwas andere Taktik zurecht gelegt: Sie fahren gemeinsam mit einem Fanclub aus dem Taunus in die Hauptstadt. Dort gibt es schon am Freitagabend eine Pokalparty, um 2 Uhr in der Früh fährt ihr Bus dann direkt von dort ab. Dafür geht es für sie in jedem Fall auch noch am Samstagabend wieder zurück gen Heimat.

Klepper kündigt an, dass die Unterstützung der Eintracht-Fans in diesem Jahr noch eindrucksvoller sein werde. „Da sind wir mit Herzblut dabei“, bekräftigt er. Frankfurt habe einfach die aktivere Fanszene.

„Das ist doch ein Mythos“, entgegnet Hügel, während die Stimmung am Tisch ausgelassener wird. Den Ruf, im Stadion nicht für genügend Stimmung zu sorgen, hätten die Bayernfans zu Unrecht.

Ob der Gewinn des DFB-Pokals für die Bayernfans nach dem verlorenen Halbfinale in der Champions League gegen Real Madrid ein Trost wäre? „Eine Mannschaft wie der FC Bayern muss den Anspruch haben, da zu gewinnen, aber der Pokal ist trotzdem etwas Besonderes“, betont Hügel.

Ergebnis getippt

„Die Stimmung in Berlin ist der Wahnsinn“, berichtet Christian Haas, der mit dem EFC schon im vergangenen Jahr dort war, als die Eintracht gegen Borussia Dortmund unterlag. Ein friedliches Fußballfest sei es gewesen. „Ich konnte bis ins Stadion laufen, ohne dass mich jemand angefasst hat.“ Deshalb sei es auch gar nicht so wichtig, wie das Spiel ausgeht. Ob sie trotzdem einen Tipp für den Ausgang des Finales abgeben wollen?

1:0 lautet das Wunschergebnis der Eintracht-Fans. Von einem Tipp wollen sie dabei lieber nicht sprechen. Die Adlerträger dürften kein Gegentor kassieren und müssten die Bayern gleichzeitig genug beschäftigen, damit diese „auch Fehler machen.“

Sven Hügel und Knut Schnurrbusch von den „Rhoibazis“ sagen einen 3:0-Sieg für die Bayern voraus. „Ach, ein Tor werden die Frankfurter schon schießen, 3:1 also“, wendet ihr Kollege Christopher Horn ein. Wer wird Recht haben? Morgen wissen wir mehr.

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