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Asylbewerber: Fischer ist überwältigt vom Zuspruch der Helfer

Rund 130 Flüchtlinge gibt es derzeit in Nauheim. Um sie zu unterstützen und sich zu informieren, trafen sich Politiker und Bürger zum Runden Tisch.
Bürger informieren sich am „Runden Tisch“ über die Flüchtlingshilfe. Bürgermeister Jan Fischer (li.) begrüßt die Helfer. Foto: Rainer Beutel Bürger informieren sich am „Runden Tisch“ über die Flüchtlingshilfe. Bürgermeister Jan Fischer (li.) begrüßt die Helfer.
Nauheim. 

Mit einem so großen Zuspruch hatten die wenigsten gerechnet: Beim Informationstreffen des Runden Tisches der Flüchtlingshilfe reichte der Rathaussaal platzmäßig nicht aus. In dem mit rund 60 Frauen und Männer gefüllten Sitzungsraum begrüßte Bürgermeister Jan Fischer (CDU) am Mittwochabend die Interessenten im Stehen. Für mehr als die Hälfte der Besucher gab es keinen Sitzplatz mehr.

Das Kapazitätsproblem löste sich rasch: Nach einer kurzen Vorstellungsrunde verteilten sich die ehrenamtlich Engagierten, Interessenten, Gemeinde-, Vereins und Kirchenvertreter auf die Foyers und Flure des Rathauses. Dort waren Tische mit Informationsmaterial vorbereitet, an denen die jeweiligen Ansprechpartner zu vertiefenden Gesprächen zur Verfügung standen.

Fischer informierte die Anwesenden, dass derzeit in Nauheim 130 Asylsuchende untergebracht seien. Einige von ihnen besäßen bereits eine Aufenthaltsgenehmigung. Rund 50 gehörten zur Gruppe der Jugendlichen, die ihre Flucht ohne Eltern oder Verwandte auf sich genommen haben.

Für 2016 rechnet Fischer mit weiteren 170 Asylbewerbern. Für das erste Quartal gelinge es wohl, die notwendigen Unterkünfte bereitzustellen. Er sei aber auch zuversichtlich, dass auch die später im Jahr Ankommenden „genauso geräuschlos integriert werden können“ wie die ersten 2015, von denen auch einige zum Runden Tisch erschienen waren.

Überaus dankbar äußerte sich der Bürgermeister über das große Netzwerk von Unterstützern, die den Menschen helfen. Er sei „geradezu überwältigt“ vom guten Zuspruch auf die Einladung des Runden Tisches und dem ehrenamtlichen Engagement der Bürger. Die führenden Köpfe der ehrenamtlichen Helfer stellten sich und ihre Tätigkeit vor, darunter Hans Wenzel und Reinhard Seiler, die mit einigen Gleichgesinnten gebrauchte Fahrräder für Asylbewerber herrichten. Ebenso Jutta Tim, die mit anderen die Sprachförderung organisiert.

Anja Kauf zeichnet für die Kinderbetreuung verantwortlich. Ihr und ihrem Arbeitgeber, der evangelischen Kirche wurde ausdrücklich gedankt, weil Anja Kauf vor rund einem Jahr für Asylsuchende und Helfer als erste Ansprechpartnerin diente – was sich schnell zum Ganztagsjob entwickelte, bis die Gemeinde dafür als hauptamtliche Kraft Ursula Jacobi einstellte. Auch sie machte sich und ihre Arbeit am Mittwochabend bekannt.

Sandra Steuernagel berichtete, dass sie sich im Bereich Freizeit und Sport engagiere und mit Uwe Lautenschläger dringend weitere Unterstützer suche. Ebenso stellte sich das Diakonische Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim vor, dessen Mitarbeiter sich in der Flüchtlingssozialarbeit einsetzen.

Kerstin Kuschnereit kümmert sich um die Hausaufgabenhilfe. Sie führe Kinder an die Intensivklassen der Schulen heran, auch wenn diese noch nicht alphabetisiert seien, erklärte sie. Ursula Ackley koordiniert die allgemeine Hilfe für Familien und betonte, ihr Einsatz gehe bisweilen „bis zur Begleitung in den Kreißsaal“.

Irmgard Kröhler-Dudek hilft bei der Existenzsicherung von Asylbewerbern, vor allem im Kontakt und Zusammenwirken mit Behörden. Weiterhin stellte sich Michael Engelhardt vor, der mit anderen bei der Wohnungssuche und dem Möbeltransport anpackt.

Bürgermeister Jan Fischer ergänzte, dass auch Thomas Rossellit von der Gemeinde Trebur als Ansprechpartner für Wohnungssuchende zur Verfügung stehe.

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