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Fest in Rüsselsheim: Künstler zeigen beim „Treff der Sinne“ ihr kreatives Können

Wenn sich die vier Sparten des Eigenbetriebs Kultur 123 gemeinsam präsentieren, wird deutlich, welch kreative Fülle dahintersteckt: Beim „Treff der Sinne“ hatte das Publikum die Wahl zwischen den unterschiedlichsten Angeboten.
Bunte Schmetterlinge nicht nur auf dem T-Shirt: Mit ihrer phantasievollen Gesichtsbemalung sticht Mia Mosel (6) vor der Bühne heraus. Bilder > Bunte Schmetterlinge nicht nur auf dem T-Shirt: Mit ihrer phantasievollen Gesichtsbemalung sticht Mia Mosel (6) vor der Bühne heraus.
Rüsselsheim. 

Die meisten Gäste ließen es am Samstagnachmittag langsam angehen: Auf dem von kulinarischen Angeboten gesäumten Platz Am Treff nahmen sie auf Bänken, an Stehtischen oder in Liegestühlen Platz, um einen Überblick zu gewinnen. Und warum nicht gleich mal einen Flammkuchen, eine Pizza oder süße Waffeln probieren?

Eckhard Kunze, Betriebsleiter von Kultur 123 und sein Team, warteten beim zweiten „Treff der Sinne“ mit einer überbordenden Palette der Schnupperangebote sowie mit begeisternden Bühnenpräsentationen auf, die es schwer machten, eine Auswahl zu treffen. Lieber den Trommelworkshop der Musikschule besuchen oder in der Bücherei die Lesung „Asterix uff Hessisch“ goutieren?

Es ging aber auch anders: Die kleine Mia Mosel (6) saß einfach still mitten im Gewusel und beobachtete das Treiben. Im Gesicht geschminkt mit einem phantasievollen Schmetterling, stach sie aus der Menge heraus.

 

„So viele Angebote. Wer an einem teilnimmt, versäumt das andere“, so Claudia Heyse lachend. Die Koordinatorin des Gemeinwesenprojekts Innenstadt war mit ihren Enkelinnen Tamika (9) und Dana (8) da, so dass sie primär Kinderstationen ansteuerte – etwa nostalgische Spiele von Malen mit Kreide bis Gummitwist. „Der Treff der Sinne ist ja ein Riesenvorhaben. Ich finde es sehr gelungen“, sagte sie.

Kräfte gebündelt

Stadtbücherei, Theater, Musikschule und Volkshochschule hatten alle Kräfte gebündelt, um aufzuzeigen, welch multikulturelle, künstlerische und kreative Fülle sie bieten. So stellte im Interview mit Moderator Thomas Wagner auch Diana Zörp den Förderverein Theater vor, der entstand, als das Bestehen des Theaters 2012 auf der Kippe stand. „Ohne Kultur 123 wäre die Stadt ärmer“, so Zörp. Thomas Wagner, der die Musikschul-Solisten und deren Gruppen ansagte, die allesamt einen klangvollen Rahmen setzten, wies zugleich auf jeweils startenden Aktionen hin: „Wer am türkischen Kochen teilnehmen will, muss sich sputen“ oder: „Gleich beginnt Yoga am Stuhl“. Und tatsächlich: Der „Sonnengruß“, zu dem Yoga-Lehrerin Sonia Finger einlud, war eine sinnliche Erfahrung am Rand der Betriebsamkeit.

Und auch Simone Kimmel-Möller entdeckte sinnlichen Genuss: „Ich war beim türkischen Kochen. Himmlisch!“ Die Lehrerin aus Flörsheim ging die Palette der Angebote strukturiert an: „Ich hab mir bestimmte Workshops rausgepickt. Sonst steht man orientierungslos rum“, meinte sie. Begeisternd sei die Führung durch die Kulisse des Theaters gewesen, erzählte sie, bevor sie mit Ehemann Roland in einem Liegestuhl pausierte. „Jetzt freuen wir uns auf die Band Gastone aus Frankfurt“, sagte sie noch.

Während sich die Dunkelheit über den Platz senkte und Illumination stimmungsvolles Flair verbreitete, legten die Musiker mit Bandleader und Gitarrist Giuseppe Porrello im Mix aus Folklore, Salsa und Reggea los. „Spaghetti für die Ohren“ nennen sie humorig ihre Musik – und nicht lang, da waren viele Gäste tanzend auf den Beinen.

Theaterkarten günstiger

Die Band machte den Abschluss im Kaleidoskop der Inspiration: Sei es das Kostüme-Schneidern mit Theaterpädagogin Anna Lehn, das Schminken mit Maskenbildnern, das Luftballonfiguren-Knoten von Rita Wiebe, das Porträtzeichnen mit Roman Köller und Martin Stark oder das Traumbänder-Malen der Stadtbücherei – vor allem die Jugend erlebte Verlockendes.

Was vielleicht nachwirkt: Wie wäre es mit Teilnahme am Jungen Theaterensemble? Mit dem Lernen eines Instruments oder dem häufigeren Besuch der Stadtbücherei?

Angestellte von Kultur 123 gaben gern Auskunft und Erwachsene nutzten die Chance, Theaterkarten für die neue Saison zu kaufen – zehn Prozent günstiger als sonst und mit einem belebenden Drink gratis dazu.

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