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Die Rechnung ohne den Hund gemacht: Labradoodle-Dame Lucy schlägt Einbrecher in die Flucht

Einbrecher hatten es am Montag auf ein Haus in der Treburer Fischergasser abgesehen. Dass ihr Unterfangen scheiterte, ist der Verdienst von Lucy – der Hunde-Dame des Hauses.
Wachsame Hundedame: Lucy schlägt auch Einbrecher in die Flucht. Wachsame Hundedame: Lucy schlägt auch Einbrecher in die Flucht.
Trebur. 

Große Augen, flauschiges Fell mit schwarzen Locken - auf den ersten Blick macht Lucy einen sanften Eindruck. Doch die Hündin kann offenbar auch anders. Sehr zur Freude von Herrchen Harald Jurgeit und seiner Frau Anja. Denn am Montag verhinderte die gerade einmal 18 Monate alte Labradoodle-Dame aller Wahrscheinlichkeit nach, dass Einbrecher in ihr Haus in der Fischergasse gelangten.

„Als meine Frau mittags nach Hause gekommen ist, hat sie es nicht gleich bemerkt“, beginnt Harald Jurgeit, der sich selbst gerade auf einer Geschäftsreise befindet. Jurgeit zufolge bemerkte seine Frau das etwas nicht stimmte, als sie die Hündin nach draußen ließ. Ihr fiel auf, dass das Gartentor nur angelehnt war. Bei genaurer Betrachtung stellte sich heraus: Es wurde aufgebrochen. „Später stellte sie fest, dass auch jemand versucht hatte, die Terrassentür aufzuhebeln“, berichtet Jurgeit.

Dabei müssen die Täter gestört worden sein. Für die Polizei ist auch klar von wem. „Vermutlich weil der der wachsame Hund der Hauseigentümer anschlug, suchten die Kriminellen aber unverrichteter Dinge das Weite, ohne das Haus zu betreten“, heißt es im Bericht der Beamten.

Das sieht Harald Jurgeit genauso. „Es liegt nahe, dass es so war. Offensichtlich haben sie es nur bis zur Tür geschafft“, sagt er. Denn Lucy liegt meistens im Flur des Haus und fängt sofort an zu bellen, wenn Fremde kommen. Sie will dann ihre Familie beschützen, zu der auch noch die beiden jugendlichen Töchter der Jurgeits gehören. So zeigt sie das Verhalten nicht nur daheim, sondern auch unterwegs, wenn andere Menschen dabei sind. „Man muss das auch zulassen“, erklärt Jurgeit. Schließlich lässt sich das Verhalten auch abtrainieren. Das kommt für ihn aber nicht infrage. Im Gegenteil. Auch deshalb schaffte die Familie die Hündin an. Denn eine der Töchter ist schwerhörig. Nachts nimmt sie ihr Hörgerät ab. „Alleine Zuhause, würde sie dann ohne den Hund nicht mitbekommen, wenn jemand ins Haus kommt“, erläutert Jurgeit.

Dass es jetzt tatsächlich zu einem versuchten Einbruch gekommen ist, macht ihm keine Angst. „Es überwiegt mehr das Gefühl der Sicherheit, eben weil es beim Versuch geblieben ist“, erzählt er. In Zukunft will er sich trotzdem nicht allein auf Lucys Gebell verlassen. Deshalb rüstet die Familie jetzt auf. „Wir werden Videokameras installieren und uns beraten lassen, was die Verriegelung unseres Hauses angeht“, sagt Jurgeit. Auf die Leistung seiner Hündin ist er in jedem Fall stolz. Nachdem am Montag der erste Schreck verdaut war, erhielt Lucy auch eine angemessene Belohnung. Jurgeit verrät: „Meine Frau hat ihr einen besonderes Leckerli gegeben, getrocknete Rinderhaut.“

(sw)
 

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