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Spendensammlung: Nächstenliebe in 200 Paketen

Mehr als 200 Weihnachtspakete für die Aktion „Schenke ein Lächeln“ hat die Jugendorganisation der Alevitischen Gemeinde am Freitagabend gepackt. Empfänger dieser Spende werden die Kinder der Flüchtlingsunterkunft in der Zwerchallee in Mainz sein.
Die Jugend der Gemeinde packt Weihnachtsgeschenkpakete für Flüchtlingskinder bei der „Schenke ein Lächeln“-Geschenkaktion für Flüchtlingskinder der Alevitischen Gemeinde. Foto: Marc Schueler Die Jugend der Gemeinde packt Weihnachtsgeschenkpakete für Flüchtlingskinder bei der „Schenke ein Lächeln“-Geschenkaktion für Flüchtlingskinder der Alevitischen Gemeinde.
Ginsheim-Gustavsburg. 

„Der Gute Zweck darf keine Grenzen kennen“, sagt Zeynal Yurtsever, der Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde in Gustavsburg. Er ist stolz auf den Erfolg der Jugendorganisation unter der Federführung seines Stellvertreters Enis Celik. Worte, die auch der SPD-Bürgermeisterkandidat Thorsten Siehr lobt, denn Siehr weiß, dass Länder-, Kreis-, Stadt- und selbst Stadtteil-Grenzen mitunter problematisch werden können. „Es ist toll, zu sehen, was hier gemacht wird und den Erfolg zu erleben, den die Aktion nach sich gezogen hat. Im Namen der guten Sache zeigt man hier, wie gut die Zusammenarbeit der Gemeinschaft zwischen Gustavsburg und Mainz funktionieren kann“, so Siehr.

Für die Jugendorganisation der Alevitischen Gemeinde Gustavsburg, die diese Idee zusammen mit der Gemeinde in Mainz und der Alevitischen Hochschulgruppe umsetzte, ist es eine kleine Geste, die für die Empfänger eine große Hilfe darstellt. Spenden sammelten sie unter den Mitgliedern entweder in Form von Geld oder mit Sachspenden, die sie im Gemeindezentrum einlagerten und am Freitagabend in Geschenkpakete verpackten. „Wir haben uns vorher informiert, wie viele Kinder in der Unterkunft in Mainz sind. Natürlich haben wir auch das Alter erfragt, damit wir besser planen können, was in die einzelnen Pakete hinein kommt“, berichtet Enis Celik von den Vorbereitungen. „Wer wollte, konnte uns Sachspenden liefern. Aber auch Geldspenden waren natürlich willkommen, damit wir dringend benötigte Dinge kaufen konnten. Mit fünf Euro kann man da schon viel machen.“

Rund 1200 Euro waren nach vier Wochen im Spendentopf, von denen die Jugendlichen einkaufen gehen konnten. „Natürlich wissen wir, dass die verschiedenen Altersgruppen unterschiedliche Dinge benötigen. Darum haben wir vier Altersgruppen gebildet: bis vier Jahre, fünf bis sieben Jahre, acht bis 15 Jahre und 16 und älter.“ Bei Paketen der ersten Altersgruppe sind Babysachen dabei, bei den Kindern von fünf bis sieben und acht bis 16 Jahren auch Schulsachen wie Hefte oder Mäppchen. „Wir haben auch Hygieneartikel wie Duschgel, Zahnbürsten und Zahnpasta dabei, genauso packen wir auch Süßigkeiten und Spielwaren ein. Wir wollen den Kindern mit diesen Kleinigkeiten etwas Gutes tun und ein Stück Hoffnung schenken. Die Nächstenliebe ist bei unserer Glaubensgemeinschaft einer der zentralen Werte“, so Celik weiter.

 

Schon fast

 

zu viele Spenden

 

200 Pakete packten die rund 30 Helfer der Jugendorganisation der alevitischen Gemeinde bereits am Freitagabend und sie stellten fest, das sie mehr bekommen hatten, als sie in den Paketen unterbringen konnten. Auch von der Spendensumme ist noch ein Rest vorhanden. „Dies werden wir natürlich auch dem Guten Zweck zukommen lassen“, verkündet Celik schon einmal.

Damit die Pakete rechtzeitig zum Weihnachtsfest bei den jungen Empfängern ankommen, haben die Jugendlichen bereits einen Termin in der Zwerchallee vereinbart. Am 21. Dezember um 16 Uhr werden sie die Unterkunft besuchen und die Geschenke übergeben. Bis dahin überlegen sie noch, welche Form der Hilfe sie zusätzlich leisten könnten.

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