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Info: Regierungspräsidium stellt Infotafeln in den Streuobstwiesen auf

Spaziergänge in der Natur erhalten im Gebiet der Streuobstwiesen bei Nauheim und Rüsselsheim-Königstädten zukünftig einen Mehrwert. Neue Besuchertafeln informieren jetzt Spaziergänger.
Die Heidelerche ist eine charakteristische Vogelart für das Gebiet der Streuobstwiesen bei Nauheim und Rüsselsheim-Königstädten. Die Heidelerche ist eine charakteristische Vogelart für das Gebiet der Streuobstwiesen bei Nauheim und Rüsselsheim-Königstädten.
NAUHEIM. 

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat in den Streuobstwiesen bei Nauheim und Rüsselsheim-Königstädten vier neue Besuchertafeln aufstellen lassen. Wie das RP am Donnerstag mitteilte, informieren diese über die Bedeutung des Gebiets für den Natur- und Artenschutz. Entwickelt habe das RP die Schilder gemeinsam mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, der Vogelschutzwarte Frankfurt und örtlichen Naturschützern.

Dass die traditionell bewirtschafteten Flächen im Seichböhl und Tiefgewann ein Anziehungspunkt für viele, mitunter seltene Vögel sind, ist allgemein bekannt. Weniger bewusst dürfte jedoch den allermeisten sein, dass die Streuobst-Trockenwiesen ein europäisches Vogelschutzgebiet sind. Gemeinsam mit den angrenzenden lichten Wäldern und dem Schaeppersee gehört es seit zehn Jahren zum Schutzgebietsnetz Natura 2000.

Die reich bebilderten Infotafeln, die an vier verschiedenen Orten platziert wurden, stellen für das Gebiet charakteristische Vogelarten, wie den Wendehals oder die Heidelerche vor. Für den Gartenrotschwanz zählt das Gebiet zu den wichtigsten Brutgebieten in ganz Hessen.

Zwerggras hat überlebt

Auch botanisch habe das Gebiet Außergewöhnliches zu bieten: Das in Deutschland nur selten zu findende Sand-Zwerggras ist hier weit verbreitet. Seine Samen werden sogar verwendet, um die Art an anderen Standorten in Hessen wieder anzusiedeln. All diese Arten konnten im Gebiet überleben, weil die traditionelle, extensive Bewirtschaftung der kleinteilig strukturierten Flächen bis heute andauert.

Sorgen bereiten den Naturschützern mitunter Vogel-Liebhaber, die auf der Suche nach seltenen Arten und Fotomotiven unbewusst selbst zu einer Gefahr für die Vogelwelt werden. Die Infotafel würden darüber aufklären, dass Besucher selbst auf 100 Meter Entfernung noch als Störfaktor wirken könnten, schreibt das RP. Dabei werde ein fixierendes Kameraauge als besonders bedrohlich wahrgenommen. Deshalb lautet der Appell auf der Tafel: „In der Brutzeit Abstand halten und Brutplätze zügig passieren.“

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