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Seilspringer-WM: Ropeskipper wollen nach Shanghai

Die „Flying Ropes“ der Turngemeinde (TG) Rüsselsheim treten Ende Juli bei der Ropeskipping-Weltmeisterschaft in Shanghai an. Für die Anreise werden noch Unterstützer gesucht.
Sebastian Deeg, Eric Seeger, Amir Salihi, Felix Rühl und Fabian Fischer (von links) wollen mit ihrem Wettkampfteam in Shanghai einen der oberen Plätze erreichen. Bilder > Sebastian Deeg, Eric Seeger, Amir Salihi, Felix Rühl und Fabian Fischer (von links) wollen mit ihrem Wettkampfteam in Shanghai einen der oberen Plätze erreichen.
Rüsselsheim. 

Qualität, Synchronität und Konzentration – mit diesen drei Schlüsseln könnte es Anfang August im fernen China dazu kommen, dass die Rüsselsheimer TG-Ropeskipper der „Flying Ropes“ einen der vorderen Plätze belegen. „Unser Ziel sind die Top Ten, echt super wären die Top Sechs“, sagt Sebastian Deeg. Er tritt im Team mit Amir Salihi, Fabian Fischer, Felix Rühl und Eric Seeger im Wettbewerb der Männer-Teams an. Für die Frauen gehen Janice Dreher, Kira Hölscheid, Kimberly Kuschmann und Elina Vertzagias an den Start.

Im März haben sich die beiden Mannschaften für die WM in Shanghai qualifiziert. Ende Juli beginnt dort die alle zwei Jahre ausgetragene Weltmeisterschaft. „Ein Teil von uns fliegt etwas früher“, verrät Deeg. Von den neun Athleten hätten viele die Stadt noch nicht gesehen, für einige ist es überhaupt der erste große internationale Wettkampf. „Elina ist mit 19 Jahren die Jüngste“, weiß Amir Salihi.

Die Wettkämpfe werden über eine ganze Woche ausgetragen. Neben den Team-Wettkämpfen treten einige TG-Sportler auch einzeln an. Salihi, Rühl, Seeger und Hölscheid dürfen sich dann auf internationalem Niveau mit der Konkurrenz messen. Dabei seien die Gastgeber eine harte Nuss.

Starke Konkurrenz

„Wir müssen berücksichtigen, dass die Asiaten wirklich stark sind“, erklärt Salihi. „Viele machen das quasi als Beruf“. Die Rüsselsheimer Delegation dagegen besteht aus Studenten, Azubis und Berufstätigen. In Asien seien fünf bis sieben Trainings pro Woche normal. „Das ist schon ganz anders dort.“ Trotzdem: Die „Flying Ropes“ sehen sich in der besseren Hälfte „mit Luft nach oben“, meint Salihi schmunzelnd.

„Das Niveau liegt bei jeder WM noch mal höher“, berichtet Deeg, der schon viel Erfahrung bei internationalen Wettbewerben hat. Zum elften Mal springt er bei einer Weltmeisterschaft. Er geht davon aus, dass im Team-Wettbewerb mit zwölf bis vierzehn Gruppen bei den Männern konkurriert werden muss. Bei den Mädchen seien es noch mehr. In sechs Disziplinen wird gesprungen, die Einzelwertungen fließen am Ende zur Gesamtwertung zusammen.

Chance nutzen

In jedem Fall wollen die Ropeskipper die Chance nutzen, die sie durch die Qualifikation erhalten haben. Für die Teilnahme an der WM muss jedes Mitglied ein „Package“ kaufen. Dieses Gesamtpaket, das etwa 700 US-Dollar kostet, beinhaltet Verpflegung, Unterkunft und Startgebühr. Zu diesen Kosten, die von der TG Rüsselsheim getragen werden, kommen die Anreisekosten von etwa 800 Euro pro Person.

Dass die TG als Verein die Gesamtkosten nicht übernehmen kann, ist für die Sportler verständlich. Auch die Teamkasse, die durch Workshops und Wettkämpfe gefüllt wurde, sei bereits berücksichtigt worden. Damit der Traum von Shanghai trotzdem wahr werden kann, bittet die Delegation jetzt die Öffentlichkeit um Hilfe, um die wertvolle Auslandserfahrung zu ermöglichen. Wer sich noch vom Niveau der Springer überzeugen will, kann mit Vorankündigung beim wöchentlichen Training reinschnuppern oder gleich eine Show der „Fyling Ropes“ buchen. Diese Einnahmen fließen in die Reisekasse.

„Die Aufregung hält sich noch in Grenzen“, verrät Sebastian Deeg. In drei Wochen sähe das aber vermutlich anders aus: „Eine WM ist eben etwas ganz Besonderes.“

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