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Vertrag mit Ehepaar aufgelöst: SC Opel sucht neuen Pächter

Inken Sievers und Pedro Sanchez betreiben ihre Gaststätte Casa Pedro nur noch bis Ende März im Clubhaus des Sportclubs Opel. Danach ziehen sie in andere Räumlichkeiten um.
Pedro Sanchez an der Paella-Pfanne. Foto: Stella Lorenz Pedro Sanchez an der Paella-Pfanne.
Rüsselsheim. 

Der Sportclub Opel Rüsselsheim muss sich einen neuen Pächter für seine Clubhaus-Gaststätte suchen. Pedro Sanchez und seine Frau Inken Sievers, die dort seit April 2015 das Casa Pedro betrieben, ziehen im Frühjahr 2018 um. Verein und Pächter „haben sich darauf geeinigt, dass sie den Vertrag nicht verlängern“, sagt der Zweite Vorsitzende des SC Opel, Peter Grimm. Der Kontrakt laufe bis 31. März. Beide Seiten seien „zu der Überzeugung gekommen, dass eine Trennung okay ist“.

Keine Schließung

Inken Sievers betont, dass das Casa Pedro entgegen anderslautender Gerüchte keineswegs schließen werde. Die Gaststätte werde bis zum Umzug Ende März wie gewohnt weiterbetrieben. Das Gerede über das vermeintliche Ende des Restaurants habe sich negativ auf das Geschäft ausgewirkt, denn mancher Stammgast sei deshalb nicht mehr gekommen. Der Umsatz seit September sei „mäßig bis schlecht“ gewesen.

In welcher Lokalität es danach mit dem Restaurant weitergeht, möchten Sievers und Sanchez noch nicht öffentlich machen. Dies geschehe auf Rücksicht auf den bislang dort ansässigen Gastronomen, der die Neuigkeit noch unter Verschluss halten wolle. Nur soviel verrät Sievers: „Wir bleiben in Rüsselsheim.“

Im Streit gehen die Pächter nicht. Zwischen den Pächtern und dem SC Opel habe es keine Probleme gegeben, so Sievers. Den Entschluss, das SCO-Clubhaus zu verlassen, erklärt sie vielmehr mit Größe und technischer Ausstattung der dortigen Räumlichkeiten. Dies schränke das Speisenangebot an Tapasgerichten ein, wie Inken Sievers deutlich macht. Weshalb das Wirtspaar auch seine wirtschaftlichen Möglichkeiten an diesem Standort ausgereizt sieht. Der Koch Pedro Sanchez „kann wesentlich mehr als nur Tapas“, sagt Sievers: „Wir würden gerne auch Fleischgerichte, Nudelgerichte et cetera anbieten.“

Die Kapazität des Gastraums sei ausreichend. Doch das Kühlhaus ist dem Pächterehepaar zu klein, so Sievers. Sie lässt zudem durchblicken, dass die Stromversorgung der Küche nicht den Bedürfnissen des Casa Pedro entspricht. Es gebe dort nur haushaltsübliche 220-Volt-Leitungen, die für den normalen Vereinsheimbedarf reichten, aber eben keinen für eine gehobene Gastronomie notwendigen Starkstromanschluss.

Gerne würden Sievers und Sanchez Geräte wie eine Nudelkochmaschine, einen Salamander (Ofen mit starker Oberhitze) oder eine Grillplatte anschließen. „Das hatten wir auch alles mal“, berichtet Sievers: „Aber jedes Mal, wenn mein Mann ein Stück Fleisch auf die Platte gelegt hat, bin ich losgerannt und habe die Sicherung wieder reingedreht.“

Dazu komme, dass das SCO-Sportgelände, wo sich auch das Clubhaus befindet, ziemlich abgelegen sei. Mangels Laufkundschaft könne das Casa Pedro dort keinen Mittagstisch anbieten – auch dies werde sich ändern.

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