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Kreisel: Stadtverordnete beschließen Verkehrsanbindung für geplanten Edeka

Von Der Betreiber des Edekas in Königstädten will einen größeren Markt bauen. Nach drei Jahren gab es am Donnerstag grünes Licht. Knackpunkt war die Verkehrsanbindung. Jetzt soll es ein Kreisel richten – trotz Schwächen.
Auf einem Feld an der Ecke Adam-Opel-Straße / Bensheimer Straße soll ein neuer Edeka entstehen. Auf einem Feld an der Ecke Adam-Opel-Straße / Bensheimer Straße soll ein neuer Edeka entstehen.
Königstädten. 

Richtig zufrieden wirkten die Stadtverordneten nicht. Dass sie am Donnerstagabend dennoch geschlossen für eine Verkehrsanbindung für den Edeka-Lebensmittelmarkt stimmten, der an der Ecke Adam-Opel-Straße / Bensheimer Straße entstehen soll, lag vor allem daran, dass es sich bei der nun verabschiedeten Lösung um die „noch bestmögliche“ handele, wie CDU-Fraktionschef Michael Ohlert sich ausdrückte.

Zwar gibt es in Königstädten bereits am Konrad-Adenauer-Ring einen Edeka, für Betreiber Ludwig Boßler ist der aber inzwischen zu klein. „Wir haben zehnmal so viele Artikel im Sortiment wie im Eröffnungsjahr 2000“, blickte er im Gespräch mit dieser Zeitung zurück. Wenn er sich nicht vergrößere, sei der Markt bald nicht mehr tragbar. „Die Konkurrenz schläft nicht.“

Mehr Sicherheit

An den Verkehr angebunden werden soll der neue Markt nun auf Vorschlag des Magistrats mit einem Kreisverkehr von der Bensheimer Straße aus. Aus planerischer Sicht spreche für diesen Kreisverkehr, dass er mehr Sicherheit biete als etwa ein größerer “Turbokreisel“, der direkt an die Landesstraße angebunden gewesen wäre.

Der jetzt verabschiedete kleine Kreisel sei nicht die Wunschoption der CDU. Doch nachdem man sich die Situation vor Ort noch einmal angesehen habe, sei seine Partei nichtsdestotrotz zu dem Schluss gekommen, das Vorhaben zu unterstützen.

Auch die WsR hat es sich ihrem Vorsitzenden Joachim Walczuch zufolge mit der Entscheidung nicht leicht gemacht. Ursprünglich hätte man sich eine große Lösung gewünscht, jetzt schließe seine Partei einen Kompromiss. „Über Rüsselsheim müssen sich die Baukräne drehen“, sagte Walczuch mit Blick auf die Verzögerung des Bauprojekts, die wegen der langanhaltenden Debatte nun schon ungefähr ein Jahr beträgt.

Radweg abgrenzen

Frank Tollkühn, stellvertretender Vorsitzender der SPD, erklärte angesichts dessen, dass seine Fraktion zustimmen werde, damit es mit dem Bau des Marktes weitergehen kann. Ohnehin lasse sich an den anderen angedachten Varianten genauso viel Kritik üben wie am Kreisel.

Dass es jetzt „flotter vorangeht“, forderte Karl-Heinz Schneckenberger (Linke / Liste Solidarität). Er freute sich darüber, dass die anderen Fraktionen nun grünes Licht geben. In der jüngsten Sitzung des Königstädter Ortsbeirats, sei er noch als einziger dafür gewesen.

Seine Fraktionskollegin Brigitte Rücker gab zu bedenken, dass Radwege entlang des Kreisverkehrs erkennbar von der Straße abgegrenzt werden sollten, entweder farblich oder sogar mit Pollern. Beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club sei dies mittlerweile Konsens. Entsprechend solle es bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden.

Bedenken bezüglich der Sicherheit von Radfahrern äußerte auch Maria Schmitz-Henkes (Grüne). „Wir haben intensiv diskutiert. Der Kreisverkehr ist keine ideale Lösung“, machte sie deutlich.

Auf grünes Licht für den Bau hatte der Markt-Betreiber seit drei Jahren gewartet. Mit der jetzigen Lösung ist er zufrieden. „Damit kann ich umgehen“, so Ludwig Boßler.

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