E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 20°C

Flohmarkt: Städteservice öffnet seine Türen – Hunderte Besucher gehen auf Schnäppchenjagd

Beim Tag der offenen Tür des Städteservice Raunheim/Rüsselsheim kommen die Schnäppchenjäger auf ihre Kosten. Aber auch der Fuhrpark hat seinen Reiz.
Dichtes Gedränge beim Flohmarkt: Jeder Besucher hofft auf ein Schnäppchen. Foto: (Rüdiger Koslowski) Dichtes Gedränge beim Flohmarkt: Jeder Besucher hofft auf ein Schnäppchen.
Rüsselsheim. 

Normalerweise signalisiert der Höhepunkt einer Veranstaltung immer deren Ende. Beim Tag der offenen Tür des Städteservice Raunheim/Rüsselsheim ist es genau anders herum. 200 bis 300 Menschen warten vor den Toren, bis pünktlich um 10 Uhr der Flohmarkt beginnt. Dabei handelt es sich um Hausrat und andere Utensilien, die die Leute beim Städteservice abgeben, damit der es den Schnäppchenjägern beim Tag der offenen Tür wieder anbietet kann.

Mitunter entdeckten die Mitarbeiter auf dem Wertstoffhof auch mal ein erhaltenswertes Stück unter all dem Trödel, die andernfalls in den Containern gelandet wären, sagt Jens Will, Leiter des Städteservice.

Hannah (rechts) und Jonathan freuen sich auf die Fahrt mit Dieter Stolle. Bild-Zoom Foto: (Rüdiger Koslowski)
Hannah (rechts) und Jonathan freuen sich auf die Fahrt mit Dieter Stolle.

„Das ist Wahnsinn, erst seit 10 Uhr ist geöffnet und schon so ein Betrieb. Dabei schmeißen die Leute das Zeug doch eigentlich weg“, ist Sabine Dadischeck erstaunt über den Andrang. Sie selbst sucht nach Haushaltsgegenständen aus Emaille. Die geübte Flohmarktbesucherin erkennt jedoch schnell, dass sie in dieser Halle nicht fündig wird. „Ich gehe bis zur Mitte, schaue mich um und sehe, dass es das hier nicht gibt, oder ich bin schon zu spät“, sagt sie.

Erlös wird gespendet

Herbert Bogner, der den Flohmarkt seit 20 Jahren organisiert, ist einmal mehr begeistert über den Zuspruch. „Da ist auch gutes Material dabei“, weiß er. Etwa zweieinhalb Monate sammelte der Städteservice die Gegenstände. Je mehr er verkauft, desto besser. Denn der Erlös wird gespendet. Heuer kommt „Mainkinderkram“, ein Hilfsverein für bedürftige Kinder, in den Genuss der Geldspende.

Aber auch abseits der Tische herrscht großer Andrang. Will rechnet an dem Tag mit rund 2000 Besuchern, die sich an den Ständen informieren und sich den Fuhrpark anschauen. Letzterer ist gut bestückt: Ein neues Verkehrssicherungsfahrzeug, ein nagelneues Müllauto und ein neues Kanalfahrzeug parken im Eingangsbereich. Zusammen haben die Fahrzeuge einen Wert von 830 000 Euro, schätzt der Städteservicechef. Die teuerste Anschaffung: ein Kanalfahrzeug für rund 500 000 Euro.

Die Stadtwerke werben für den Genuss von Leitungswasser. Bild-Zoom Foto: (Rüdiger Koslowski)
Die Stadtwerke werben für den Genuss von Leitungswasser.

Mit einigen Autos dürfen die großen und kleinen Gäste ein paar Runden drehen. Nicht selbst freilich. Sie werden stattdessen von sachkundigen Mitarbeitern chauffiert. Dieter Stolle fährt seine kleinen Gäste mit einer Kehrmaschine durch einen Parcours auf dem Hof. Larissa findet die vielen Knöpfe in dem Fahrzeug interessant. Der zweijährige Leopold hat Spaß im Führerhaus der Kehrmaschine.

Spaß für die Familie

„Wir gehen jedes Jahr hier hin“, sagt Nina Schulmayer, während ihre beiden Kinder Hannah und Jonathan bei Dieter Stolle sitzen. Seit vier Jahren wohnt die Familie in Rüsselsheim. Die Mutter freut sich darüber, dass der Städteservice etwas für die Familien anbietet.

Abgesehen von spaßigen Rundfahrten und Freudensprüngen in der Hüpfburg steht die Information im Vordergrund, sagt Jens Will. „Wir wollen nicht, dass das eine ganz geschlossene Veranstaltung ist.“ Soll heißen: Die Arbeit des Städteservice soll nicht nur hinter geschlossenen Türen stattfinden. Davon ist das Unternehmen aber weit entfernt. Viele Vereine und andere städtische Institutionen beteiligen sich an der Aktion. „Das ist ein Indiz, dass sich die Zusammenarbeit der städtischen Institutionen erheblich verbessert hat“, äußert sich Will zufrieden.

Gut für den Tag der offenen Tür sind die im Vergleich zu den vergangenen Wochen frischeren Temperaturen. Heidi Weindel hat dennoch Durst. „Kann ich mal einen Becher Wasser haben?“, fragt sie am Stand der Stadtwerke. Dort wird nämlich Leitungswasser verkostet. Weindel trinkt auch zu Hause Wasser aus dem Hahn und weiß, dass es gut schmeckt.

Die Stadtwerke Rüsselsheim werben für das Leitungswasser. Wer aus dem eigenen Wasserhahn trinkt, spare Geld, schütze die Umwelt und tue seinem Körper etwas Gutes, denn der Mineralgehalt von Leitungswasser sei nicht schlechter als der bei Mineralwasser, betont der ehrenamtliche Mitarbeiter Ulrich Rein. Mit Wasser kennt er sich aus, denn Rein hat ein Hilfsprojekt für die Trinkwasserversorgung in Kenia ins Leben gerufen.

Zur Startseite Mehr aus Rüsselsheim

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen