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Gebührenerhöhung: Abfall abliefern wird teurer

Von Überall in der Wetterau müssen die Nutzer der Recyclinghöfe ab dem neuen Jahr tiefer in die Tasche greifen. Die Gebühren fürs Abgeben für Abfall steigen. In Karben immerhin soll im Gegenzug der Service besser werden.
Grünes Licht für den Ausbau des Recyclinghofs Karben gibt es nun. Grünes Licht für den Ausbau des Recyclinghofs Karben gibt es nun.
Karben/Wetterau. 

Wer ab Dienstag an einem der Recyclinghöfe im Wetteraukreis mit seinen Abfällen vorfährt, muss ein wenig tiefer als bisher in die Geldbörse greifen. Kreisweit steigen die Gebühren an, weil die Entsorgung des Mülls teurer geworden ist.

Vier Jahre lang hatten die Wetterauer zuletzt sehr günstige Gebühren beim Müll genießen können. Eine reichlich gefüllte Rücklage hatte es möglich gemacht, ebenso ordentliche Abnahmepreise für die Wertstoffe. Doch inzwischen ist auch die Rücklage aufgebraucht.

Bei der Annahme im Recyclinghof steigen deshalb mit Jahresbeginn die Preise an. Von zwölf auf 18 Cent je Kilo klettert die Gebühr für Sperrmüll. Bei Grünabfällen verdoppelt sich der Preis von drei auf sechs Cent je Kilo. Beim Bauschutt geht es um einen Cent in die Höhe auf fünf oder sechs Cent – je nachdem, ob kein Gips enthalten ist oder doch.

Nur einer ist dagegen

Die Gebühren für Altholz sind schon seit einem Jahr höher. Sie liegen bei zehn statt zuvor neun Cent bei wenig und 20 statt 15 Cent bei stärker belastetem Abfall.

Kostenfrei nehmen die Recyclinghöfe weiterhin Flachglas, Papier und Kartons sowie Metallschrott entgegen. Altreifen kosten unverändert 3,50 Euro pro Stück.

Damit diese Preise auch in Karben gelten, haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung dafür grünes Licht gegeben. Bis auf das Nein von Linken-Stadtverordnetem Uwe Maag geschah das ansonsten einstimmig. Da die Stadt in dem kreisweiten System zum Nutzen ihrer eigenen Bürger mitmache, komme sie um diese Anpassung nicht herum, erklärt Bürgermeister Guido Rahn (CDU).

Im Gegenzug aber will die Kommune den Service im Karbener Recyclinghof in nächster Zeit verbessern. Dafür hat das Stadtparlament bereits im Juli eine Erweiterung des Geländes im Gewerbegebiet Klein-Karben beschlossen.

Unter anderem soll das Gelände nach Osten hin vergrößert werden. Die Fahrzeugwaage soll verlegt werden, somit eine bessere Zufahrtssituation erreicht werden. Auch die Umfahrung des unteren Teils des Hofes soll vergrößert werden.

Inzwischen seien die Pläne erneut überarbeitet worden, erklärt der Bürgermeister. Unter anderem will die Stadt die bisherigen Staus an Samstagen auf der Dieselstraße verhindern. „Die Situation dort ist suboptimal“, sagt Rahn. Eine zusätzliche, eigene Zufahrtsspur soll die Anlieferer des Hofes künftig so aufnehmen, dass der Verkehr auf der Straße weiter rollen kann.

Planungskosten steigen

Darüber hinaus sollen neue Container fürs Personal angeschafft werden. Die bisherigen seien zu alt und marode, erklärt der Bürgermeister. Der Ausbau des Recyclinghofes werde nun auf knapp unter eine Viertelmillion Euro taxiert.

Die Planungskosten von 20 000 Euro übernimmt dabei der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises – obwohl diese nun 6500 Euro höher liegen als zuvor vorgesehen. Die Erweiterung selbst bezahlt die Stadt. Mit dem Ja zu den höheren Gebühren habe das Parlament indirekt auch dieses Geschäft abgesichert, erinnert Guido Rahn.

Neue Abfuhrtage

An neue Abfuhrtage beim Abfall müssen sich die Einwohner von Niederdorfelden gewöhnen. Zu Jahresbeginn übernimmt die Firma Weisgerber die Abfuhr.

clearing
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