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Brauchtum: Angelsportverein ASV Groß- und Klein-Karben versteigert den Spaß in Tüten

Von Der 1951 gegründete Angelsportverein (ASV) Groß-und Klein-Karben hält an Bräuchen fest, möchte aber auch für die Zukunft gerüstet sein. Zu den seit über 30 Jahren immer wiederkehrenden Veranstaltungen zählt die Silvester-Versteigerung im Vereinshaus am Günter-Reutzel-Weg.
Unterhaltsam geht es bei der Silvester-Versteigerung im ASV-Vereinshaus im Günter-Reutzel-Weg in Klein-Karben zu. Dafür sorgt unter anderem Auktionator Dieter Bos. Unterhaltsam geht es bei der Silvester-Versteigerung im ASV-Vereinshaus im Günter-Reutzel-Weg in Klein-Karben zu. Dafür sorgt unter anderem Auktionator Dieter Bos.
Karben. 

Schon eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn nimmt der Geräuschpegel hörbar zu. Die Sportfischer möchten das alte Jahr mit Spaß und in Geselligkeit abschließen. Mit Fischbrötchen, Schmalzbroten, Anekdoten – und der großen Silvester-Versteigerung.

Die meisten kennen sich seit Jahren und sind befreundet. Gleiche Interessen und Ziele einen die ASV-Mitglieder. 90 Aktive und 105 Passive sind es aktuell. Die Jugendabteilung mit 15 Jugendlichen von acht bis 14 Jahren, wird von André Zopf geleitet. Weitere Jugendliche sind gerne willkommen.

Die Versteigerung gestaltet sich als originell. Eine ausgehöhlte Wehrmachtsgranate dient als Gong. An einem Tannenbaum hängen Schilder mit Nummern von eins bis 24. Jede der Nummern ist einer Tüte zugeordnet. In dieser befinden sich verschiedene Preise wie Angelzubehör, Dosenwurst oder Süßigkeiten. Außerdem gibt es zwei Überraschungspakete, deren Inhalt nicht ersichtlich ist.

Praktisches gewinnen

Auktionator Dieter Bos wählt die Nummern willkürlich. „Ich beginne mit zwei Euro“, sagt er. Die Gebote sollen nicht höher als der Einkaufswert sein. Die Versteigerung soll Unterhaltungswert haben, gewinnen ist nicht das Hauptziel. Die Mitglieder ersteigern die Tüten zu geringen Beiträgen. Die Hände schnellen nach oben. Spannung liegt in der Luft.

„Zu Beginn hatten wir zehn Preise. Das hat sich von Jahr zu Jahr gesteigert“, sagt Vorsitzender Jörg Hoss. Er spricht von „Zwiebelpaketen“ mit Zwiebeln, Kartoffeln und Wurst – die es heute aber nicht mehr gibt. Mittlerweile wird der Inhalt der Tüten zielgerecht zusammengestellt. „Wir suchen die Preise mit einer zweimonatigen Vorlaufzeit aus“, sagt Vizevorsitzender Volker Pöhlmann. So gibt es Zubehör für Vereinsausflüge an die Ostsee, aber auch Blinker, Schwimmer, Rollen und Angeln als Erstausstattung für die Jugend an vereinseigenen Gewässern.

Aus Laune entstanden

Der ASV verfügt über zwei eigene Teiche am Vereinshaus und einen im Naturschutzgebiet Kloppenheim. Außerdem befischt der ASV die Nidda und einen ihrer Altarme. Die Versteigerung selbst entstand aus einer Laune derjenigen heraus, die zu Silvester an der Nidda fischten und sich danach im Vereinsheim zu einem Schoppen trafen.

„Der Reiz liegt darin, dass niemand weiß, was in den Tüten verborgen ist. Da spielt Neugierde mit und Spaß an der Versteigerung und man kann über die Veranstaltung neue Mitglieder in den Verein holen“, sagt Pöhlmann.

Während des Jahreslaufs trifft man sich zu weiteren Veranstaltungen wie dem Saint Patrick’s Day, dem Vatertags- und Sommerfest und der Saison-Abschlussfeier in Rendel. Der Terminkalender für 2018 steht längst. Die Hauptversammlung findet am 21. Januar ab 10 Uhr im Vereinshaus statt.

 

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