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Bad Vilbeler gedenken der jüdischen Opfer

Rund 100 Bürger haben gestern (Sonntag) an der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht teilgenommen.
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Rafael Zur

Sie wurde von der Stadt Bad Vilbel und der jüdischen Gemeinde Bad Vilbel unter Mitwirkung der evangelischen Christuskirchengemeinde ausgerichtet wurde. Die Anteilnahme sei nicht nur ein Erinnern an damals, sondern ein klares Bekenntnis für ein friedliches Zusammenleben heute und morgen, sagte Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) im Zelt im Schulhof der Stadtschule. Rafael Zur, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Bad Vilbels, blickte zurück auf die Zeit vor dem Nationalsozialismus. So hätten sich die „Israeliten mit den Christen als Schwestern und Brüder verbunden gefühlt“. Er schilderte die Ereignisse vom 10. November 1938 in der Stadt, als „bestialische Nazis“ das Mobiliar und die Geschäfte jüdischer Bürger zerstörten und gewalttätig gegen diese vorgingen. Zur rief anschließend zu einem gemeinsamen Gebet auf. Auch Hartmuth Schröder von der Christuskirchengemeinde ließ die Erinnerung an die Gräueltaten gegen Juden 1938 in Bad Vilbel für die Anwesenden lebendig werden. Aus den Gerichtsakten von 1948 geht mangelnde Einsicht und fehlendes Schuldempfinden derjenigen hervor, die an den Ausschreitungen gegen die jüdischen Nachbarn von einst maßgeblich beteiligt waren.  kre/Fotos: Susanne Krejcik

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