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Gutachten wird bestellt: Büdesheimer Schloss: Wie hoch ist der Sanierungsaufwand?

Weil der Verkauf des Alten Schlosses in Büdesheim offenbar in weite Ferne gerückt ist, soll nun ein Gutachten über die notwendigen Instandsetzungsarbeiten erstellt werden. Darüber war sich die Gemeindevertretung am Dienstag einig. Bei einem geplanten Kreisverkehr gehen die Meinungen dagegen auseinander.
Die Gemeinde Schöneck will nun ein Gutachten darüber in Auftrag geben, welche Instandsetzungsarbeiten am Büdesheimer Schloss notwendig sind. Die Gemeinde Schöneck will nun ein Gutachten darüber in Auftrag geben, welche Instandsetzungsarbeiten am Büdesheimer Schloss notwendig sind.
Schöneck. 

Vor zwei Monaten noch sorgte das Thema „Altes Schloss Büdesheim“ für hitzige Debatten in den Gremien der Gemeinde Schöneck. Das hat sich geändert, wie sich am Dienstagabend bei der Sitzung der Gemeindevertretung in der Nidder-Halle in Oberdorfelden zeigte.

Dabei stand ein Antrag der FDP-Fraktion auf der Tagesordnung: Der Gemeindevorstand solle ein Gutachten in Auftrag geben, um festzustellen, welche Instandsetzungsarbeiten am Alten Schloss notwendig sind und welche Kosten dafür anfallen. Schon der Haupt- und Finanzausschuss hatte dieses Ansinnen bei seiner Zusammenkunft in der vergangenen Woche einmütig befürwortet (wir berichteten). In der Sitzung am Dienstag nun ein ähnliches Bild: Ohne jegliche Wortmeldung winkte die Gemeindevertretung den FDP-Antrag durch, bei einer Enthaltung.

Der Grund für den Stimmungswandel: Ein Verkauf des Schlosses, wie ihn CDU, SPD und Teile der Grünen bis vor Kurzem favorisiert haben, ist inzwischen in weite Ferne gerückt. Schließlich hat Investor Werner Dietz bisher keine eindeutige Kauferklärung abgegeben. Genau das aber hatte die Gemeindevertretung im vergangenen März von ihm gefordert.

In öffentlicher Hand

So haben mittlerweile die Gegner des Schloss-Verkaufs Oberwasser. Zum Beispiel der Verein „Rettung Altes Schloss Büdesheim“, der auf seiner Homepage von einem „großartigen Sieg“ und einem „Gewinn für ganz Schöneck“ spricht, weil das Gebäude in öffentlicher Hand bleibe. Sehr viel lebhafter wurde es bei der Sitzung der Gemeindevertretung hingegen beim Thema Kreisverkehrsplatz, um den Gewerbepark Kilianstädten Nord sowie den geplanten Gewerbepark Kilianstädten Nord II zu erschließen.

Das Problem: Im Vergleich zur anfänglichen Schätzung dürften sich die Kosten dafür laut aktuellen Berechnungen fast verdoppeln. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass der Gemeindeanteil für das Bauprojekt bei 550 000 Euro liegt, jetzt geht man von mehr als 920 000 Euro aus.

Diese Kostenmehrung hatte bereits im Mai im Bauausschuss für Stirnrunzeln gesorgt (wir berichteten). In der Sitzung am Dienstag kritisierte FWG-Fraktionsvorsitzender Matthias Geisler das Vorhaben: „Ein Kreisverkehr an dieser Stelle ist völliger Nonsens.“ Stattdessen sprach er sich für Abbiegespuren aus. Die aber würden nach Fachleuten den Flächenverbrauch erhöhen und das Projekt letztlich noch teurer machen, widersprach Bürgermeisterin Cornelia Rück (SPD). Markus Wolf (SPD) schlug in dieselbe Kerbe: „Wenn man Industriegebiet erweitern will, dann ist ein Kreisel die vernünftigste Lösung.“

Kreisel soll kommen

FDP-Fraktionsvorsitzende Anke Pfeil brachte eine Anbindung über die Panzerstraße ins Spiel, stieß damit jedoch auf wenig Gegenliebe. Mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit stimmte die Gemeindevertretung schließlich zu, dass die Gemeinde mit dem Land Hessen eine Verwaltungsvereinbarung für den Bau des Kreisels schließt.

Keine Diskussion gab es hingegen über die Kindergartengebühren, die ebenfalls auf der Tagesordnung standen. Die hessische Landesregierung will demnächst ein Gesetz verabschieden, damit die Betreuung von Kindergartenkindern ab drei Jahren für sechs Stunden pro Tag kostenlos ist. Das soll ab 1. August gelten. Um das in den Schönecker Einrichtungen umzusetzen, beschloss die Gemeindevertretung, dass ab 1. August für die Kernbetreuungszeit (7 bis 13 Uhr) keine Gebühren mehr anfallen.

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