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Bauarbeiten: Büdinger Straße: Kein Durchkommen wegen Brückensanierung

Zwei Tage lang ist die Büdinger Straße gesperrt - Freitag und Samstag. Wegen Instandhaltungsarbeiten ist die Brücke über die Nidda nicht passierbar, die L3008 als wichtige Ost-West-Pendlerachse blockiert. Viele Pendler sind betroffen.

Stille. So etwas kennen die Menschen, die nahe der Büdinger Straße in Bad Vilbel wohnen, nicht von zu Hause. Doch an diesem Freitag brummt nicht der Verkehr ohne Unterlass durch die Ortsdurchfahrt zwischen Niddertal und B3. Nur ganz vereinzelt rollt ein Auto oder Laster durch.

In Höhe des Festplatzes ist die Straße gesperrt, ebenso am Abzweig zum Dottenfelderhof. Dazwischen, auf der Nidda-Brücke, haben Karl-Heinz Kuss und Mates Virag von der Göttinger Spezialfirma Mageba ihren Arbeitsplatz. Der Tscheche drückt mit aller Kraft das Stemmeisen durch den engen Spalt zwischen den Metallkanten. Diese bilden den Übergang zwischen der Brücke und dem Anschluss der Fahrbahn am westlichen Flussufer.

Gummifugen waren porös

Unter der Fahrbahn muss Martes Virag die alte Gummiabdichtung erwischen und heraufziehen. »Die ist doch sehr kaputt«, sagt sein Kollege Kuss und zeigt auf die teils stark zerfressenen Gummiteile, die die beiden schon emporgeholt haben. Wann die alte Gummidichtung hier herein gekommen ist? »Das weiß ich nicht,« zuckt der Arbeiter mit den Schultern, »aber das dürfte schon einige Jahrzehnte her sein«.

Deshalb sind die Instandhaltungsarbeiten auch so elementar. Die Dehnungsfuge ist lebenswichtig für die Brücke, da sich das Bauwerk im Sommer bei Hitze ausdehnt. Dann wird das Gummi zusammengedrückt. Im Winter muss es auseinandergehen und den Spalt weiter dicht verschließen. Denn Wasser – besonders jenes mit Streusalz vermischte – sollte nicht hindurch bis zum Beton der Brücke gelangen. Das Wasser kann das Bauwerk sonst schwerwiegend schädigen.

So porös wie das alte  Gummi ist wird klar, dass die Arbeiten eiligst geboten waren. Extra auf die Ferien und halbwegs aufs Wochenende hatte sie die Straßenbehörde »Hessen Mobil« gelegt, damit möglichst wenige der zehntausenden Pendler, die hier täglich fahren, betroffen sind. Wer von Bad Vilbel nach Niederdorfelden oder nur nach Gronau will, muss noch durch Bad Vilbel und über die B521 fahren.

Vor den Sperrungen wenden am Freitagmorgen immer wieder Fahrzeuge, obwohl reichlich Verkehrszeichen auf die Sackgasse hinweisen. Auf der Umleitungsstrecke durch die Stadt und auf der Umgehung Bergen-Enkheim sei »ein erhöhtes Verkehrsaufkommen« zu bemerken, habe die Stadtpolizei beobachtet, sagt Stadtsprecher Yannick Schwander. Probleme gab es bis Freitagnachmittag überraschenderweise zunächst keine. »Viele Leute haben sich offenbar darauf eingestellt.« Manch einer werde wohl zu anderen Zeiten gefahren sein, sich frei genommen haben oder von zu Hause aus arbeiten.

Ohne Verkehr sicher arbeiten

Einige Autofahrer waren sogar vorauseilend brav: Schon am Donnerstag im Feierabendverkehr sei spürbar mehr als sonst auf der Kasseler und Frankfurter Straße los gewesen, sagt Schwander. »Da sind wohl viele die Umleiung gefahren, obwohl die Vollsperrung ja erst um 20 Uhr eingerichtet wurde.«

Zwei Tage benötigen die Fachleute an der Brücke für ihre Arbeit. Karl-Heinz Kuss ist erleichtert über die Vollsperrung: »Das ist viel sicherer für uns, denn die Fahrbahn ist hier ja schon recht eng.« Auch könnten die Arbeiten dadurch schneller erledigt werden.
Im Lauf des heutigen Samstags werden Kuss und Virag mit ihrer Arbeit wohl fertig. Anschließend werde eine andere, für die Beschilderung zuständige Firma die Vollsperrung wieder abbauen. »Heute Abend ist die Durchfahrt wieder frei«, schätzt Karl-Heinz Kuss. »Sofern nichts Unerwartetes dazwischenkommt.«

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