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Lullaby Lounge: Christoph Klühs Musik ist preisgekrönt

Ein großer Preis für einen Vilbeler: Christoph Klüh hat den Deutschen Rock & Pop Preis 2017 gewonnen. In dieser Zeitung spricht er über die Entstehung seines Albums „Lullaby Lounge“.
Christoph Klüh arbeitet in seinem Studio auf dem Heilsberg bereits an den nächsten Songs. Christoph Klüh arbeitet in seinem Studio auf dem Heilsberg bereits an den nächsten Songs.
Bad Vilbel. 

Christoph Klüh ist mit Leib und Seele Musiker. Und gerade hat er den nächsten Schritt auf der Karriereleiter geschafft: „Ehrlich gesagt kann ich es selbst noch kaum glauben“, erzählt der Bad Vilbeler. Überrascht war er, als die Mitteilung ins Haus flatterte: „Bestes New-Age-Album und bester New- Age-Song für den Titel ,Nightflight Lullaby’“ stand da. „Dass ich auch noch für das beste Instrumentalalbum geehrt werde, habe ich zuerst total übersehen. Damit hätte ich nicht ansatzweise gerechnet, drei Preise! Das ist der Hammer“, freut sich Klüh.

Seit Jahren ist der Vilbeler als Musiker aktiv. „Angefangen hat das, als ich zum fünften Geburtstag eine Melodika von meinem Vater bekommen habe. Seitdem hat mich die Musik nicht losgelassen. Mir war klar, dass ich Musiker werden will, seit ich zehn Jahre alt war“, erinnert er sich zurück. „Es klingt immer zu stereotypisch, zu sagen, dass Musik mein Leben ist. Aber irgendwie ist das schon richtig so. Ich sehe es als Berufung.“

Klüh arbeitete zunächst zweigleisig: Instrumentale Musik und Orgelspieler für Kirchenmusik. „2000 brachte ich dann meine erste CD ,Inspiration’ raus, die sozusagen den Grundstein für vieles legte, was folgte. Dabei entdeckte ich auch meine Vorliebe für die Produktion, also die Arbeit im Studio. So bin ich ganz nebenbei in die Arbeit als Produzent reingerutscht.“ Klüh machte sich einen Namen und baute sich nach und nach sein eigenes Studio auf.

Zeit nehmen

Besonders schätzt er an der Lounge-Musik die Atmosphäre und die Entspannung. „Das kann man wunderbar im Hintergrund hören. So mache ich mir direkt auch selber weniger Stress, was ich sehr wichtig finde. Ich versuche mir Zeit zu nehmen für die Musik, denn sie ist für mich eben nicht nur Arbeit, sondern auch Leidenschaft“, meint Klüh. „Außerdem kommt dann einfach ein besseres Ergebnis dabei raus.“

Ein weiterer Pluspunkt: „Ich kann die Musik größtenteils alleine machen. Ich brauche nicht immer ein großes Orchester, auch wenn die Zusammenarbeit mit anderen Musikern natürlich viel Spaß macht.“

Auch gefällt ihm die Herangehensweise, die sich von vielen anderen Musikarten unterscheidet. „Die Stücke sind viel länger, das sogenannte Sounddesign und die Klangfarben sind viel wichtiger. Außerdem kann ich viele Inspirationen in meine Songs mit einbauen. Ich habe mein Notizbuch immer dabei, sollte ich also spontan eine Idee bekommen, wird sie direkt notiert. “

So kam es auch zum „Besten New Age-Song des Jahres“, „Nightflight Lullaby“: „Ich bin ein großer Fan vom Fliegen. Besonders nachts schaue ich dann gerne aus dem Fenster und bestaune das Lichtermeer der Großstädte. Ich liebe die Nacht, bin ein Nachtmensch und achte dann auch immer auf die Beleuchtung in meinem Studio. So kam beides zusammen“, verrät Klüh.

Die Idee zum neuen Album „Lullaby Lounge“ entstand zusammen mit seiner Frau, die Mode für Kleinkinder designt. „Wir wollten gerne zusammen ein Projekt machen. So sind wir auf die Frage gekommen, wie Kleinkinder und Kinder im Mutterleib eigentlich hören. Bei Recherchen sind wir darauf gestoßen, dass es Frequenzen gibt, die besonders gut für die Kinder sind.“

Dann begann die Arbeit. „Es war ein ständiges Hin und Her. Ich habe die Musik bearbeitet und immer wieder gingen Auszüge zum Testen an Freunde, die Kinder im passenden Alter haben. Immer und immer wieder habe ich die Stücke überarbeitet, bis wir ein Ergebnis hatten. Von der Idee bis zur fertigen CD war das ein Jahr Arbeit, davon fünf Monate im Studio.“

Dass seine Werk nun geehrt wurde, bedeutet ihm sehr viel: „Das sind ja nicht irgendwelche Leute, die mir da den Preis antragen, sondern eine Fachjury, die sich damit richtig gut auskennt. Dass die sich dann in drei Kategorien gerade für mich entscheiden, das ist schon Wahnsinn. Auch dass ,Nightflight Lullaby’ so gut angekommen ist, freut mich sehr.“

Der Deutsche Rock & Pop Preis wird in diesem Jahr bereits zum 35. Mal verliehen. In 35 Kategorien werden die unterschiedlichsten Bereiche abgedeckt, im Vordergrund steht dabei immer der musikalische Anspruch. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Pur, Silbermond, Luxuslärm, Fools Garden oder Yvonne Catterfeld.

Fans in Mexico

Christoph Klühs CD ist besonders für Kleinkinder und Schwangere zu empfehlen, doch ein reines Album für Kinder ist es nicht. „Die Stücke sind für alle Altersgruppen gemacht. Dadurch, dass wir die Frequenzen benutzen und es keine schrillen Passagen gibt, sind die Stücke sehr entspannend und beruhigend. Wir hören sie selber gerne vor dem Einschlafen“, erklärt Klüh.

Auf der CD finden sich klassische Abendlieder zum Einschlafen, aber auch Eigenkompositionen. „Das Ziel war es, eine CD zu machen, die modern, warm, organisch und harmonisch ist. Sie sollte emotional berühren und eingängige, wiedererkennbare Songs beinhalten. Da hatten wir uns viel vorgenommen. Aber durch die Ehrung wurde uns noch einmal bestätigt, dass dabei etwas wirklich Besonderes herausgekommen ist“, freut sich der Preisträger.

Während der Arbeit an der CD sind ihm auch noch viele andere Ideen gekommen. „Vieles hat es gar nicht auf die CD geschafft, man hat ja immer nur einen beschränkten Platz“, meint Klüh. „Ich denke, dass es in der Richtung noch viele tolle Ideen gibt, die nur darauf warten, umgesetzt zu werden“, resümiert er. Bereits jetzt verkauft sich die CD auch über Deutschland hinweg, besonders in Mexiko findet sie einige Abnehmer.

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