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Kommunen, Initiativen und Kreis: Dem Fluglärm im Main-Kinzig-Kreis soll ein Ende bereitet werden

Zu einem Meinungsaustausch über die aktuelle Fluglärm-Situation haben sich Vertreter des Main-Kinzig-Kreises, der Kommunen und der Bürgerinitiativen getroffen.
Der Lärmschutz soll nach der Sicherheit des Flugbetriebs an zweiter Stelle stehen, fordert der Main-Kinzig-Kreis. Foto: Arne Dedert (dpa) Der Lärmschutz soll nach der Sicherheit des Flugbetriebs an zweiter Stelle stehen, fordert der Main-Kinzig-Kreis.
Main-Kinzig-Kreis. 

Den Fluglärm im Kreisgebiet verringern: Das steht in der Kreispolitik weiterhin ganz oben auf der Agenda. „Uns erreichen immer wieder Beschwerden und Hinweise über nachweisliche Störungen und Belastungen“, sagt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD) im Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiativen und Kommunen.

Als neue Mitglieder in der Runde begrüßt sie die neue Leiterin des Amtes für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum, Katrin Hess, sowie Anja Zeller als Beauftragte der Stadt Hanau. Für die Bürgerinitiative der bayerischen Region Untermain ist zudem Peter Hackenberg zu Gast. Er skizziert die möglichen Vorteile eines Anflugverfahrens „Point-Merge“. Ein wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung ist aber zunächst die Erläuterung der Stellungnahme des Main-Kinzig-Kreises zum aktuellen Landesentwicklungsplan: Hier wurde unter anderem eine Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes aus 2007 sowie der Fluglärmschutzverordnungen gefordert.

Schutz für Kitas

„Der Lärmschutz ist bei der Berechnung der Flugrouten ausdrücklich an zweiter Stelle nach der Sicherheit des Flugbetriebs zu berücksichtigen“, erläutert Simmler eine schon mehrfach formulierte Forderung des Kreises. Insbesondere während der Nachtstunden müsse das gesetzliche Schutzniveau verbessert werden. Ebenso sei tagsüber auch für Kitas ein entsprechender Schutz zu gewährleisten. Weitere grundsätzliche Positionen der Stellungnahme sind die Schließung der Lücke zwischen dem untermauerten Schutzbedarf vor Fluglärm und dem erreichten Schutzniveau, der Vorrang von aktivem Schallschutz vor passiven Maßnahmen sowie eine Festlegung von exakten Immissionsschutzgrenzwerten mit deutlich abgesenktem Niveau.

Außerdem fordert der Kreis zum Schutz der Bevölkerung eindeutige Lärmobergrenzen als Anreiz für leises Fliegen, die Berücksichtigung von Innenpegeln anstelle von Außenmessungen an Gebäuden sowie ein ganzheitliches Luftverkehrskonzept des Bundes. Diese Punkte finden bei den Vertretern der Bürgerinitiativen und Kommunen uneingeschränkte Zustimmung.

Keine Verbesserung

Intensiv diskutiert wird auch die Forderung des Main-Kinzig-Kreises zur Einführung des Anflugverfahrens „Point-Merge“: Denn mit diesem Konzept, so die Kritik, sei keine Absenkung des Fluglärms mehr möglich und für einige Kommunen würde unter dem Strich keine Verbesserung erreicht.

Abschließend wurde vereinbart, alle bisherigen Forderungen und Vorschläge zur Minderung des Fluglärms noch einmal zusammenzufassen und in den nächsten Wochen in einem gemeinsamen Papier zu veröffentlichen.

(red)

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