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Der Landrat als Pedalritter

Kloster, Kompostierungsanlage, Streuobstwiesen und ein stets drohendes Unwetter - das waren die Eindrücke auf einer Radtour, zu der Landrat Joachim Arnold (SPD) in Karben aufbrach. Hinter Roggau geht's bergauf: Joachim Arnold und seine Gruppe erkunden auf entlegenen Pfaden die Geheimnisse der Wetterau.	Foto: Privat Hinter Roggau geht's bergauf: Joachim Arnold und seine Gruppe erkunden auf entlegenen Pfaden die Geheimnisse der Wetterau. Foto: Privat

Karben. 

Zu Beginn der Tour konnten sich die Teilnehmer in der „Juice-Factory“ der Kelterei Rapp’s mit spritzigen Fruchtschorlen stärken. Die Zutaten kämen zu einem Großteil „von den umliegenden Streuobstwiesen, die uns auf unserer Radtour ständig begleiten werden“, merkte Arnold an.

 

Roggauer Höhen

 

Dann ging es zunächst daran, die Höhen des Karbener Stadtwaldes zu erklimmen. Unter dem Schutz des dichten Laubs waren die hohen Temperaturen kein Problem. Schon anstrengender war der offene Anstieg zwischen Burg-Gräfenrode und der B 45 zwischen Kaichen und Ilbenstadt. Bei einer Rast an der Kompostierungsanlage erfuhren die Teilnehmer Neuigkeiten von der Wetterauer Abfallwirtschaft. „Dank durchdachter Investitionen, ökonomischer Nachhaltig-keit und eine in der Region integrierte Kreislaufwirtschaft“ erziele der Abfallwirtschaftsbetrieb des Wetteraukreises hohe Zuwächse bei den Erlösen, so Arnold. Daher gebe es ab kommendem Jahr eine dauerhafte Gebührensenkung, kündigte der Landrat an.

Weiter auf nicht asphaltierten Waldwegen begeisterte eine ungewohnte Perspektive auf die Ilbenstädter Basilika „St. Remigius“ und den Nonnenhof, ein ehemaliges Prämonstratenserinnen-Kloster.

So erblickt man den „Dom der Wetterau“ üblicherweise nicht. Auch die „Bergankunft“ in Assenheim erstaunte. Tatsächlich kennt man den Ort als schmucken Ort im Tal der Nidda. Lohn der Mühen war eine Stärkung mit kühlem Mineralwasser im Assenheimer Rathaus. Hauptamtsleiter Volker Herrmann hätte, so der nicht ganz ernst gemeinte Hinweis, gerne auch Prosecco gereicht, doch angesichts der noch ausstehenden Haushaltsgenehmigung, schränke man sich augenzwinkernd eben ein.

Die zweite Streckenhälfte verlief eher flach. Die Hinweise von Landrat Arnold zum Hochwasserschutz an der Wetter in Bruchenbrücken fanden wegen der Flutkatastrophen an Elbe und Donau große Beachtung. Entlang von Getreidefeldern, teilweise frisch gemäht, verlief die Radtour über Nieder- und Ober-Wöllstadt abseits von Straßen durch die Gemarkung von Nieder-Rosbach und Rodheim. In Petterweil wurde wieder Karbener Stadtgebiet erreicht.

 

Unberührte Natur

 

„Auch die uns scheinbar wohlbekannte und infrastrukturell exzellent entwickelte südliche Wetterau bietet noch viel Unbekanntes und Überraschendes“, resümierte Arnold. Auch abseits beliebter Strecken gebe es eine Reihe von Alternativrouten an. „Wer ein paar Anstiege auf sich nimmt, kann auch hier unberührte Natur und Ruhe genießen“, wirbt Arnold für individuell geplanten Touren.

Zur nächsten Radtour startet Joachim Arnold am Samstag, 3. August, um 14 Uhr am Marktplatz in Nidda. Sie führt auf einer Länge von 22 Kilometern über Bad Salzhausen, Geiß-Nidda, Dauernheim, Ranstadt und Ulfa wieder zurück nach Nidda.

(fnp)
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