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Die Filmrolle ist nur noch Deko

Spiderman, Titanic oder Hobbit-Filme schauen im Kino ist toll! Aber wie läuft es hinter den Kulissen? Die Klasse 4 A der Adolf-Reichwein-Schule in Friedberg hatte die Gelegenheit, Kinobesitzer Hans-Albert Wunderer direkt vor Ort in den Kinosälen der Bismarckstraße zu treffen.
Eigens für die Nachwuchsreporter legt Hans-Albert Wunderer eine Filmrolle in den alten Vorführapparat. Denn heutzutage gibt es nur noch digitale, vom Computer gesteuerte Technik.	Foto: Privat Eigens für die Nachwuchsreporter legt Hans-Albert Wunderer eine Filmrolle in den alten Vorführapparat. Denn heutzutage gibt es nur noch digitale, vom Computer gesteuerte Technik. Foto: Privat
Friedberg. 

Bei einer Führung lernten die Viertklässler neben den Vorführräumen auch die technischen Räume des Kinos kennen. In einer Fragerunde lauschten sie gespannt, was Hans-Albert Wunderer ihnen auf ihre vielen Reporterfragen antwortete.

Früher wurden die Filme von Rollen abgespielt. Die Filmrolle ist durch eine Maschine gelaufen, immer vor einer Lampe. Durch das Licht wird das Bild auf die Leinwand geworfen. Eine solche alte Filmmaschine hat das Friedberger Kino noch im Hause stehen – aber nur zur Dekoration.

 

Spezielle Technik für 3 D

 

Heute funktioniert die Filmtechnik digital. Der Film befindet sich heutzutage auf einer Festplatte. Der Computer leitet den Film an eine Maschine weiter, die wiederum leitet den Film in winzigen Lichtstückchen auf die Leinwand. Die Lautsprecher sind hinter der Leinwand angebracht. Durch winzige Löcher in der Leinwand gelangt der Ton zu den Zuschauern.

Für einen 3 D-Film müssen zwei Bilder von leicht unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen werden. Der Film wird mit einer speziellen Technik an die Leinwand projiziert. Wenn man dann eine 3 D-Brille aufhat, wird das sozusagen geteilte Bild wieder zusammengefügt. Dann kann man einen Film im 3 D-Effekt gucken.

An 3 D-Filme wurde damals noch gar nicht gedacht, als die Brüder Lumière Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich den Film erfunden haben. Auch das erste Kino stand in Frankreich. Der erste Film, der dort und überhaupt auf der Welt abgespielt wurde, hieß „Der große Eisenbahnraub“.

Das Friedberger Kino wurde 1956 gebaut und bestand nur aus einem Raum mit einer Leinwand. Dieser Raum hieß Roxy, und er hatte damals etwa 300 Plätze für die Zuschauer. Mit der Zeit hat sich das Friedberger Kino vergrößert. Heute besteht es aus vier Räumen: Dem Studio (89 Sitzplätze), der Blende (100 Sitzplätze), dem Roxy (300 Sitzplätze) und dem Keller (45 Sitzplätze). Es gehört zu den beliebtesten Kinos der Wetterau. In einer Woche zählt es durchschnittlich 1200 Besucher.

 

Strom für den Notfall

 

Herr Wunderer konnte so gut wie alle neugierigen Fragen der Schüler beantworten. So wissen sie nun auch, was im Falle eines Stromausfalls passiert: Filmabbruch. Jedoch steht dem Kino eine Notstromanlage zur Verfügung, die drei Stunden Strom für Licht gewährleistet. Und natürlich kennen die Nachwuchsreporter nun drei der erfolgreichsten Filme: „Das Dschungelbuch“, „Titanic“ und „Der Schuh des Manitou“.

Mit viel neuem Wissen über das Kino und einer alten Filmrolle sowie Filmpostern unterm Arm kehrten die Mädchen und Jungen nach ihrer Recherche in die Adolf-Reichwein-Schule zurück. Und sehen die bewegten Bilder im Kino nun mit anderen Augen.

 

Von Amelie Hantke, Felix Neumann, Ismail Acar, Atul Kumar, Laura Eckstein, Luca Schulz, Leonard Hammerschmidt, Cheyenne Seipel, Simon Vogel, Franziska Buchholz, Fabio Heyer, Kevin Dong, Erva Geyik, Melike Karadavut, Djordje Kopacek, Ali Altin, Miralda Ramic, Denis Cupaiuolo, Kubilay Öztürk und Klassenlehrer Andreas Müller

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